20 Produkte im Test

Katzenstreu im Test: Giftiger Inhalt nachgewiesen – auch beim Testsieger

Öko-Test hat Katzenstreu untersucht. Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd. Nur ein Produkt wird mit der Note „sehr gut“ bewertet.

Dortmund – Öko-Test hat Katzenstreu auf den Prüfstand gestellt und 20 Produkte ins Labor geschickt. Das Ergebnis ist insbesondere für Tierfreunde und Katzenliebhaber durchwachsen. Denn laut Testbericht sind nur zehn der getesteten Katzenstreuen zu empfehlen, nur eines davon ist „sehr gut“. Das ist aber immerhin ein günstiges Produkt.

Verbraucher­magazinÖko-Test
HauptsitzFrankfurt am Main
Reichweite1,20 Mio. Leser
Erscheinungsweisemonatlich

Öko-Test testet Katzenstreu: Auch Produkte von Discountern und Fachgeschäften im Test

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Streu-Arten sind erstaunlich: nicht klumpend oder klumpend, Naturstreu, mineralisches Streu oder Cellulosestreu, nicht parfümiert oder parfümiert. Schnell greifen Käufer zum Altbekannten. Doch das kann laut Öko-Test Folgen haben, denn nicht jedes Katzenstreu eignet sich für jede Katzenrasse. Das weiß der flauschige Partner in Crime oftmals besser als wir. Was letztendlich das Beste für sie ist, wurde nun aber endgültig von den Experten getestet.

Bei der Haltung von Wohnungskatzen wäre ein Leben ohne Katzenstreu der absolute Horror. Daher müssen laut Öko-Test folgende wichtige Kriterien erfüllt werden: Es sollte saugstark sein, möglichst wenig stauben und vor allem Gerüche binden.

Katzenstreu schneidet bei Öko-Test durchwachsen ab – aber Testsieger sind günstig

Um herauszufinden, welches Katzenstreu diese Anforderungen erfüllt, hat das Verbrauchermagazin 20 Produkte bei Supermärkten und Discountern, Drogerien oder in Fachmärkten eingekauft. Darunter auch Katzenstreu von Lidl, Aldi, Edeka, DM und Fressnapf.

Das Ergebnis zeigt deutlich, dass es beim Katzenstreu nicht immer das teuerste Produkt sein muss. Die von Öko-Test erkorenen Gewinner unter den Streuen sind:

  • Lidl: „Coshida Katzenstreu Klümpchenbildend Ultra Weiss“, Preis: 2,75 Euro für 6 Liter, Note: „sehr gut“
  • Rewe: „Ja! Katzen Klumpstreu“, Preis: 2,49 Euro für 10 Kilogramm, Note: „gut“
  • Penny: „Lucky Cat Klumpstreu“, Preis: 1,99 Euro für 10 Kilogramm, Note: „gut“
  • Alle Gewinner und Verlierer gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel).
Das Katzenstreu von Lidl gehört zu den Testsiegern bei Öko-Test.

Öko-Test prüft Katzenstreu und übt Kritik beim Testsieger von Lidl

Die Testsieger gibt es unter anderem beim Discounter. Doch nur das Katzenstreu von Lidl bekommt ein „sehr gut“ – alle anderen schneiden schlechter ab. Ähnliche Ergebnisse lieferte der Katzenfutter-Test von Stiftung Warentest – gutes Katzenfutter muss nicht teuer sein. Auch hier war das Katzenfutter von Lidl unter den Testsiegern.

Doch wenn das Ergebnis zu wünschen übrig lässt, überrascht es zugleich. Denn obwohl nur ein Katzenstreu mit der Note „sehr gut“ bewertet wurde, ist kein einziges durch den Test gefallen. Die schlechteste Bewertung im Katzenstreu-Test ist „befriedigend“. Allerdings wurde diese Note an die Hälfte der getesteten Produkte vergeben. Doch selbst das Testsieger-Katzenstreu hat seine Mängel.

Öko-Test lässt Sorge bei Katzenbesitzern aufkommen: Katzenstreu enthält zu hohes Ammoniakgehalt

Zu bemängeln gab es bei den Produkten einiges. Vor allem bei der Geruchsbindung schnitten viele Marken sehr schlecht ab. Auch die Entfernung von Verunreinigungen war bei vielen Katzenstreuen erschwert. Doch vor allem der Ammoniakgehalt lässt bei dem ein oder anderem Katzenbesitzer Sorge aufkommen.

Der Ammoniakgehalt war im Test oftmals erhöht – auch bei dem Sieger. Allerdings war er bei dem Katzenstreu von Lidl nach 30 Stunden nur noch sehr gering nachzuweisen. Bei den anderen getesteten Produkten kann es schnell gefährlich werden, denn es handelt sich hierbei um ein giftiges Gas, das zu Tränen reizen, und erstickend wirken kann. Vorsicht ist also bei der Wahl des Katzenstreus trotz befriedigender Gesamtnote geboten.

Rubriklistenbild: © Canva

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