Zu viel abgerechnet?

Verbraucherzentrale warnt vor Supermarkt-Kunden: Bon sollte nie weggeworfen werden

Eine Verbraucherzentrale erhält Hinweise, dass Supermärkte mit einer bestimmten Masche Kunden um Geld prellen. Es könnte sich um ein lukratives Phänomen handeln.

Dortmund – Während deutsche Verbraucher angesichts der Energiekrise beim Bezahlen diverser Produkte tiefer in die Tasche greifen, hat die Berliner Verbraucherzentrale eine Warnung veröffentlicht, die es in sich hat: Füllen sich Supermärkte und weitere Unternehmen des Einzelhandels mit einer perfiden Masche die Taschen?

VereinVerbraucherzentrale
HauptstandortDüsseldorf
Gründung1. November 2000

Kassenbon-Schwindel in Supermärkten? Viele Verbraucher werfen Zettel weg

Vermehrt seien zuletzt Hinweise eingegangen, dass beim Einkaufen zwischen dem Preisschild und der Abrechnung auf dem Kassenbon ein Unterschied bestehen würde, berichtet Merkur.de. So habe sich beim Blick auf den Kassenzettel gezeigt, dass für bestimmte Produkte letztlich mehr Geld vereinnahmt wurde, als kommuniziert. Zunächst berichtete der BusinessInsider darüber.

Viele Kunden und Kundinnen machen sich beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt oder Discounter jedoch nicht die Mühe und kontrollieren den Bon – was dazu führt, dass Supermärkte mutmaßlich fortlaufend Geld vereinnahmen, das ihnen eigentlich gar nicht zusteht.

„Im besten Fall kontrollieren Sie beim Scannen der Artikel direkt den Preis. Wenn das nicht möglich ist, weil Sie mit dem Einpacken beschäftigt sind, sollte direkt im Laden der Kassenbon überprüft und auf das Problem aufmerksam gemacht werden“, rät die Verbraucherzentrale.

Supermärkte und Discounter könnten sich mit Masche Millionen erschleichen

Wenngleich derartige Beobachtungen vermehrt im Berliner Umfeld gemacht wurden: Zweifellos dürfte dieses Phänomen deutschlandweit immer wieder mal vorkommen – die Frage ist lediglich, in welcher Häufigkeit und ob das womöglich mit Absicht geschieht. Sollte an den Supermarktkassen der Republik schließlich auch nur jeder fünfte Einkauf mit einer fehlerhaften Preisauszeichnung zugunsten der Unternehmen stattfinden, winken über das Jahr verteilt Einnahmen in Millionenhöhe.

Jedoch gibt es mehrere Gründe, warum nach dem Einkaufen der Kassenbon kontrolliert werden sollte.

Beim Einkaufen ist Vorsicht geboten: Es gibt oftmals einen Unterschied zwischen Preisschild und Abrechnung.

Supermärkte mit perfider Masche? Unterschiede zwischen Preisschild und Kassenbon

Dazu erklärt die Verbraucherzentrale Berlin: „Natürlich kann es einmal dazu kommen, dass das Preisschild am Regal etwas zu spät gewechselt wird, aber das darf nicht die Regel sein.“ Außerdem würde eine vorsätzlich falsche Preisauszeichnung gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen und demzufolge als Ordnungswidrigkeit behandelt.

Supermärkte, Discounter und andere Handelsunternehmen sind zur korrekten Auszeichnung der Preise verpflichtet und machen sich strafbar, wenn dies nicht geschieht. Welche Möglichkeiten haben Kunden, wenn sie einem Kassenbon-Schwindel auf der Spur sind? Ansprechpartner sind die regional zuständigen Ordnungsämter oder eben auch die Verbraucherzentralen.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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