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Spazieren statt Joggen: So werden ordentlich Kalorien verbrannt

Kann man Joggen durch Spazieren gehen ersetzen und Kalorien damit verbrennen? Wenn man ein paar Tipps beachtet, ist einiges möglich.

Dortmund – Wie fit macht spazieren gehen? Und kann man das Joggen durch einen ausgedehnten Spaziergang ersetzen? Laut Dr. Paul Schmidt-Hellinger, Sportmediziner an der Charité, sind Effekte bemerkbar – wenn man ein paar Dinge beachtet.

Spazieren gehen statt joggen: Kann man so Kalorien verbrennen?

Wichtig sei, wie sehr das Herz-Kreislauf-System beim Spaziergang belastet werde. Wer seine Ausdauer trainieren wolle, sollte die Belastung bei 60 bis 70 Prozent haben, so der Mediziner gegenüber Fitbook. Beim Spazieren im normalen Tempo sei das allerdings in der Regel nicht der Fall, so der Mediziner. Sportliche Menschen trainieren beim Spaziergang also normalerweise nicht ihre Ausdauer.

Anders sieht das wiederum bei Menschen aus, die entweder übergewichtig sind oder aber seit vielen Jahren kein Sport gemacht haben. Bei diesen Menschen könnte ein Spaziergang den Puls in höhere Sphären bringen, was wiederum die Ausdauer trainiert (Hier weitere Lifehacks bei RUHR24 lesen).

Kalorien verbrennen beim Spazieren gehen – was ist der Unterschied zum Joggen?

Worüber sich fitte wie nicht fitte Menschen beim Spaziergang freuen können, ist der Verbrauch von Kalorien. Paul Schmidt-Hellinger rechnet vor: Eine Stunde Spazierengehen verbrennt beispielsweise so viele Kalorien wie 20 Minuten joggen – also in etwa 200 Kalorien. Beim Spazieren gehen verbrennt man also in etwa ein Drittel der Kalorien, die man beim Joggen verbrennen würde.

Grundsätzlich rät Schmidt-Hellinger dazu, lieber kontinuierlich, aber moderat Sport zu treiben oder Spaziergänge zu machen, statt selten und dafür exzessiv Sport zu treiben. Wer regelmäßig spazieren gehe, sei zwar nicht besonders leistungsfähig, habe aber ein gutes Grundniveau.

Spazieren gehen: Um so länger die Strecke, desto besser

Als optimale Spazier-Entfernung schlägt der Mediziner in etwa 15 Kilometer pro Tag vor, andere Experten preisen dagegen die viel beschworenen 10.000 Schritte pro Tag an, also etwa sechs bis acht Kilometer.

Spazieren – etwa hier am Kemnader See in Bochum – tut dem Körper gut.

Dass Spazieren gehen gesund ist, darauf weist auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin. Erwachsene sollten laut WHO mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche haben. Das „Gehen“ bzw. spazieren gehen wird ausdrücklich von der WHO als konkrete Möglichkeit erwähnt, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Auch US-Forscher stellten in einer im Journal der Amerikanischen Herzvereinigung veröffentlichten Studie fest, dass spazieren gehen nicht unbedingt schlechter ist als Joggen. Bei beiden Fortbewegungsmitteln verbrenne man irgendwann Kalorien. Aber: Um die gleiche Menge an Kalorien zu verbrennen, müsse der Spaziergänger länger gehen als der Jogger. Als Faustregel gelte: Die gleiche Strecke gehen bzw. 2,5 Mal länger gehen als beim Joggen.

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Übrigens: Wer nicht viel Zeit hat fürs lange spazieren gehen, der kann auch zum Springseil greifen. So ersetzen 10 Minuten Seilchen-Springen 30 Minuten Laufen.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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