Mit Absagen umgehen und daran wachsen

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Mit Absagen umgehen und daran wachsen. Foto: dpa

Jeder Bewerber kennt diese Situation: Man gibt sich Mühe mit seiner Bewerbung und hofft auf eine positive Rückmeldung, doch dann bekommt man eine Absage. Vor allem nach dem Vorstellungsgespräch wünscht man sich, dass man die langersehnte Stelle bekommt. Besonders schmerzhaft ist es, wenn man eine Absage von einer Stelle bekommt, die einem zu hundert Prozent [...]Weiterlesen

Jeder Bewerber kennt diese Situation: Man gibt sich Mühe mit seiner Bewerbung und hofft auf eine positive Rückmeldung, doch dann bekommt man eine Absage. Vor allem nach dem Vorstellungsgespräch wünscht man sich, dass man die langersehnte Stelle bekommt.

Besonders schmerzhaft ist es, wenn man eine Absage von einer Stelle bekommt, die einem zu hundert Prozent zugesagt hätte. Im ersten Moment ist man enttäuscht und demotiviert, doch man kann aus Absagen auch etwas Positives ziehen! Wir zeigen dir heute, wie du professionell mit einer Absage umgehen kannst.

Absagen enttäuschen in ersten Moment

Das Gefühl von Ablehnung hinterlässt oft Nachdruck und man fragt sich: „Warum bin ich nicht gut genug für diese Stelle?“ Das Selbstbild und Selbstbewusstsein leiden oftmals. Prinzipiell solltest du jedoch immer wissen, dass Absagen in den meisten Fällen ganz und gar nicht persönlich gemeint sind, sei es bei einer Bewerbung oder nach einem Vorstellungsgespräch. Arbeite an deiner Einstellung und lerne aus deinen Fehlern.

Habe keine Angst davor aktiv beim Unternehmen nachzufragen, warum du eine Absage für deine Bewerbung erhalten hast. Nur so hast du die Chance zu erfahren, warum du die Stelle nicht bekommen hast. Fehlten dir die gewünschten Qualifikationen? Musst du an deiner Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch arbeiten? Frage ruhig nach und nutze das Feedback, um aktiv an dir und deinen Fähigkeiten zu arbeiten. Es gibt viele verschiedene Ursachen für eine Absage:

1. Formatierung

Wenn eine Absage schnell erfolgt, dann kann es sein, dass die Bewerbungsunterlagen unvollständig, falsch formatiert oder qualitativ nicht hochwertig genug waren. Hier nächstes Mal darauf achten, dass man alle Formalien bei der Bewerbung beachtet und alle Information vollständig weitergibt.

2. Die Absage, die auf sich warten lässt

Wenn die formalen Angaben stimmen, kann eine Absage lange auf sich warten lassen. In den meisten Fällen ist hier das Unternehmen der Meinung, dass ein anderer Mitbewerber besser in das Profil der Stelle passt.

4. Absage nach einem Vorstellungsgespräch

Hier waren die Unterlagen überzeugend, jedoch hat man bei der Selbstdarstellung nicht genug gepunktet. Hier ist es wichtig an seiner Ausstrahlung und an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, sodass man nächstes Mal den Personaler überzeugen kann.

5. Absage bei einer Initiativbewerbung

Wenn du dich initiativ auf eine Stelle beworben hast, kann es gut sein, dass eine Absage kommt, da alle Stellen derzeit besetzt sein könnten. Hier kann es sich eher lohnen später nochmal eine Bewerbung loszuschicken.

Warum wird eine Absage nicht begründet?

Oft werden keine expliziten Gründe genannt, warum man sich gegen den Bewerber entschieden hat. Deswegen ist es meist schwer nachzuvollziehen, worauf man beim nächsten Mal achten sollte. Aus juristischen Gründen schützt sich der Arbeitgeber mit vorformulierten Absagen vor möglichen Schadensersatzansprüchen.

Wenn ein Unternehmen beim Auswahlverfahren Männer für eine Stelle bevorzugt, da der Ausfall durch nahende Elternzeit unwahrscheinlicher ist, kann dies rechtliche Konsequenzen haben. Außerdem ist es für viele Unternehmen zu aufwendig jedem eine individuelle Absage zuzuschicken.

Aus einer Absage lernen

Wenn du erstmal die möglichen Ursachen für deine Absage kennst und dir im Idealfall ein Feedback vom Unternehmen selbst eingeholt hast, kommt der entscheidende Punkt, an dem du lernen kannst. Mache die konkreten Fehler ausfindig und lerne daraus.

Bewerbungsunterlagen nochmal durchchecken

Schaue dir deine Bewerbungsunterlagen nochmal an. Rechtschreibfehler im Anschreiben und ein unübersichtlicher Lebenslauf sind bei einer Bewerbung auf alle Fälle zu vermeiden. An dieser Stelle solltest du bedenken, dass nicht nur der Inhalt wichtig ist, sondern auch das Layout. Die Bewerbung sollte optisch ansprechend gestaltet sein.

Um eine Absage zu vermeiden, ist es von Bedeutung, dass man jede Bewerbung, die man raus schickt auf das entsprechende Unternehmen anpasst. Vermeide standardisierte Floskeln und Designs, punkte mit deiner Individualität, hebe dich von der Masse ab. Hole dir eine zweite Meinung zu deinen Unterlagen. Lass Bekannte, Freunde und Familie über deine Bewerbung drüber gucken.

Sprichst du die Stellenausschreibung an?

Überprüfe, ob du den gewünschten Anforderungen der Stelle entsprichst. Hast du die ausgeschriebenen Anforderungen mit deinen Fähigkeiten und Kenntnissen abdecken können? Nach einer detaillierten Betrachtung der Stellenanzeige, kannst du besser abschätzen, was letztendlich zur Absage geführt hat. Versetze dich in den Personaler hinein und verstehe was zur Absage geführt hat.

Das Vorstellungsgespräch

Falls die Absage nach dem Vorstellungsgespräch erfolgte, kannst du dir sicher sein, dass deine Unterlagen nicht der Grund für die Absage waren. Erinnere dich nochmal an das Vorstellungsgespräch. Warst du sehr nervös? War die Sympathie von beiden Seiten vorhanden? Oft sind es nur Kleinigkeiten, die in Vorstellungsgesprächen Erfolg oder Misserfolg bringen. Achte auf deine Körpersprache und sorge für ein selbstbewusstes Auftreten.

Antworte auf die Absage

Melde dich bei dem Unternehmen und frage warum du die Stelle nicht bekommen hast. Wichtig ist es, dass du hier nicht anklagend rüberkommst. Vermittle dem Personaler, dass du lernbereit bist und an dir arbeitest. Zeige dich von deiner ambitionierten Seite.

Es kann sein, dass du dich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal auf die gleiche Stelle bewirbst, daher ist es umso wichtiger professionell rüber zu kommen. Wir hoffen, dass dir unsere Tipps weitergeholfen haben und du aus deiner Absage was lernen konntest!