Bei der Gartenarbeit

Klee auf keinen Fall entfernen: Wieso das Unkraut sehr nützlich ist

Einigen Hobbygärtnern ist der Klee ein Dorn im Auge. Dabei bringt das Gewächs viele Vorteile mit sich.

Dortmund – Im Sommer breitet sich Klee schnell aus – vor allem im Rasen. Doch anstatt das „Unkraut“ zu verfluchen und zu entfernen, kann es zum eigenen Vorteil genutzt werden.

PflanzeKlee
Sortenu.a. Weißklee und Rotklee
UnterfamilieSchmetterlingsblütler

Klee auf keinen Fall entfernen: Aus diesen Gründen ist das „Unkraut“ nützlich

Nach Angaben von Öko-Test eignet sich der Klee sogar als gute Alternative zu herkömmlichen Rasen. Zumindest für die Stellen, an denen ein dichter, grüner Grasbewuchs jedes Jahr aufs Neue scheitert. Das Gewächs sorgt dadurch nicht nur für eine lückenlose Grünfläche, sondern verbessert gleichzeitig den Boden des Gartens.

Die kleinen grünen Pflanzen reichern Stickstoff im Boden an und lockern diesen mit ihren Wurzeln sogar auf. Rot- und Weißkleeblüten sollen zudem eine wertvolle Nektarquelle für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge sein. Auch Löwenzahn sollte nicht entfernt werden, da er ebenfalls hilfreich sein kann.

Weißklee ist die Sorte, welche am häufigsten im Rasen vorkommt. Seine Blätter sind essbar und sollen gut für Salate geeignet sein. Ein weiterer Vorteil ist der, dass Unkraut und Moos kaum eine Chance an Stellen haben, wo Klee wächst.

Klee nicht entfernen: Mit diesen einfachen Tricks wird der Klee-Rasen gepflegt

Den Klee-Rasen zu pflegen ist einfach, da er lediglich einmal wöchentlich gewässert werden muss. Düngen braucht man das Gewächs hingegen nicht. Sobald der Klee Blüten bildet, hat er die Möglichkeit, sich selbst anzusäen (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Der Klee kann aber auch von Hobbygärtnern ausgesät werden. Dafür soll sich Mikroklee besonders eignen. Dieser ist derzeit als Rasenalternative im Trend und für viele Gärtner längst kein Unbekannter mehr. Mikroklee ist eine moderne Züchtung des Weißklees. Er hat einen niedrigeren Wuchs, kleine Blätter und wächst besonders dicht. Sollte der Klee dennoch stören, kann er im Zweifel auch in wenigen Schritten entfernt werden.

Klee im Garten entfernen: Ganz einfach mit wenigen Tipps und Tricks

Das gelingt, indem der Rasen vertikutiert wird und freie Stellen nachgesät werden. Einzelne Pflanzen können außerdem mit einem sogenannten Unkrautstecher entfernt werden. Dies soll am besten gelingen, nachdem es geregnet hat und die Erde feucht ist. Es sollte allerdings beachtet werden, dass sich der Klee nie richtig vermeiden lässt. Das liegt daran, dass er sowohl durch den Wind als auch durch Insekten verbreitet wird.

Kleeblätter können für Hobbygärtner vorteilhaft sein.

Um ihn bestmöglich zu umgehen, kann der Rasen allerdings regelmäßig gedüngt und gewässert werden. Auch das Mähen der Wiese kann helfen, sodass der Klee gar nicht erst anfängt zu blühen. Lücken im Rasen können zudem direkt nachgesät werden, damit sich dort kein Klee breitmacht.

Rubriklistenbild: © Imago

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