Winterschutz für Blühpflanzen

Kamelien überwintern: Diesen Tipp unbedingt probieren

Die Kamelie ist eine wunderschöne Pflanze mit filigranen Blüten. Im Winter braucht sie aber besonderen Schutz, denn sie ist etwas kälteempfindlich.

Hamburg – Bei Kamelien denken viele vielleicht zuerst an den Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas, doch auch die dazugehörige Pflanze kann sich sehen lassen. Kamelien (Camellia japonica) gehören zur Gattung Camellia und zu den Teestrauchgewächsen. Die schönen Zierpflanzen sind allerdings kälteempfindlich und brauchen daher Winterschutz.

Kamelien überwintern: Diese Pflege braucht die empfindliche Pflanze jetzt

Kamelien sind in Ostasien heimisch und erinnern mit ihren Blüten stark an Rosen, kultiviert werden sie schon lange und erfreuen sich auch in Deutschland großer Beliebtheit, meist als Kübelpflanze*. Findet die Kamelie im Garten den richtigen Standort, dann steht bei guter Pflege einer üppigen Blüte nichts im Weg. Leider sind die Pflanzen aber nicht alle winterhart. Bei drohenden eisigen Temperaturen ist es höchste Zeit, sie zu schützen.

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Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) gelten Kamelien eher als schwer zu pflegen und empfindlich. Wer sich solch eine Pflanze holt, möchte daher meist auch über den Winter nur ihr Bestes. Und wer sich Mühe gibt, wird belohnt, denn laut NDR können Kamelien bis zu 100 Jahre alt werden.

Die meisten Kamelien sind nur bedingt frosthart (Symbolbild).

Kamelien überwintern: So geht es richtig

Die Kamelie wird also idealerweise in einen Kübel gesetzt, denn der lässt sich im Herbst schnell hereinholen oder winterfest machen. Ausgepflanzte Exemplare brauchen den richtigen Standort, sie mögen ähnliche Bedingungen wie Rhododendren*. Ideal gepflanzt, übersteht die Kamelie mit passendem Schutz den Winter auch draußen.

So können Sie Kamelien dann überwintern:

  • Der NDR empfiehlt, Kamelien im Kübel draußen zu lassen, so lange das möglich sei und sie erst bei längeren Perioden mit Temperaturen unter null Grad Celsius nach drinnen zu holen.
  • Das geeignete Winterquartier habe eine Temperatur von zehn bis 15 Grad Celsius und sei hell.
  • Alternativ können nicht so empfindliche Kamelien draußen überwintern, der NDR schlägt eine geschützte Terrassenecke vor, dann sei aber Schutz durch Kokosmatten und Vlies nötig.
  • Grundsätzlich gilt für Kamelien wie für alle anderen Kübelpflanzen: Durch Topf oder Kübel sind die Wurzeln Frost stärker ausgesetzt, schützen Sie den Wurzelballen* vor dem Erfrieren durch Bretter oder Styropor darunter und vergessen Sie das Gießen an wärmeren Tagen nicht.
  • Für die Überwinterung von im Garten ausgepflanzten Kamelien sei laut NDR anfangs eine Mulchschicht* nötig und eventuell zusätzlicher Wurzelschutz etwa durch Tannenzweige. Vlies schützt Zweige und Blätter.
  • Gärtner Pötschke weist darauf hin, dass das Material zum Abdecken die Pflanze idealerweise nicht berühren sollte und empfiehlt daher ein Gestell aus Latten.

Idealerweise informieren Sie sich bereits beim Kauf über die Frostempfindlichkeit. Wie gut die Kamelie den Winter draußen oder drinnen übersteht, ist Erfahrungssache. Daher wäre es ideal, sich die Pflege von erfahrenen Gärtnern erklären zu lassen, Profis können meist auch robustere Sorten empfehlen und wissen, ab wann der Schutz in etwa nötig ist und bis zu welchem Zeitpunkt. Als Belohnung für die Mühe blühen Kamelien dann wunerschön. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Hiekel/dpa

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