Nassfutter im Test

Stiftung Warentest: Gutes Katzenfutter muss nicht teuer sein - diese Marken fallen durch

Wir wollen für unsere Katzen nur das Beste. Das muss laut Stiftung Warentest allerdings nicht teuer sein. Das sind die Gewinner und Verlierer.

  • Wer das beste für seine Katze will, spart nicht am Futter - richtig?
  • Falsch. Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass das beste Katzenfutter auch mit eines der günstigsten ist.
  • Das sind die Gewinner und Verlierer im Test.

Berlin - Sanftes Schnurren, lautes Miauen und kuscheliges Fell: Die Katze ist eines der beliebtesten Haustiere in Deutschland. Insgesamt leben rund 14,8 Millionen von ihnen in unseren Haushalten. Und damit es den Samtpfoten gut geht, wollen ihre zweibeinigen Freunde natürlich nur das Beste für sie. Besonders, wenn es ums Futter geht. Laut Stiftung Warentest, die Konten und Online-Banking untersucht hat, gibt beim Katzenfutter aber große Unterschiede.

Stiftung Warentest: Teures Katzenfutter nicht automatisch das beste Futter

Die Deutschen geben im Jahr rund eine Milliarde Euro für Nassfutter aus. Aber welches ist wirklich das beste für die Katze? Stiftung Warentest hat 30 Katzenfutter-Sorten getestet (Zeitschrift "Test", Ausgabe 5/2020, kostenpflichtig). Dabei kam Nassfutter aus dem Supermarkt, der Drogerie, dem Fach- und Onlinehandel auf den Labortisch.

Die Preisspanne des Katzenfutters reicht von 18 Cent bis 3,57 Euro pro Tagesration für eine Katze. Der Test hat gezeigt, dass teures Futter nicht automatisch das beste Katzenfutter ist.

Eine gesunde Katze braucht eine ausgewogene Ernährung - Eis gehört nicht dazu.

Katzenfutter kann mit dem falschen Nährstoffmix die Gesundheit der Katze gefährden

Auch wenn man es den kuscheligen Stubentigern nicht immer ansieht, aber Katzen sind Fleischfresser. Sie sind vor allem auf gut verdauliches Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren angewiesen. Es kommt auf den richtigen Nährstoffmix an, denn sonst ist die Gesundheit des Vierbeiners gefährdet.

Einige Katzenfutter-Sorten liefern laut Stiftung Warentest zu viel Phosphor, Natrium oder Kalzium - oder eben ein ungünstiges Verhältnis dieser Stoffe. Beispielsweise kann zu viel Phosphor zu Nierenproblemen bei der Katze führen. Und die sind nicht selten: Bis zu 35 Prozent der älteren Tiere leiden an einer chro­nischen Nieren­erkrankung.

Stiftung Warentest: Sehr gutes Katzenfutter schon ab 22 Cent

Die Befürchtung vieler Verbraucher, dass in Katzenfutter nur minderwertige Schlachtabfälle und zu viel Zucker verwendet werden, konnte Stiftung Warentest widerlegen. Bei keinem der getesteten Futtersorten konnten die Tester minderwertige Zutaten finden. Und auch Zucker ist nur in so geringen Mengen vorhanden, dass es für Katzen nicht schädlich ist.

Insgesamt konnte Stiftung Warentest, die kürzlich auch Hafermilch testete, feststellen, dass Katzenhaltern eine große Auswahl an empfehlenswerten Katzenfutter-Sorten zur Verfügung steht. Viele Sorten des getesteten Nassfutters sind mit "gut" oder "sehr gut" bewertet. Und das zu einem sehr günstigen Preis: Das billigste Nassfutter mit einer guten Bewertung ist schon ab 22 Cent pro Tagesration zu bekommen.

Katzenfutter: Sieger im Test sind günstige Eigenmarken und nur ein Markenprodukt

Das Nassfutter von Lidl ("Coshida mit Huhn in Sauce") und Rewe ("Zarte Stückchen mit Rind und Leber") gibt es schon für 22 und 23 Cent pro Tagesration - Lidl und Rewe, der jetzt einen tschechischen Konkurrenten bekommt, schnitten bei Stiftung Warentest sehr gut ab. Weitere empfehlenswerte Katzenfutter-Sorten sind günstige Eigenmarken von:

  • Kaufland
  • Edeka
  • Rossmann
  • dm (Dein Bestes Bio)

Das einzige Markenprodukt, das es in die Bestenliste geschafft hat, ist Kitekat.

Stiftung Warentest: Katzenfutter von bekannten Marken fällt durch

Bei etwa jedem dritten Menü stimmt der Nährstoffmix nicht. Sechs Futter sind deshalb mangelhaft - darunter überraschenderweise einige Markenprodukte wie Fressnapf, Purina Felix und Vitakraft (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de). 

In dem Katzenfutter von Purina (Nestlé) beispielsweise konnte Stiftung Warentest zu viel Phosphor nachweisen. Andere Produkte enthielten zu wenig Jod - der Stoff ist wichtig für die Schilddrüse. Allerdings enthalten viele Futtersorten für Haustiere auch bedenkliche Zutaten. Vor dem Einkauf sollte man unbedingt die Zutatenliste checken.

Rubriklistenbild: © David-Wolfgang Ebener/dpa, Lidl/Lidl/obs; Collage: RUHR24

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