In Supermärkten verkauft

Aktueller Knäckebrot-Rückruf von Wasa: Mehrere Sorten sind betroffen

Es muss erneut ein Produkt zurückgerufen werden, das verunreinigten Sesam enthält. Diesmal geht es bei dem Rückruf um Knäckebrot, das bei Rewe verkauft wurde.

Köln – Verbraucher aufgepasst! Es gibt wieder einen Rückruf. In diesem Fall wurde bei mehreren Chargen eines Knäckebrots von Wasa ein krebserregendes Gift entdeckt. Das Produkt wurde unter anderem bei Rewe verkauft und soll auf keinen Fall verzehrt werden.

ChemikalieEthylenoxid (kurz: EO)
BeschreibungFarbloses, hochentzündliches Gas mit süßlichem Geruch
FormelC2H4O
VerwendungDesinfektionsmittel für Nahrungsmittel, organische Dämmstoffe (Wolle, Pflanzenfasern), Textilfasern und medizinische Geräte verwendet

Rückruf von Knäckebrot: Erneut ist Sesam das Problem

Es ist nicht der erste Rückruf in den letzten Wochen, bei dem ein Produkt aus dem Verkauf genommen werden muss, weil ein gesundheitsgefährdendes Gift entdeckt wurde. Mal war es Müsli, mal Cracker, mal eine Backmischung und ein anderes Mal ein Aufstrich.

Der Grund für den Rückruf war immer derselbe: Bei dem im Produkt enthaltenen Sesam konnten Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid nachgewiesen werden. Die Substanz steht im Verdacht krebserregend zu sein, Erbgut zu schädigen und Mutationen auszulösen.

Rückruf: Knäckebrot von Wasa mit gesundheitsgefährdendem Stoff belastet

Und auch bei dem aktuellen Rückruf von Knäckebrot geht es um Sesam. Diesmal trifft es den bekannten Hersteller Wasa, der nun gleich mehrere Chargen von zwei Knäckebrot-Sorten aus dem Verkauf nehmen muss (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24.de).

So ist zum einen „Wasa Gourmet Sesam“ in der 220 Gramm-Packung und zum anderen „Wasa Delicate Crisp Sesame & Sea Salt“ in der 190 Gramm-Packung von der Warnung betroffen. Es geht um folgende Chargen und Mindeshaltbarkeitsdaten:

Wasa Gourmet Sesam (EAN: 7300400481465):

  • Chargennummer: G01044700, G01044710, G01045630, G01045640, G01045780, G01045950, G01046190, G01046200, G01046590, G01017129, G01066769, G01066899, G01066909, G01014310, G01014370, G01067529, G01067539, G01067549, G01064230, G01064240
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.08.2020, 31.10.2020, 30.11.2020, 31.01.2021, 30.04.2021, 31.05.2021, 30.06.2021, 31.07.2021
Gleich zwei Knäckebrot-Sorten von Wasa sind von dem Rückruf betroffen.

Wasa Delicate Crisp Sesame & Sea Salt (EAN: 7300400126205)

  • Chargennummer: S01196760, S01196770, S01196780
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.06.2021

Knäckebrot-Rückruf: Produkt von Wasa wurde bei Rewe verkauft

Knäckebrot-Liebhaber oder Menschen, die in der letzten Zeit Knäckebrot gekauft haben, sollten unbedingt nachsehen, ob sie von dem Rückruf betroffen sind. Sollte dies der Fall sein, können die betroffenen Kunden den Artikel zur Verkaufsstelle oder in einer Filiale von Rewe, wo das Wasa-Knäckebrot verkauft wurde, zurückbringen. Sie bekommen - wie bei Rückrufen üblich - den Preis auch ohne Vorlage des Kassenzettels zurückerstattet.

Auch Rewe hatte über den Rückruf informiert und darauf hingewiesen, dass ausschließlich die aufgeführten Chargen von der Warnung betroffen seien. Alle anderen Produkte von Wasa sowie Knäckebrot mit einem anderen Mindesthaltbarkeitsdatum oder einer anderen Chargennummer sollen nicht betroffen sein.

Rewe-Rückruf: Knäckebrot von Wasa enthält probelmatischen Sesam

Das Problem bei dem Knäckebrot-Rückruf ist - wie auch bei den anderen Produkten - der mit Ethylenoxid behandelte Sesam. Da das Pflanzenschutzmittel als äußerst giftig und gesundheitsgefährdend für Menschen gilt, ist es in der EU verboten. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Indien, wo häufig Sesam angebaut wird, allerdings nicht.

Und so kann es sein, dass durch Importe in die EU mit dem Gift belastete Sesam-Produkte in den Handel kommen. Inzwischen haben sich die Vorfälle derart gehäuft, dass die EU-Behörde entsprechend reagiert hat. So müssen seit dem 26. Oktober 2020 bei allen Sendungen mit Sesamsamen aus Indien eine Bescheinigung beiliegen, dass die Erzeugnisse im Hinblick auf Pestizidrückstände analysiert wurden und sie den Vorschriften über Höchstgehalte entsprechen. Es wird also nicht der letzte Rückruf sein, der uns in nächster Zeit aufgrund von verunreinigtem Sesam betrifft.  

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa, Collage: RUHR24.de

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