Haushalt für Tiere sicher gestalten

Gefahr für Katzen: Verätzungen im Haushalt drohen – ernste Warnung

Eine Katze, ein Handtuch und ein Warnschild
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Katzen können sich durch Haushaltsmittel vergiften.

Katzen können durch Chemikalien wie Reinigungsmittel akut gefährdet sein. Daher ist Vorsicht geboten.

Deutschland – Katzen sorgen im eigenen Zuhause für viel Freude, doch auch für einige zusätzliche Arbeit im Haushalt. Doch Putzzeug wie Reinigungsmittel können die Vierbeiner schädigen.

OrganisationVerbraucherzentrale
Rechtsformeingetragener Verein
Gründung2000
SitzBerlin, Deutschland
ZweckVerbraucherschutz; Dachorganisation

Katzen durch Reinigungsmittel in Gefahr: natürliche Alternativen zum Schutz wählen

Besitzer von Katzen und auch von Hunden kennen das Problem: Die Haare der Haustiere verteilen sich schnell in der ganzen Wohnung. Wer zu Lappen und Wischer greift, sollte Reinigungsmittel allerdings äußerst sparsam verwenden oder am besten durch natürliche Stoffe ersetzen.

Die Verbraucherzentrale NRW weist darauf hin, dass Haustiere die chemischen Substanzen mit der Zunge aufnehmen können. Dadurch ist es möglich, dass sie sich im Maul Verätzungen zu ziehen. Daher empfehlen sich laut dem Bund Naturschutz zum Putzen besser Varianten, wie Natron oder Zitrone. Aber nicht nur Putzmittel stellen eine große Gefahr dar.

Der Verein weist Haustierbesitzer zudem darauf hin, dass auch Insektenschutz-Sprays nicht förderlich für die Gesundheit von Katzen sind. Doch es gibt ungefährliche Alternativen.

Insektensprays: Gefahr für Katzen durch Alternativen gegen Mücken und Co. vermeiden

Insektensprays bieten eigentlich nicht nur für Pflanzen einen Schutz vor Ungeziefern, sondern sind zur Abwehr von beispielsweise Mücken auch für Menschen hilfreich. Aber Achtung: Kommen Katzen in Kontakt mit dem Mittel kann es bei ihnen sogar zum Tod führen (mehr Warnungen und Rückrufe bei RUHR24).

Besonders gefährlich sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW die Insektensprays, die den Wirkstoff Permethrin enthalten. Katzen können sich dadurch schwere Vergiftungen zuziehen. Die Substanz ist zudem auch in Foggern enthalten, welche die Fellnasen eigentlich durch Vernebelung von Läusen und ähnlichen Ungeziefern befreien sollen.

Manche Chemikalien in Putzmitteln und Dünger riechen für Katzen wie Naschereien, doch sie sind lebensgefährlich für die Vierbeiner.

Besser ist es daher, andere Varianten zum Schutz vor Insekten und anderen ungebetenen Tierchen zu wählen. Dazu gehören etwa Insektenschutzgitter, die vor Türen und Fenstern angebracht werden können. Auch Klebefallen seien zudem eine willkommene Option zu Insektensprays.

Freigänger-Katzen: Vergiftungen drohen – Achtung bei synthetischen Mitteln

Auch Flohschutzmittel können eine Gefahr für Katzen darstellen. In den Produkten kann wie auch in frei verkäuflichen Tier-Shampoos der Wirkstoff Permethrin enthalten sein.

Aber nicht nur innerhalb der Behausung lauern Gefahren für Katzen. Draußen können sie Substanzen, wie Schneckenkorn oder Frostschutzmittel aufgrund des Geruchs mit einer Nascherei vertauschen.

Die Verbraucherzentrale NRW warnt außerdem vor der Verwendung von synthetischem Dünger. Der chemische Stoff führe für Haustiere ebenfalls immer wieder zu Verwechslungen mit gesunden Snacks und kann daher schlimme Vergiftungen hervorrufen.

Permethrin gegessen: Katzen zeigen deutliche Symptome nach Verzehr

Hat der Vierbeiner eines der toxischen Mittel zu sich genommen, sollte man als Besitzer keine Zeit verlieren und zum Tierarzt fahren. Dies ist vor allem wichtig, wenn das Tier folgende Symptome ausweist:

  • Erhöhter Speichelfluss
    Krämpfe
    Erbrechen und / oder Durchfall
    Atembeschwerden

Aufpassen sollten Besitzer, die sowohl Hunde als auch Katzen beheimaten. Denn laut der Universität Gießen stellen Hunde-Präparate für Katzen ein gesundheitliches Risiko dar. Das liege daran, dass die Dosierung von diesen Präparaten mit Permethrin aufgrund des unterschiedlichen Gewichtes für Katzen zu hoch sei. Aber auch bei Katzenfutter gilt es aktuell, aufgrund eines Rückrufes, vorsichtig zu sein.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) teilt auf Anfrage von RUHR24 außerdem mit, dass der Wirkstoff meist dann zu Vergiftungen führt, wenn die Katze es schleckt, also über den Mund aufnimmt.

Video: Corona-Gefahr bei Katzen - Patienten können eigene Haustiere mit Covid-19 infizieren

Doch nicht nur Vergiftungen können Katzen und Hunden großen Schaden zuführen. Auch die Corona-Pandemie macht vor den Vierbeinern nicht halt. So können sie sich durch betroffene Menschen ebenfalls mit Covid-19 infizieren.

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