Warme Mahlzeit

Vorsicht beim Kochen ohne Gas und Strom: Alternative birgt giftiges Risiko

Wenn Gas und Strom streiken, gibt es ein paar Ideen, sich trotzdem eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Doch es ist Vorsicht geboten.

Deutschland – Technische Geräte können ab und zu einen Aussetzer haben. Wenn der Strom oder Gas-Herd nicht funktioniert, ist das besonders ärgerlich. Doch es gibt ein paar Hilfsmittel, die beim Kochen einer leckeren Mahlzeit helfen.

ProblemStrom oder Gasherd funktionieren nicht
LösungBrennpaste, Spiritus- oder Petroleumkocher, Teelichter
BedingungVorsicht aufgrund von Gefahr

Es gibt drei Alternativen zum Kochen ohne Gas und Strom 

Es ist naheliegend, dass sich Camping-Kocher, Grills oder Feuerstellen auch zum Kochen eignen. Diese Möglichkeiten sind zwar sehr benutzerfreundlich, allerdings sollten sie nur draußen und in dafür vorgesehenen Bereichen angewandt werden. Bei den Alternativen zum Kochen im Außenbereich, ist es wichtig zu wissen, dass bei Trockenheit und Hitze das Grillen verboten ist.

Wenn man sich während eines Strom- oder etwa Gasausfalls im Innenraum eine warme Mahlzeit zaubern möchte, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Laut T-Online kann man in diesem Fall auf Brennpaste, Spiritus- oder Petroleumkocher und Teelichter zurückgreifen. Es sollte aber bei allen Varianten besonders aufgepasst werden. 

Besondere Beachtung muss man bei allen Varianten dem Thema Untergrund schenken. Dieser muss eine ebene Fläche haben und feuerfest sein. Die Kochstellen müssen immer beaufsichtigt werden. Ein Feuerlöscher oder eine Feuerdecke in greifbarer Nähe können Leben retten.

Drinnen ohne Strom und Gas kochen: Brennpaste ist ein echtes Wundermittel

Viele Cafés und Restaurants verwenden Brennpaste täglich, um Speisen warmzuhalten. Doch auch im privaten Haushalt kann Brennpaste beim Kochen unter die Arme greifen. Dazu braucht man nur ein Warmhalte-Behälter, zum Beispiel so einen, wie sie beim Catering verwendet werden. Wer von Silvester noch ein Fondue-Set zu Hause hat, kann auch diese Vorrichtung benutzen und einfach einen normalen Topf mit Deckel darauf stellen. Jetzt nur noch umrühren, um ein Anbrennen zu verhindern. 

Wer diese Utensilien nicht zu Hause hat, der kann sich auch selber eine Notkochstelle bauen. Dazu muss man die Brennpaste einfach in eine feuerfeste Schale legen. Darüber wird dann ein Rost platziert als Unterlage für den feuerresistenten Topf. Eine andere Methode ist es, Ziegelsteine in einem Kreis so zu platzieren, dass man in die Mitte die Brennpaste stellen und dann Rost und Topf anordnen kann. 

Bei einem Strom- oder Gasausfall muss man nicht auf die warme Mahlzeit verzichten. Es gibt viele Alternativen.

Warme Mahlzeit trotz Strom- oder Gasausfall: der Spiritus- oder Petroleumkocher als schnelle Alternative

Es gibt Modelle der Spiritus- oder Petroleumkocher, die mit besonderer Vorsicht auch drinnen ihre Verwendung finden. Bekannt sind diese aber eher vom Camping im Außenbereich. Das Gute ist: Diese Kocher kommen ganz ohne Strom und Gas aus. Was aber auf keinen Fall zu unterschätzen gilt, ist die leichte Entzündbarkeit der beiden Stoffe, deshalb ist die Lagerung zum Beispiel aufwendiger. 

Es ist essenziell und von großer Bedeutung, die Fenster geöffnet zu haben, wenn man Spiritus oder Petroleum zum Kochen verwendet. Es entstehen giftige Dämpfe, die sehr gefährlich werden können. Eine weitere Alternative scheint hier unbedenklicher zu sein. 

Drinnen kochen mit Teelichtern – ohne Strom oder Gas

Das Kochen mit Teelichtern ist zwar etwas ineffizienter, dafür aber sicherer, da vergleichsweise weniger Gift-Gase entstehen als beim Kochen mit Petroleum oder Spiritus. Ein normales Teelicht-Fondue ist leider viel zu klein, um Mahlzeiten schnell zu erwärmen. Damit es schneller geht, kann man zu einem größeren Teelicht greifen.

Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn unbeaufsichtigt kann es bekanntlich schnell zu einem Unfall kommen, wenn es um Feuer geht. Gerade, weil die Standard-Teelicht-Fondues eigentlich für ein kleines Teelicht gedacht sind. Wem das zu unsicher ist und zu lange dauert, der kann sich schnell einen eigenen Teelicht-Ofen bauen (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Hierzu muss man vier Blumentöpfe, am besten aus Ton, in einem Kreis aufstellen. In der Mitte leuchten dann vier Teelichter dicht nebeneinander. Ähnlich wie bei der Notkochstelle mit Brennpaste, wird ein Grillrost auf den Ton-Töpfen platziert, um dann den Topf zum Kochen daraufzustellen. Die Bundesregierung empfiehlt für den Fall eines Strom-Blackouts eine Notfallliste.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Biky/Imago; Collage: RUHR24

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