Nicht alles sofort wegschmeißen

Kleiderschrank ausmisten: Mit diesen 5 Tipps klappt das Aussortieren

Der Kleiderschrank quillt über – und doch nichts anzuziehen? Das sollte das Signal sein, um für mehr Ordnung zu sorgen. So klappt das Ausmisten.

Dortmund – Jetzt! Genau jetzt ist die richtige Zeit, den Kleiderschrank auszumisten und zu sortieren. Nicht nur, dass im Herbst und Winter die T-Shirts und Sommerkleidchen immer mehr in Vergessenheit geraten, auch haben wir in der Corona-Krise doch viel mehr Zeit, die wir tatenlos zuhause verbringen. Mit ein paar Handgriffen kehrt wieder Ordnung in den Schrank ein. Und kaum etwas tut so gut, wie sich von Altlasten zu trennen – oder?

Kleiderschrank ausmisten: Alles muss raus – so erstrahlt der Schrank im neuen Glanz

Tipp Nummer 1: Bevor es darum geht, was bleiben darf, was verschenkt oder verkauft wird, muss zu aller erst der gesamte Inhalt des Kleiderschranks ausgeräumt werden. Wirklich alles muss raus: Shirts, Hosen, Röcke, Jacken, Unterwäsche, Socken, Strumphhosen, Sportsachen – alles.

Liegt alles auf Bett und Boden verstreut, ist es ein leichtes den Schrank auszuwischen. Dazu gehört es auch, die Kleiderbügel und die Kleiderstange abzuwischen. So ist der Schrank bereit für einen aufgeräumten Neustart.

Kleiderschrank aufräumen: Drei Haufen für die Kleider – nicht alles behalten

Tipp Nummer 2: Ist der Schrank sauber, geht es an die Kleidung. Zunächst wird alles zur besseren Übersicht sortiert: Shirts zu Shirts, Pullover zu Pullovern, Hosen zu Hosen und so weiter.

Ist alles sortiert, sollte im Raum auf jeden Fall noch genug Platz sein für folgende Haufen: Behalten, verschenken oder verkaufen und wegwerfen. Für einige dürfte es schmerzvoll sein, aber kaum jemand trägt wirklich alle Kleiderstücke, die im Schrank hängen. Irgendwann muss der Schlussstrich gezogen werden und die Klamotten müssen weichen.

Kleiderschrank aussortieren: Ehrlich sein – und weg damit

Tipp Nummer 3: Um zu entscheiden, was bleiben darf und was nicht, sollte wirklich jedes Teil einmal in die Hand genommen, vielleicht auch übergezogen werden. Folgende Fragen helfen bei der Entscheidung:

  • Wann habe ich das Teil zuletzt getragen?
  • Welches Gefühl habe ich, wenn ich es in der Hand halte?
  • Wenn es nicht mehr passt: Wird es wieder passen? Kann es enger genäht werden? Oder: Werde ich wirklich so viel abnehmen, dass mir das Teil wieder passt?
  • Zu welchen Anlässen kann ich das Kleidungsstück tragen?
  • Gehört das Kleidungsstück zur Grundausstattung eines Kleiderschrankes (zum Beispiel schlichte Bluse oder Jeans) oder ist es etwas extravaganter?

Wer bei den Fragen wirklich ehrlich ist, weiß schnell auf welchen Stapel das Kleidungsstück gehört. Wird es aussortiert, stellt sich nur noch die Frage, wohin mit den ausrangierten Kleidern.

Kleidung aussortieren: Wohin mit der ausrangierten Mode?

Tipp Nummer 4: Der Wegwerf-Haufen sollte nur im Extremfall genutzt werden. Hier landen nur Kleidungsstücke, die wirklich nicht mehr weitergegeben werden können. Dabei handelt es sich um Lumpen und Stoffreste.

Denn alles andere, was noch in Takt ist, kann andere Menschen glücklich machen. Entweder man verdient selbst noch einen Taler an der alten Kleidung - verkauft sie auf Flohmärkten oder bei Kleiderkreisel (Vorsicht, hier stehen bald große Änderungen an). Oder die aussortierten Stücke kommen Bedürftigen zu Hilfe.

Kleidung spenden: Gutes tun mit alter Kleidung

Wer seine Kleider spenden möchte, kann auf die Container zurückgreifen, die an vielen Straßen stehen. Allerdings sollte bedacht werden, dass Kleider, die in diesen Containern gesammelt werden, nicht unbedingt bedürftigen Menschen zugutekommen. Viele der Kleidungsstücke werden an Second-Hand-Läden verkauft. Teilweise leidet die Textilwirtschaft in Afrika, Asien und Südamerika sogar unter der Kleidung, die aus Europa verkauft wird.

Wer sicher gehen will, mit seiner Kleiderspende etwas Gutes zu tun, kann sie in Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern oder direkt bei sozialen Einrichtungen abgeben. Dabei sollte vorher immer nachgefragt werden, ob Bedarf besteht, sonst steht man am Ende wieder mit vollen Händen da.

Kleiderschrank ordentlich halten: Alles soll seinen Platz haben

Tipp Nummer 5: Ist alles sortiert, dürfen die Kleider wieder in den Schrank einziehen. Allerdings geordnet und so, dass jedes Teil seinen Platz hat. Denn landet ein Teil hinten in einer Schublade, ist ein Wiedersehen unwahrscheinlich oder mit viel Chaos verbunden.

Wird Kleidung in Schubladen aufbewahrt, ist es ratsam, sie hochkant gefaltet anzuordnen. So werden Pullover nicht übereinander, sondern hintereinander in die Schublade gelegt. Auf diese Weise ist es einfach den Überblick über die Mode-Schätzchen zu behalten.

Schubladen mit Körben ordentlich halten

Statt Socken, Strumpfhosen, BHs und Unterwäsche kreuz und quer in eine Schublade zu pfeffern, kann es für die Übersicht dienlich sein, kleine Trennkörbe in die Schublade zu stellen. So hat jedes Teil seinen Platz und ist allzeit bereit.

Alles was hängen kann, hängt gerne auf einem Samt-Bügel. Die sind meistens recht schlank und nehmen wenig Platz im Schrank weg. Außerdem rutschen Blusen, Jacken und Kleider nicht vom Haken und fallen in die unendlichen Tiefen des Schrankes.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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