Vorsicht im Supermarkt

Rückruf bei Kaufland: Schwere Erkrankung nach Verzehr nicht ausgeschlossen

Bei Kaufland gibt es aktuell eine Lebensmittel-Warnung. Kunden sollten daher beim Einkauf unbedingt aufpassen.

NRW – Zu Beginn der Woche steht bei vielen Leuten vermutlich der Besuch im Supermarkt auf der Liste. Doch wegen eines Rückrufes sollten insbesondere Kunden von Kaufland genau hinsehen, was im Einkaufswagen landet.

UnternehmenKaufland
HauptsitzNeckarsulm
Gründung1984, Neckarsulm
VorgängerReal

Rückruf bei Kaufland: Salmonellen in frischem Produkt entdeckt

Erst kürzlich waren Naschkatzen von einer Warnung betroffen. Denn das weltweit bekannte Unternehmen Mars hat die beliebten M&M‘S wegen einer genmanipulierten Zutat zurückgerufen. Nun gilt es erneut, vorsichtig zu sein.

Wer bei Kaufland seine Besorgungen erledigt, sollte vor allem ein frisches Produkt genau kontrollieren. Denn der Verzehr von bestimmten Eiern kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, erklärt der Hersteller. Doch Kunden, die zu Hühner-Eiern greifen, können zunächst durchatmen. Der Lebensmittel-Rückruf des Supermarktes gilt für eine spezielle Art von Eiern.

Die Warnung gilt für Wachtel-Eier der Kwetters Eierhof GmbH. Aber nicht alle Produkte sind betroffen. Der Hersteller weist darauf hin, dass nur 12-er Packungen mit folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) betroffen sind:

  • 12.08.2021
  • 15.08.2021
  • 19.08.2021
  • 22.08.2021
  • 26.08.2021
  • 29.08.2021

Zudem handele es sich bei den bedenklichen Produkten um Eier aus der „Auslaufhaltung“ mit der GTIN 8711427004480

Bei Kaufland gibt es aktuell einen Rückruf von Wachtel-Eiern.

Salmonellen-Gefahr bei Kaufland-Produkt: schwere Erkrankung nicht ausgeschlossen

Grund für den Produkt-Rückruf sind Salmonellen, die „bei einer Routinekontrolle“ entdeckt wurden, heißt es vonseiten des Herstellers. Wer ein solches Lebensmittel verzehrt, kann gesundheitliche Probleme bekommen. Die Bakterien können dadurch, dass sie sich im Magen-Darm-Trakt vermehren, zu einer Lebensmittelinfektion führen

Das kann unter anderem schweren Durchfall zur Folge haben. Auch „Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein und manchmal Erbrechen“ können nach Informationen des Robert Koch-Institutes (RKI) Symptome der sogenannten Salmonellose, einer Art Darmentzündung, sein. Zudem ist Fieber typisch für die Erkrankung. Die ersten Anzeichen können bereits nach etwa einem Tag auftreten.

Bei harmloseren Verlaufsformen reiche es laut RKI, „nur den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen“. Doch der Verzehr von Produkten mit Salmonellen kann auch zu einer schlimmen Salmonellenvergiftung führen. Dann ist schnelles Handeln gefragt, denn die Krankheit kann sogar tödlich enden.

Eier-Rückruf: Kaufland nimmt Produkte aus den Regalen

Besonders gefährdet von einer Salmonellen-Erkrankung sind laut dem Lieferanten der bedenklichen Wachtel-Eier „Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem“, da diese Personen „schwerere Krankheitsverläufe entwickeln“ können (weitere Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Wer die vom Rückruf betroffenen Wachtel-Eier schon Zuhause hat, sollte sie daher auf keinen Fall essen. Stattdessen können Kunden das Produkt in den Filialen von Kaufland ohne Vorlage der Quittung zurückgeben und erhalten dann den Kaufpreis zurück. Zudem hat der Hersteller darauf hingewiesen, dass die übrigen Produkte bereits aus den Regalen von Kaufland entfernt worden sein sollen.

Die Kwetters Eierhof GmbH bittet bei den Betroffenen „für die entstandenen Unannehmlichkeiten“ um Verzeihung. Kunden können sich bei Fragen montags bis freitags zwischen 8 Uhr und 16 Uhr an die Nummer 039205- 699823 wenden.

Rückrufe werden immer häufiger – nicht immer ist mangelnde Qualität die Ursache

Rückrufe in Supermärkten und Discountern sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Immer wieder kommt es etwa aufgrund von fehlerhaften Inhaltsstoffen zu Produkt-Warnungen in Deutschland. Das liegt allerdings nicht an der minderen Qualität der in den Supermärkten und Discountern angebotenen Produkte, die Standards in Deutschland sind weiterhin hoch. 

Hersteller stehen schlicht noch stärker in der Pflicht als früher, regelmäßig Kontrollen durchzuführen. Daher werden nicht nur Lebensmittel zurückgerufen, sondern auch Artikel wie Kleidung, Elektronik und Kinderspielzeug.

Rubriklistenbild: © Kaufland; Collage: RUHR24

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