Garten und Pflanzen pflegen

Kirschbaum zurückschneiden: Jetzt nur für eine Sorte zu empfehlen

Ein Kirschbaum mit Süßkirschen
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Der Kirschbaum der Süßkirsche sollten bei der Pflege rechtzeitig gestutzt werden.

Ein Kirschbaum im Garten ist für viele ein Traum. Doch es kommt auf die richtige Pflege an.

Deutschland – Es dauert nicht mehr lange, bis der Winter Platz für den Frühling macht und die Pflanzen auf dem Balkon und im Garten wieder erblühen. In hellem weiß und rosa blühen die Kirschbäume dann. Damit es dann in der darauf folgenden Saison bei dem Obst eine ertragreiche Ernte gibt, hilft das Stutzen der Äste.

PflanzeVogelkirsche
Wissenschaftlicher NamePrunus avium
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
OrdnungRosenartige (Rosales)

Kirschbaum schneiden: Unterschied zwischen Süßkirsche und Sauerkirsche ist entscheidend

Kirschen schmecken nicht nur im Kuchen besonders gut, sondern auch pur, direkt vom Baum gepflückt. Bis zum Sommer dauert es zwar noch etwas, aber schon jetzt im Februar ist die richtige Pflege der Bäume entscheidend. Dazu gehört auch das Beschneiden des Kirschbaumes.

Das Stutzen der Pflanze ist sowohl bei Süßkirschen als auch bei Sauerkirschen ein Muss, wenn man im Sommer möglichst viele Kirschen ernten möchte. Doch aufgepasst: Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den Sorten.

Während die recht hellen Süßkirschen (auch Vogelkirsche genannt) an einem opulenten und fülligen Baum wachsen, ist der Baum der dunklen Sauerkirsche hingegen ein gemütlicher Geselle, wenn es um das Wachstum geht. Wichtig ist es daher, dass die Pflege und der Beschnitt auf die entsprechende Sorte abgestimmt ist (weitere News und Tipps zu Pflanzen und Garten bei RUHR24).

Sauerkirsche und Süßkirsche: auf den Zeitpunkt für das Stutzen kommt es an

Wer einen Sauerkirschbaum im Garten gepflanzt hat, der kann bereits zwischen Februar und März die Pflanze stutzen. Dies soll nach Angaben von plantura.garden sogar schon im November möglich sein. Bei dem Baum der Süßkirsche empfiehlt sich hingegen der Zeitraum direkt nach der Ernte im Sommer. Aber das Portal Mein schöner Garten weist darauf hin, dass „kleinere Äste und Zweige“ schon im Spätwinter abgeschnitten werden können.

Bei den Sauerkirschen sollten Hobby-Gärtner auf das sogenannte Aststärkenverhältnis achten. Dafür sollte man den Stamm und den Mitteltrieb von unten nach betrachten und die Äste dort abschneiden, wo „sich der Stamm an einer Stelle, wo ein Ast austritt,“ verjüngt, empfiehlt Mein schöner Garten.

Sauerkirsche: Schattenmorelle und Weichselkirsche richtig pflegen

Zudem wird noch zwischen Schattenmorelle und Weichselkirsche unterschieden. Wer Schattenmorellen züchtet, der schneidet am besten die Äste und Zweige ab, an denen die Kirschen schon abgeerntet wurden. Dadurch können dann neue Triebe nachwachsen und so wieder für Kirschen sorgen.

Bei der Weichselkirsche, die im Fruchtverhalten der Süßkirsche ähnelt, besteht das Ziel des Stutzens darin, dass die Krone nicht mit Ästen überfüllt ist. Durch die Spitze des Baumes sollte dadurch noch genug Licht scheinen können. Ähnlich dazu verhält es sich mit der Süßkirsche. Auch dort sollte darauf geachtet werden, dass es genügend Freiraum zwischen den Ästen gibt.

Die Süßkirsche unterscheidet sich anhand der Farbe von der Sauerkirsche.

Neben der Sorte spielt aber auch das Alter des Kirschbaumes eine große Rolle, wenn es um das Stutzen geht. Ist der Kirschbaum schon in die Jahre gekommen, können Hobby-Gärtner ihn mit der richtigen Pflege der Pflanze wieder zum Leben erwecken. Dies nennt sich Verjüngungsschnitt.

Video: Kirschbaum stutzen – Blüte des Baumes richtig fördern

Dabei ist vor allem wichtig, kranke und abgestorbene Äste wegzuschneiden. Zudem gilt auch hier, der Krone des Baumes wieder etwas mehr Licht zu schenken durch die Ausdünnung. Dafür die Zweige entfernen, die nach innen wachsen oder sich überkreuzen. Diese Art von Stutzen kann bereits Ende Februar erfolgen.

Handelt es sich allerdings um einen jungen Kirschbaum, funktioniert der Beschnitt etwas anders. Hierbei ist zunächst wichtig, dass bestimmt wird, welcher Ast der sogenannte Mitteltrieb sein soll, oder ob der Baum lieber mehrere Leittriebe haben soll. Auch sollte festgelegt werden, welche Zweige die Seitenäste sein sollen. Für das spätere Wachstum empfiehlt das Portal Mein schöner Garten einen Winkel von 45 Grad zum Leitast. Durch den sogenannten Pflanzschnitt können Hobby-Gärtner dann die spätere Form des Baumes bestimmen.

Dazu dann von den Leitästen etwa ein Drittel abschneiden, genau wie die Knospen auf den entsprechenden Ästen. Wer allerdings eine Form wie eine Pyramide erzielen möchte beim späteren Kirschbaum, der sollte die Leitäste dementsprechend kürzen und den mittleren Zweig länger lassen.

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