Arbeitsminister Heil

Klimageld: Bonus für Gehälter unter 4000 Euro soll kommen

Arbeitsminister Heil plant Klimageld für bestimmte Gehaltsgruppen. Einige Menschen in Deutschland können vom Zuschuss profitieren.

Dortmund – Die Preise in Deutschland gehen durch die Decke. Sowohl die Energiepreise als auch die Kosten für Lebensmittel aus dem Supermarkt steigen an. Für Menschen mit einem niedrigen bis mittlerem Einkommen kann das problematisch werden. Um dagegen anzukämpfen, hat Arbeitsminister Hubertus Heil einen Plan entwickelt.

PolitikerHubertus Heil
Geboren3. November 1972 (49) Jahre)., Hildesheim
ParteiSPD

Klimageld gegen Teuer-Schock: Zuschuss bei Einkommen von unter 4.000 Euro

Der Politiker möchte schnellstmöglich ein soziales Klimageld für Menschen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von unter 4.000 Euro einführen, wie das ZDF berichtet. „Die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel treffen die Menschen mit geringen Einkommen besonders hart. Diejenigen, die wenig oder gar keine Reserven haben, leiden am meisten“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Einführung eines Zuschusses solle seiner Meinung nach deshalb schneller gehen, „als sich mancher in der Koalition das vorstellt“. Er hofft, dass die Umsetzung bereits Anfang nächsten Jahres gelingt. „Wenn es technisch möglich ist, sollten wir das soziale Klimageld zum 1. Januar 2023 umsetzen. Falls das nicht gelingt, müssen wir mit überbrückenden Einmalzahlungen arbeiten“, erklärt er.

Klimageld bei geringem Einkommen: Höhe des Zuschusses bisher noch unklar

Um über eine genaue Summe zu sprechen, sei es allerdings noch zu früh. Das müsse der Arbeitsminister mit den Koalitionspartnern aushandeln: „Über die genaue Staffelung und den Umfang müssen wir noch sprechen“, erklärt er. Nach eigenen Angaben können sich die Koalitionspartner allerdings nicht ganz gegen sein Klimageld sperren (mehr Service-News bei RUHR24).

„Im Grundsatz haben wir uns über das Projekt in den Koalitionsverhandlungen verständigt“, sagt er. Das Geld solle dann aus dem Topf der CO2-Bepreisung kommen. Dazu zählt das Geld, welches die Bürger schon beim Tanken und Heizen fürs Klima abgedrückt haben. Gutverdiener gehen dabei allerdings leer aus, denn die hohen Preise seien für sie zwar „auch eine ärgerliche Sache, aber sie können damit umgehen“, so Heil.

Klimageld gefordert: Zuschuss ist nicht der erste Schritt gegen Inflation

Doch ohne jegliche Vergünstigungen steht letztendlich niemand da. Denn die Ampel reagierte bereits mit den ersten Entlastungen. Dazu zählen sowohl die Spritsteuer-Senkung, als auch das 9-Euro-Bahnticket, kommend zum 1. Juni. Im September soll dann eine Energiepauschale von 300 Euro für jeden Einkommenssteuerzahler folgen.

Setzt auf das Klimageld: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Die Inflation in Deutschland liegt aktuell bei 7,4 Prozent, welches der höchste Stand seit 1981 ist. Wann die Zahlen wieder sinken, bleibt vorerst abzuwarten. Bis dahin können die Zuschüsse für die Meisten allerdings essenziell sein.

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