Rechnungen bezahlen

Klarna kündigt wichtige Neuerungen für Kunden an

Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna kündigt mehrere Änderungen für Kunden an.

Deutschland - Für Kunden und Kundinnen von Klarna wird sich künftig einiges verändern, denn das Unternehmen hat diese Woche gleich fünf Veränderungen angekündigt. Betroffen ist unter anderem das Bezahlen auf Rechnung.

FinanzdienstleisterKlarna
SitzStockholm, Schweden
Gründung2005

Klarna: Zahlungsdienst kündigt 5 wichtige Änderungen für Kunden an

Der schwedische Finanzdienstleister Klarna hat am Montag (7. März) weitreichende Veränderungen für seine Kunden und Kundinnen in Deutschland angekündigt, die im vergangenen Jahr bereits in Großbritannien und Skandinavien eingeführt worden waren.

Dort seien die gemachten Erfahrungen so positiv gewesen, dass die Änderungen nun auch nach Deutschland kommen. Klarna will vier der fünf geplanten Anpassungen nach und nach in den kommenden Monaten einführen. Eine Veränderung kommt aber ab sofort (mehr Digital-News bei RUHR24).

Änderungen bei Klarna: Kunden bekommen ab sofort bis zu sechs Zahlungserinnerungen

Drei kostenlose Zahlungserinnerungen: Ab sofort erinnert Klarna sechsmal per E-Mail, über die Klarna-App und per Post an die Zahlung einer offenen Rechnung. Die ersten drei Erinnerungen sind kostenlos.

Wie Klarna mitteilt, soll die erhöhte Anzahl an kostenlosen Zahlungserinnerungen dafür sorgen, dass Kunden künftig „immer pünktlich zahlen“ und „nie wieder eine Rechnung zu vergessen“.

Kauf auf Rechnung bei Klarna: Kunden haben ab sofort 30 statt 14 Tage Zeit zum Bezahlen

Verlängerte Zahlungsfrist bei „Kauf auf Rechnung“: Bisher mussten bei Klarna Einkäufe auf Rechnung innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden. Doch das ist Geschichte: Das Unternehmen verlängert die Zahlungsfrist bei Rechnungskäufen künftig auf 30 Tage („Pay Later 30“). Kunden und Kundinnen sollen dadurch mehr „Flexibilität“ bei der Bezahlung bekommen.

Gegen einen Aufpreis von bis zu 9,99 Euro ist es bei Klarna außerdem bisher möglich gewesen, die Zahlungsfrist auf bis zu 60 Tage zu verlängern. Ob diese Funktion im Zuge der Änderungen ebenfalls angepasst wird, ist noch unklar.

Das ist Klarna

Klarna wurde 2005 von Sebastian Siemiatkowski im schwedischen Stockholm gegründet. Das Unternehmen bietet Zahlungslösungen für Online-Händler an, sodass diese etwa Rechnungskäufe nicht selbst anbieten müssen. Nach eigenen Angaben greifen weltweit 200.000 Online-Händler in 17 Ländern auf Klarna als Zahlungsservice zurück.

Ratenzahlung bei Klarna: Internet-Einkäufe können mit drei zinsfreien Raten bezahlt werden

Zahlen in drei zinsfreien Raten: Mit der neuen Funktion „Pay in 3“ haben Käufer und Käuferinnen in Zukunft die Möglichkeit, die Kosten für ihre Rechnungen auf drei zinsfreie Raten zu verteilen. Die erste Rate wird beim Kauf fällig, die anderen beiden jeweils nach 30 Tagen. Einen Mindestbetrag zur Nutzung der Ratenzahlung gibt es nicht.

Ratenkauf bei Klarna: Unbefristete Kredite gehören der Vergangenheit an

Abschaffung von unbefristeten Krediten: Bisher konnte man bei Klarna sämtliche Einkäufe mit Raten bezahlen, die auf einem Ratenkauf-Konto gesammelt wurden. Jeden Monat verschickte das Unternehmen dann eine sogenannte „Monatsrechnung“ an seine Kunde und Kundinnen, die zu Beginn des Monats fällig war. Ein konkretes Ende über die Laufzeit des Kredits gab es jedoch nicht - stattdessen wurde die Summe des Ratenkaufs monatlich kleiner.

Um Kunden eine bessere Transparenz bei den Krediten zu gewähren, schafft Klarna die unbefristeten Monatskäufe künftig ab. Alle unbefristeten Kredite werden durch feste Raten mit einem eindeutigen Enddatum ersetzt, was außerdem für niedrigere Zinsen sorgen soll.

Zur besseren Übersicht bietet Klarna seinen Kunden eine Smartphone-App, in der man Rechnungen sofort bezahlen kann

Kunden können sich nicht mehr den Monat auswählen, in dem sie ihre Klarna-Rechnung bezahlen wollen

„Im Monat X bezahlen“ wird abgeschafft: Ausgewählte Online-Händler haben ihren Kunden bislang ermöglicht, ihre Zahlungen gegen eine geringe Gebühr auf einen anderen Monat zu verschieben. Diesen Service wird es künftig nicht mehr geben.

Denn Klarna ist der Meinung, dass Käufer mit „Pay Later 30“ und „Pay in 3“ bereits eine große Flexibilität bei der Bezahlung hätten. Außerdem seien die neuen Bezahloptionen anders als „Im Monat X bezahlen“ kostenlos.

Klarna will seine Geschäftsabläufe für Kunden und Kundinnen transparenter gestalten

Neben den fünf Veränderungen, die Kunden und Kundinnen von Klarna direkt betreffen, will das skandinavische Unternehmen auch seine Geschäftsbedingungen transparenter machen. Dazu plant der Finanzdienstleister, der seinen Sitz im schwedischen Stockholm hat, ab sofort eigene Produktstatistiken und interne Kennzahlen auf seiner Wikipink-Seite zu veröffentlichen.

Informationen wird es über die folgenden Punkte geben:

  • Die Nutzung der unterschiedlichen Klarna Produkte
  • Die Struktur der Mahngebühren und wie Klarna Geld verdient 
  • Gestaltung der Mahnprozess bei Klarna
  • Klarnas Bonitätsprüfungen
  • Statistiken über die Nutzung der Klarna Produkte durch jüngere Generationen

Rubriklistenbild: © Thiago Prudencio via www.imago-images.de

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