Aufgrund der wirtschaftlichen Lage

Möbelkonzern nach 82 Jahren insolvent: Pleite-Welle geht weiter

Ein deutscher Möbelkonzern meldet 82 Jahre nach seiner Gründung Insolvenz an. Erste Details zu der Pleite sind nun bekannt.

Dortmund – Durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg steigen die Preise. Doch nicht nur den Verbrauchern, sondern auch den Geschäften macht die aktuelle Lage zu schaffen. So musste Rewe bereits einige Produkte aus dem Sortiment nehmen. Ein Unternehmen trifft es nun jedoch noch schlimmer: nämlich einen deutschen Möbelkonzern. Dieser hat Insolvenz angemeldet.

ThemaInsolvenz
BetroffenHüls GmbH & Co. KG und DIHUG GmbH
Sitz Stadtlohn, NRW

Pleite nach über 80 Jahren: Deutsches Möbelhaus Hülsta meldet Insolvenz an

Konkret handelt es sich um ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung von zwei Gesellschaften der Hülsta-Gruppe, wie Chip berichtet. Betroffen seien somit die Hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG als auch die Dienstleistungsgesellschaft DIHUG GmbH. Geschuldet sei der drastische Schritt eines Insolvenzverfahrens der schwierigen wirtschaftlichen Situation, wie Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht dem Magazin Möbelmarkt verrät.

Durch die aktuelle Kaufzurückhaltung sei es demnach nicht möglich, die Auftragszahlen der Möbelhäuser umzusetzen, welche ursprünglich geplant waren. Die steigenden Preise bezüglich der Energie und der Rohstoffe bereiteten zusätzliche Probleme bei dem Konzern. Für Kunden soll sich trotz der Insolvenz vorerst jedoch nichts ändern (mehr Service-News bei RUHR24).

Möbelhaus Hülsta nach über 80 Jahren pleite: Insolvenz für Kunden vorerst nicht spürbar

Geplant sei es, den Betrieb der Möbelhäuser ganz normal weiterlaufen zu lassen. „Wir sind voll lieferfähig und werden auch unsere Neuheiten, mit denen wir auf der Hausmesse sehr hohe Platzierungszahlen realisieren konnten, vollständig herausbringen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht gegenüber dem Magazin Möbelmarkt weiter.

Ein deutsches Möbelhaus meldet Insolvenz an.

Ob es in Zukunft doch noch zu einem Stellenabbau kommt, bleibt vorerst abzuwarten. Durch das Insolvenzverfahren erhoffe man sich jedoch eine bessere Aufstellung für die Zukunft. Von einer Insolvenz betroffen sind jedoch nicht nur Möbelhäuser, sondern auch andere Geschäfte wie beispielsweise ein Traditionshändler, der nach 95 Jahren pleite ist. Für die Geschäfte und die Verbraucher bleibt zu hoffen, dass sich die wirtschaftliche Lage bessert.

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