Möhren zum Kochen und Backen

Karotten lagern: Typischen Fehler vermeiden – sonst droht Schimmel

Karotte Möhre Karottengrün
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Frische Möhren können sich bei korrekter Aufbewahrung auch nach Monaten noch essen.

Um Karotten möglichst lange für Rezepte nutzen zu können, ist die richtige Lagerung entscheidend. Dafür gibt es verschiedene Optionen.

NRW - Der Herbst rückt immer näher und damit wechselt auch das frische Sortiment im Supermarkt. Neben Kürbissen zählen Karotten zum beliebten Gemüse der Saison. Nicht nur zu vielen Hauptspeisen gehören die orangen Rüben dazu, sondern auch als Hauptzutat für Rüblikuchen. Wer allerdings nicht täglich mit Möhren kocht, sollte auf die richtige Lagerung achten.

GemüsepflanzeKarotte
Wissenschaftlicher NameDaucus carota subsp. sativus
ArtMöhre (Daucus carota)
FamilieDoldenblütler (Apiaceae)
OrdnungDoldenblütlerartige (Apiales)

Karotten richtig lagern: Plastikverpackungen wegen Schimmelgefahr vermeiden

Möhren in Rezepten liefern wichtige Nährstoffe für den Körper. Denn das Wurzelgemüse enthält neben Beta-Carotin auch Mineralien, Ballaststoffe und zahlreiche Vitamine. Nicht von ungefähr kommt daher der Ruf, dass Karotten einen positiven Einfluss auf die Sehkraft haben. Doch sobald Schimmel entsteht, kann sich das schnell ändern.

Umso wichtiger ist es daher, Möhren richtig aufzubewahren. Ein weit verbreiteter Fehler ist es, die Karotten, die oft in Plastikverpackungen verkauft werden, in der Schale liegenzulassen und das Produkt dann im Gemüsefach des Kühlschranks zu platzieren, da sie sonst „schwitzen“ und anschließend schimmeln.

Schon beim Kauf kann man dem entgegenwirken, indem man die unverpackte Variante kauft und die Möhren in einem Stoffbeutel transportiert. Bei der heimischen Lagerung ist es hilfreich, das beliebte Gemüse in Zeitungspapier oder nasse Tücher einzuwickeln, bevor es in den Kühlschrank wandert.

Möhren für Rezepte lagern: Wasser verzögert Bildung von Schimmel

Alternativ ist es möglich, sie in ein Wasserbad zu legen. Dies kann auch noch nach der Lagerung in Zeitungspapier funktionieren. Dafür das Möhrengrün abschneiden, die Karotten abwaschen und so zurechtschneiden, dass sie in einen mit Wasser gefüllten Behälter, wie ein sauberes Glas oder eine Box passen. Aber Achtung: Das Möhrengrün muss nicht in den Müll wandern, sondern kann als Zutat von Rezepten dienen.

Laut der Organisation Too Good To Go hält sich das Wurzelgemüse dadurch mehrere Wochen. Wichtig ist dabei aber, dass das Wasser in dem Behältnis etwa alle fünf Tage ausgetauscht wird. Dazu sollten das Glas oder die Box durch einen Deckel verschlossen sein.

Entscheidend ist nach Information von 24garten auch, dass das Gemüse vollständig in Wasser getaucht ist. Das Portal empfiehlt diese Variante allerdings nur für eine Lagerung von bis zu einer Woche. Wer Karotten länger aufbewahren möchte, sollte zu einer anderen Methode greifen.

Aufbewahrung von Saison-Gemüse: Karotten wie Kürbisse einfrieren

Denn neben dem Wasserbad gibt es noch eine weitere Alternative, um Möhren frisch und knackig zu halten. Etwa eine Woche halten sich die orangen Rüben, wenn sie in einem Frischhaltebeutel liegen, in dem sich einige Luftlöcher befinden. Eine große Zeitersparnis beim Kochen bringt ein anderer Trick.

Genau wie den Kürbis kann man auch Karotten zur Lagerung einfrieren. Plantura Garden empfiehlt dafür, die Karotten vorher zu schälen und in kleine Stücke zu schneiden. Das spart nach dem Auftauen zwar anschließend Zeit, da die Möhren schon zerkleinert sind. Allerdings weist das Portal darauf hin, dass das Gemüse nach dem erneuten Aufwärmen anschließend die Konsistenz im Vergleich zur frischen Möhre etwas verändert.

Die Variante, Karotten in Form von Stücken einzufrieren, sei deshalb eher sinnvoll, wenn die Zutat für Speisen, wie Suppe verwendet werden soll. Nach dem Auftauen müssen die Stücke dann ohnehin püriert werden.

Karotten ernten und lagern: Sand und Kiste machen Möhren monatelang haltbar

Wer selbst Karotten anbaut, sollte darauf achten, dass das Gemüse am besten neben Zwiebeln wachsen sollte, da Zwiebeln die sogenannten Möhrenfliegen vom orangen Wurzelgemüse fern halten. Im Herbst können die spät reifen Sorten geerntet werden. Und damit sollten Möhrenzüchter nicht allzu lange warten. Andernfalls platzen die Rüben auf.

Sind die frischen Karotten aus dem Boden befreit, können sie in einer Kiste mit Sand eingelagert werden. Das funktioniert allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu gehört, dass der Ort der Aufbewahrung kühl sein sollte. Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit relevant.

Karotten lassen sich auch selbst anbauen und ernten.

Für die korrekte Lagerung ist zudem entscheidend, dass die richtige Technik angewandt wird. Die Möhren sollen sich, wenn möglich, nicht berühren. Bei der Aufbewahrung in einer Kiste mit Sand ist es wichtig, dass Karotten und Sand immer abwechselnd geschichtet werden. Werden die Hinweise befolgt, kann sich das Wurzelgemüse auf diese Weise sogar über mehrere Monate halten.

Video: vielfältige Karotten-Rezepte - Möhren durch Lagerung haltbar machen

Sind die Möhren richtig aufbewahrt, können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch als Zutat für verschiedene Gerichte genutzt werden. So müssen nicht direkt neue Karotten im Supermarkt gekauft werden.

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