Weniger Müll

Kaufland: Supermarktkette mit krasser Neuerung - das ändert sich ab sofort für die Kunden

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Kaufland in Dortmund und Deutschland mit neuer Aktion an der Frischetheke gegen Plastikmüll. (Symbolbild)

Nach Rewe will nun auch Kaufland ein Zeichen gegen Umweltverschmutzung setzen. Auch die Filiale in Dortmund ist von den Änderungen betroffen.

  • Kaufland hat ein neues System entwickelt, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.
  • Diese Neuerung gilt nicht nur in Dortmund, sondern in allen Filialen von Deutschland.
  • Auch andere Supermärkte wie Rewe und Edeka haben bereits ein ähnliches Verfahren.

Dortmund - Es werden immer mehr Stimmen laut, Plastikmüll zu reduzieren. Auch die Kunden von diversen Supermärkten nutzen verstärkt ihre Macht als Verbraucher und appellieren an Rewe, Edeka, Kaufland und Co. Nach und nach reagieren die Unternehmen nun.

Kaufland: Das ändert sich ab sofort für die Kunden

Was längst überfällig erscheint, setzt Kaufland nun in die Tat um. Beim Einkauf in den Filialen gibt es nun eine neue Möglichkeit, umweltschonend und nachhaltig einzukaufen. Auch in Dortmund

Wer Produkte wie Käse oder Wurst an der Frischetheke kaufen möchte, der muss ab sofort seine Lebensmittel nicht mehr in Plastik einpacken lassen. Stattdessen ist es nun möglich, die Einkäufe der Frischwaren in eigene, mitgebrachte Brotdosen füllen zu lassen. 

Kaufland reagiert mit Neuerung auf Kundenwunsch

"Der Kundenwunsch nach mehr Nachhaltigkeit steht für uns im Mittelpunkt. Deshalb freuen wir uns, dass wir mit der Einführung des Frischetabletts in allen Filialen eine einfache und einheitliche Lösung anbieten können und somit eine weitere Maßnahme im Rahmen unserer Plastikstrategie erfolgreich umsetzen", erklärt Partick Höhn, der Geschäftsführer Frische in einer Pressemitteilung von Kaufland.

Was ist das Frischetablett? Damit haben Kunden die Möglichkeit, hygienisch und ohne zusätzliches Plastik an der Frischetheke einzukaufen. Sie stellen einfach ihre mitgebrachten Behälter auf das Tablett, um das an die Mitarbeiter hinter der Theke zu reichen. 

Kaufland führt neues System ein, um Plastik zu sparen

Befürchtungen, durch das Gewicht der Brotdose mehr bezahlen zu müssen, brauchen die Kunden laut der Pressemitteilung von Kaufland nicht zu haben. Denn das Gewicht von Behälter und Tablett werde automatisch abgezogen, versichert die Supermarkt-Kette.

Ist die Ware abgewogen, erhält der Kunde seinen Behälter zurück. Die Quittung für die Leckereien von der Frischetheke wird auf dem Behälter befestigt. "So werden alle Hygienevorschriften hundertprozentig eingehalten", versichert Patrick Höhn von Kaufland.

Eigene Behälter an der Kaufland-Frischetheke: Bei Rewe und Co nichts Neues

Der Schritt, mit selbstständig mitgebrachten Behältern Plastikmüll zu vermeiden, ist nicht gerade eine neue Idee. Kauflands Konkurrent Rewe, der erst kürzlich einen bundesweiten Rückruf hatte, testete bereits 2017 ein ähnliches Verfahren. Ein Jahr später prüfte dann auch Edeka eine Option für den Umweltschutz.

Dort durften die Kunden zwar aufgrund der Hygienevorschriften keine eigenen Behälter mitbringen, indem sie aber eine wiederverwendbare Brotdose direkt an der Frischetheke kaufen konnten, fiel der Verpackungsmüll trotzdem weg. 

Kaufland will mit diesen Produkten auf Mikroplastik verzichten

Die Aktion an der Frischetheke ist nicht das einzige Zeichen von Kaufland gegen Mikroplastik. Bis 2021 sollen die Produkte der Eigenmarke "bevola" in den Rezepturen komplett frei von dem Schadstoff werden. Zu dem Sortiment der Marke gehören nicht nur Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, sondern auch Wasch-, Putz und Reinigungsmittel.

Erste Veränderungen in dieser Hinsicht bekommen die Kunden von Kaufland bereits ab Ende Februar mit. Dann will die Supermarkt-Kette ein eigenes "Ohne Mikroplastik"-Siegel einführen.

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