„Kinder“-Produkte

Rückruf von „Kinder“-Schokolade: Ferrero informiert Kunden über weitere Pläne

Ferrero ruft zahlreiche „Kinder“-Produkte aufgrund von Salmonellen-Gefahr zurück. Nun äußert sich der Verbraucherschutz.

Dortmund – In mehreren Ländern kam es nach dem Verzehr verschiedenster „Kinder“-Produkte zu Infektionen bei Verbrauchern, die mit einem Salmonellenbefund im belgischen Produktionswerk in Verbindung gebracht werden. Die Produktion ist zwar gestoppt und betroffene Ferrero-Produkte wurden zurückgerufen, doch nun spricht der Verbraucherschutz einen dringenden Rat aus.

UnternehmenFerrero
Umsatz12,7 Milliarden Euro
Gründung1946

Rückruf-Skandal bei Ferrero: Verbraucherschutz spricht dringenden Rat aus

Ferrero ruft nach aktuellem Stand alle Kinder Überraschungs-Eier, Kinder Mini Eggs, Kinder Überraschung Maxi und Schoko-Bons zurück, die im belgischen Werk in Arlon hergestellt wurden, berichtet auch Heidelberg24*. Das Werk wurde deshalb vorerst durch die Behörden geschlossen. Nach dem Verzehr sollen Kunden Symptome wie starken Durchfall, Erbrechen und Fieber erlitten haben. Doch nach Angaben der Verbraucherzentrale hätte es so weit gar nicht kommen müssen.

„Es ist ein Skandal, dass Verbraucher und Verbraucherinnen erst knapp vier Monate nach dem ersten Vorfall von Ferrero nach und nach über das Ausmaß des Problems informiert werden“ heißt es. Das soll die ganze Situation nämlich verschlimmert haben „Damit wurden Salmonelleninfektionen insbesondere bei Kindern, die besonders gerne die „Kinder“-Produkte verzehren, in Kauf genommen“ heißt es.

Das Verhalten sei völlig inakzeptabel. Der Verbraucherschutz spricht einen wichtigen Rat aus: „Die europäischen Lebensmittelüberwachungsbehörden sind dringend gefordert, den Skandal weiter aufzuklären und die Öffentlichkeit transparent zu informieren“, damit die Verbraucher von einer möglichen Salmonellen-Erkrankung bewahrt bleiben.

Ferrero Rückruf-Skandal: Hat das Unternehmen zu spät gehandelt?

Nun hat sich auch Andreas Lehmann, Leiter der Unternehmenskommunikation von Ferrero Deutschland, erstmals gegenüber der Lebensmittelzeitung geäußert. „Im Rahmen des Analyseplans in Arlon wurde am 15. Dezember das Vorhandensein von Salmonellen festgestellt“ heißt es. Die Rückrufe wurden seit dem allerdings nur nach und nach in immer mehr Ländern und auf immer mehr Produkte bekannt gegeben.

Einige Kunden sind deshalb verärgert, dass die Informationen nicht direkt weitergegeben wurden. „Wir bitten ausdrücklich um Entschuldigung bei unseren Konsumenten und unseren Handelspartnern, dass offenbar der Eindruck entstanden ist, wir hätten nicht schnell und umfassend genug auf die Situation reagiert“, heißt es weiter.

Die Informationen seien schnellstmöglich verkündet worden. „Auch wenn eine gebündelte Information immer wünschenswert ist, war uns besonders wichtig, jede neue Information sofort weiterzugeben, wenn sie uns bekannt wurde“, so der Leiter der Unternehmenskommunikation.

Ferrero-Rückruf: Wie das Unternehmen nun weitermacht

Das Unternehmen sei selbst erschüttert über den aktuellen Skandal: „Seit vielen Jahrzehnten stehen wir für Genuss und höchste Qualität. Dass es offenbar trotz unserer hohen Sicherheits- und Analysestandards zu einer solchen Situation kommen konnte, bestürzt uns“, wie Lehmann bekannt gibt.

Kurz vor Ostern ruft Ferrero in Deutschland viele Produkte zurück - darunter auch die beliebten Kinder Überraschungseier.

Über mögliche Einbußen und zukünftige Maßnahmen gäbe es noch keine Informationen, doch das sei vorerst nebensächlich „Wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um mit den besten Qualitätsstandards, die es geben kann, das volle Vertrauen unserer Verbraucher zurückzugewinnen“, so der Sprecher. Ob dem Unternehmen dies so einfach gelingt, bleibt jedoch abzuwarten. *Heidelberg24 ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Manuel Geisser/imago

Mehr zum Thema