Fuß fassen im Traumjob

7 Tipps, um die Probezeit gut zu überstehen

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Man hat den Bewerbungsmarathon überstanden, das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen und der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Voller Motivation und Freude stürzt man sich in den neuen Job. Man darf aber nicht vergessen, dass man sich jetzt in der Probezeit befindet.

  • In der Probezeit muss man von sich überzeugen.
  • Die Probezeit zeigt auch, ob der Bewerber in das Unternehmen passt.
  • Mit diesen Tipps überstehst du die Probezeit erfolgreich.

Mit der Probezeit beginnt die zweite Kampfrunde um den Job. Man darf sich jetzt nicht ausruhen, auch wenn man mit seiner Bewerbung und beim Vorstellungsgespräch überzeugen konnte. Man muss zeigen, dass man sich nicht nur präsentieren kann, sondern auch wirklich etwas auf dem Kasten hat. Oft hat man ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn man daran denkt, dass man jetzt noch die Probezeit überstehen muss, doch sie hat für beide Seiten etwas Gutes:

Das Unternehmen kann nachprüfen, ob du ins Team passt und die gewünschten Leistungen bringen kannst. Auch du hast die Chance zu gucken, ob dir die Arbeit Spaß macht und du mit deinen Kollegen gut klarkommst. Sieh die Probezeit als Chance herauszufinden, ob das neue Unternehmen wirklich zu dir passt, denn schließlich möchtest du längerfristig die neue Stelle besetzen.

Rechtliche Regelung zur Probezeit

Aus rechtlicher Sicht sind die Regelungen für die Probezeit etwas anders als in einem normalen Arbeitsverhältnis. Die Dauer hängt vom Job selbst und von dem Grad der Beschäftigung ab. In Deutschland liegt die Probezeit zwischen drei bis sechs Monaten. Es gibt auch Ausnahmen, wo man länger auf die Probe gestellt wird. Bei Jobs mit sehr anspruchsvollen, z. B. wissenschaftlichen oder künstlerischen Tätigkeiten, dauert die Probezeit länger.

Für Ausbildungen gilt eine feste gesetzliche Regelung: Mindestens ein bis maximal vier Monate hat der Azubi Zeit sich unter Beweis zu stellen. Erst nach dem Überstehen der Probezeit gehst du in ein festes Angestelltenverhältnis über, hier kann es allerdings sein, dass dieses befristet ist.

Die Regelungen für den Urlaub sind in der anders:

Du hast Anspruch auf Urlaub, jedoch ist zu beachten, dass der vollständige Urlaub und die Lohnfortzahlung im Falle einer Krankheit oder Schwangerschaft erst nach einer Arbeitszeit von vier Wochen gültig werden. Damit du alles gut überstehen kannst, haben wir für dich sieben Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, deinem Arbeitgeber zu beweisen, dass du die richtige Person für deine neue Stelle bist:

1. Bereite dich auf eine kurze Vorstellungsrede vor

Gehe deinen ersten Arbeitstag gedanklich durch. Beim Vorstellungsgespräch hast du schon einige Infos über das Unternehmen sammeln können. Nutze diese Information, um dich beim ersten Arbeitstag in das richtige Licht zu rücken. Bereite eine circa dreiminütige Vorstellungsrede vor, wo du deinen Kollegen etwas über dich erzählst und dich vorstellst.

2. Unterlasse es Versprechungen zu machen

Gehe am Anfang alles langsam an, mache keine großen Versprechungen, die du nicht einhalten kannst. Vorschnelle Versprechungen in der Probezeit können Kollegen, Untergebene und Kunden enttäuschen. Arbeite dich erstmal gut ein, damit du realistisch einschätzen kannst, was in deiner Macht steht oder was eben nicht.

3. Zeige Interesse und Neugierde

Als frisch eingestellter Mitarbeiter sollte man in der Probezeit Lernbereitschaft zeigen. Bringe dich in das Unternehmen ein und beobachte, welche Strukturen sich erkennbar machen. Auch wenn du dich schon gut in deinem Job auskennst und mehrmals die Stelle gewechselt hast, ist es trotzdem wichtig, die Probezeit gut zu überstehen. Stelle Fragen, schaue genau hin, sodass du mit Feingefühl ein gutes Verhältnis zu deinem neuen Arbeitsumfeld aufbaust. Finde heraus welche Prioritäten das Unternehmen hat, sodass du deine Arbeitsweise entsprechend abstimmen kannst.

4. Verbesserungsvorschläge gibt es erst später

Als neuer Mitarbeiter, der gerade dabei ist, die Probezeit zu überstehen, solltest du dich mit Verbesserungsvorschlägen besser zurückhalten. Vieles kann man am Anfang nicht so gut abschätzen, da viele Strukturen sehr unübersichtlich sein können. Fokussiere dich am Anfang darauf, aktiv eine Verbindung zu deinen neuen Kollegen und deinem neuen Chef aufzubauen. Erst nachdem du herausgefunden hast, wie welche Prozesse ablaufen, kannst du nach deiner Probezeit Verbesserungsvorschläge miteinbringen.

5. Finde heraus wer das Sagen hat

Beobachte die sozialen Strukturen in deinem Unternehmen: Wer gehört zu den Meinungsführern? Zu wem gehen die Kollegen tatsächlich, wenn man etwas klären muss? Meistens unterscheiden sich die formellen Machtverhältnisse von den informellen. Daher ist es wichtig herauszufinden, welche Personen entscheidenden Einfluss auf das Unternehmen haben.

6. Mit Kritik richtig umgehen

Am Ende der Probezeit, kommt es manchmal zu einem kritischen Personalgespräch. Falls du hier Kritik erntest, solltest du dich hier weiterhin von deiner professionellen Seite zeigen. Frage explizit, was du besser machen kannst und überlege dir, ob du diese Kriterien wirklich umsetzen kannst und willst. Falls du an diesem Punkt merkst, dass du dich mit deiner Stelle nicht wohlfühlst, solltest du dich rechtzeitig nach einem neuen Job umschauen.

7. Fazit aus der Probezeit ziehen

Wenn das Überstehen der Probezeit vorbei ist, kommt die entscheidende Frage für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Geht die Zusammenarbeit weiter? Du als Arbeitnehmer musst abwägen können, ob du den Erwartungen des Unternehmens gewachsen bist und ob du diese Erwartungen erfüllen willst. Es ist eine Qual für beide Seiten das Arbeitsverhältnis weiterzuführen, wenn die gegenseitigen Erwartungen nicht auf einen Nenner kommen.

Wir hoffen sehr, dass unsere Tipps dir dabei helfen deine Probezeit gut zu überstehen!