Vorbereitung hilft

Kater nach zu viel Alkohol: Was gegen Kopfschmerzen und Übelkeit hilft

Eine Frau packt sich an den Kopf
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Nach zu viel Alkohol ist der Kater vorprogrammiert.

Auch wenn Silvester klein ausfällt – anstoßen dürfen wir dennoch. Stoßen wir zu oft an, ist der Kater vorprogrammiert. Wir haben Mittel gegen den Kater.

Dortmund – Zwar fällt die große Silvestersause in diesem Jahr aus, doch auch im kleinen Kreis kann man sich zur Feier des neuen Jahres ein Schlückchen Sekt genehmigen. Wenn aus dem Schlückchen allerdings mehrere Schlücke und daraus mehrere Flaschen werden, ist der Kater am nächsten Tag schon vorprogrammiert. Ein Glück gibt es einige Tricks, die Kopfschmerzen und Übelkeit lindern können.

Kater bekämpfen: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Der Kampf gegen den Kater beginnt bereits vor der heimeligen Silvesterparty. Denn wer schon weiß, dass ihm oder ihr eine feuchtfröhliche Nacht bevor steht, sollte unbedingt auf eine gute Grundlage achten. Das heißt, an Silvester sollte vielleicht einmal mehr das Raclette-Pfännchen befüllt werden.

Besonders fettreiche Speisen können den Kater vielleicht nicht verhindern, aber immerhin etwas abmildern. Denn fettreiche Speisen bleiben länger im Magen und verzögern so die Wirkung vom Alkohol.

Wird dagegen Dinner cancelling betrieben, gelangt der Alkohol schneller ins Blut und je schneller der Alkohol ins Blut gelangt, desto stärker sind später die Folgen, erklärt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gegenüber der Apotheken Umschau.

Kater nach Silvester: Fuselalkohole sind die Übeltäter

Auch auf den Alkohol selbst sollte geachtet werden. Dabei geht es weniger um die Menge (wobei die natürlich auch einen wesentlichen Anteil am Kater hat), sondern vielmehr um die Qualität. Denn Alkohol ist nicht gleich Alkohol – Bier, wein, Sekt und Schnaps bestehen immer aus mehrere Komponenten. Oftmals sind sogenannte Fuselalkohole enthalten, die sich am nächsten Tag bemerkbar machen können.

Die bei der Gärung entstehenden Begleitalkohole können dazu führen, dass sich die Blutgefäße erweitern – ähnlich wie bei einer Migräne. Damit ist der Grundstein für einen handfesten Kater gelegt. Generell lässt sich laut t-online sagen, dass Weizenbier mehr Fuselalkohole enthält als Pils und Rotwein mehr enthält als Weißwein und Prosecco. Praktisch frei davon sei demnach Wodka.

Mittel gegen Kater: Nicht jedes Schmerzmittel eignet sich

Ist der Drops allerdings schon gelutscht und der Alkohol in nicht unerheblichen Mengen geflossen, gilt es den Schaden zu reparieren. Erste Handlungsempfehlung: Vor dem Schlafengehen ausreichend Wasser trinken. Alkohol entzieht dem Körper Wasser – das muss ausgeglichen werden.

Die Schmerztablette vor dem Schlafengehen sei allerdings laut Professor Helmut Seitz, Leiter des Alkoholforschungszentrums der Universität Heidelberg, nicht empfehlenswert. Gegenüber der Apotheken Umschau erklärt er, dass viele Medikamente die Magenschleimhaut angreifen können – zusätzlich zum Alkohol.

Schmerztabletten sollten erst am nächsten Morgen eingenommen werden, dass dann aber nicht auf nüchternen Magen und auch nicht jede Tablette eignet sich. Paracetamol schädigt zusätzlich die Leber und Aspirin greift die Magenschleimhaut an, laut Pharmazeutischer Zeitung sei das Schmerzmittel Ibuprofen das Mittel der Wahl, wenn am Morgen danach der Kopf hämmert.

Katerfrühstück am nächsten Morgen: Erlaubt ist, was schmeckt

Um verlorene Mineralstoffe wieder aufzufüllen, wäre nun eigentlich eine Mahlzeit angebracht. Wem aber so gar nicht nach einem Katerfrühstück zumute ist, sollte weiterhin viel trinken und versuchen eine Gemüsebrühe zu löffeln. So wird der Salzmangel ausgeglichen und gleichzeitig wird weiter Flüssigkeit aufgenommen.

Kehrt der Appetit zurück, kann der Kater endlich gefüttert werden. Es gilt, auf seinen Körper zu hören, er teilt einem oft mit, was ihm fehlt und was wir essen sollten. Nach einer durchzechten Nacht gelüstet es uns oft nach deftigen und salzigen Speisen, das kann man sich dann auch mal gönnen. Nur sollte der Magen nicht zu sehr belastet werden – extrem fettiges Essen ist schwer verdaulich.

Video: 5 Lebensmittel, um einen Kater schnell zu heilen

Kater-Mythen sind eben auch nur Mythen

Viel Wasser und irgendwie versuchen den Magen zu beruhigen – das sind die geheimen Mittel gegen den Kater nach zu viel Alkohol. Auf andere Kater-Mythen hingegen sollte verzichtet werden. Das Konter-Bier am nächsten Morgen? Das führt wohl eher in den Alkoholismus als in einen katerfreien Morgen. Das Bier zögert den Kater lediglich hinaus.

Kaffee gegen die Kopfschmerzen? Professor Seitz rät davon ab – das reize nur zusätzlich den Magen. Das gilt dann wohl auch für den Espresso mit Zitrone, der Kopfschmerzen behandeln soll. Auch fettiger Rollmops ist nicht empfehlenswert. Zwar ist er schön salzig, aber auch schwer verdaulich, was nur zusätzliche Belastung für den Magen heißt.

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