Nützlicher Lifehack

Kartoffeln kochen: Kartoffelwasser bloß nicht wegschütten – es ist ein wahres „Wundermittel“

Kartoffeln
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Kartoffeln sind eine beliebte Beilage. Das Wasser nach dem Kochen sollte man aber nicht wegschütten.

Kartoffeln kochen lernen viele von klein auf. Aber einen häufigen Fehler sollte man sich besser abgewöhnen. Das Wasser kann noch nützlich sein.

Dortmund - Kartoffeln kochen, Garprobe machen, Wasser wegschütten und je nach Gericht weiterverarbeiten. Zum Beispiel zu einem leckeren Kartoffelgratin. So einfach bereitet man die beliebte Knolle zu. Oder doch nicht? Einen Fehler sollte man sich besser abgewöhnen.

Kartoffeln richtig kochen: Verbreiteten Fehler unbedingt vermeiden

Gemeint ist der Schritt, in den man das Kartoffelwasser wegschüttet. Diesen Fehler sollte man zukünftig vermeiden, wie utopia berichtet. Denn ähnlich wie Nudelwasser ist das Kartoffelwasser ein echtes Wundermittel und kann noch vielseitig verwendet werden. Aber was genau lässt sich damit noch anstellen?

Durch das Kochen gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe aus der Kartoffel in das Wasser über, beispielsweise Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Phosphor. Und die sind in vielen Bereichen hilfreich (weitere Tipps und Lifehacks bei RUHR24).

Pflanzen gießen und mehr: Dafür eignet sich das Wasser von Kartoffeln

Etwa wenn es darum geht, Blumen, Gemüse und andere Pflanzen zu gießen. Der Sud der Kartoffeln ist das ideale Düngemittel. Die Inhaltsstoffe des Kartoffelwassers helfen beim Wachstum und der Blütenausbildung. Allerdings sollte man die Flüssigkeit nicht direkt nach dem Kochen auf die Pflanzen gießen.

Der Sud sollte zunächst gut auskühlen. Dann kann man ihn auch ganz einfach in eine Gießkanne umfüllen und die Pflanzen können mit der gewohnten Wassermenge gegossen werden. Ein weiterer Dünger ist nicht nötig. Das Kartoffelwasser soll bei Pflanzen außerdem noch einen Vorteil bieten: Es liefert nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern hält auch Blattläuse fern.

Aber Vorsicht: Wer das Kartoffelwasser als Dünger und Blumenwasser benutzen möchte, sollte es nicht salzen. Oder sich vor dem Gießen genau über die Blumen informieren. Die meisten Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf zu viel Salz im Boden.

Fehler beim Kochen von Kartoffeln vermeiden: Sud als Unkrautvernichter

Das Wasser der Kartoffeln findet in der Welt der Pflanzen noch eine weitere Verwendungsmöglichkeit. Denn das Kartoffelwasser funktioniert laut Utopia auch als natürlicher Unkrautvernichter. Bei diesem Einsatzgebiet kann das Wasser sogar direkt nach dem Kochen auf die Erde gegeben werden.

Denn die Hitze des Suds bekämpft gleichzeitig die oberirdischen Teile des Unkrauts. Die Stärke aus den Kartoffeln verstopft dagegen die Pflanzenporen und sorgt dafür, dass das Unkraut eingeht. Im besten Fall ist das lästige Zupfen dann Geschichte. Damit das auch so bleibt, sollten im Anschluss aber die Wurzeln aus der Erde entfernt werden.

Das Wasser, das nach dem Kartoffeln kochen übrig bleibt, kann sehr nützlich sein.

Auch hier sollte man aufpassen. Denn viele Pflanzen, die als Unkraut verschrien sind, können in Wahrheit sehr nützlich sein. Manchmal lohnt es sich auch, das vermeintliche Unkraut etwas sprießen zu lassen. Vielleicht kommen Blumen aus der letzten Saison unverhofft zurück.

Vielseitiges Hausmittel: Darum sollte man Kartoffelwasser nicht wegschütten

Doch auch abseits der Pflanzenwelt ist der Sud der Kartoffeln nützlich. Er eignet sich an vielen Stellen als echtes Hausmittel beim Putzen. Bratpfannen und Oberflächen aus Kunststoff werden mit dem heißen Sud wieder sauber. Dazu reicht es, einen Lappen oder Schwamm mit dem Kartoffelwasser anzufeuchten und die Oberflächen gründlich zu reinigen. Um Stärkereste zu vermeiden, kann man anschließend mit klarem Wasser nachwischen.

Auch bei einem verstopfen Abfluss kann der Kartoffelsud Abhilfe schaffen. Das Wasser sollte dafür möglichst heiß in den betroffenen Abfluss gegossen werden.

Wasser nach Kartoffeln kochen schädlich? Das ist dran an dem Mythos

Beim Kochen kann das Kartoffelwasser, ähnlich wie Nudelwasser, auch weiterverwendet werden. Um Suppen oder Soßen zu strecken kann der Sud direkt untergerührt werden. Der Geschmack der Gerichte soll dadurch außerdem intensiver sein. Außerdem gibt es beim Kochen von Kartoffeln auch andere Tricks und Tipps, wie merkur.de* berichtet.

Video: 3 außergewöhnliche Rezepte mit Kartoffeln

Meistens landet das Kartoffelwasser aus Angst vor dem giftigen Pflanzenstoff Solanin im Abfluss. Dieser kommt vor allem in der Kartoffelschale, in grünlichen Stellen sowie Keimungen und sogenannten „Augen“ vor. Damit es dazu gar nicht erst kommt, sollten Kartoffeln richtig gelagert werden.

In Sachen Solanin gibt es bei Kartoffelwasser laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aber Entwarnung. Die Knolle selbst enthält nur wenig Solanin. Wenn die Kartoffel vor dem Kochen geschält wird, ist die Verwendung von Kartoffelwasser noch unbedenklicher. *merkur.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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