Dann ist es sogar gesund

Ab sofort sollte man unbedingt auf Milch im Kaffee verzichten

Kaffee galt lange als ungesund. Studien beweisen nun das Gegenteil. Das Heißgetränk kann unter bestimmten Bedingungen gesundheitsfördernd sein.

Dortmund – Der Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Laut des Deutschen Kaffeeverbandes trinkt jeder Bundesbürger im Durchschnitt 160 Liter des schwarzen Heißgetränks pro Jahr. Dabei gilt Kaffee doch als ungesund, oder etwa nicht? Einige Studien beweisen nun, dass purer Kaffee genau das Gegenteil bewirken kann.

Kaffee galt früher als ungesund – das sind die Gründe

Nach dem Aufstehen greifen die meisten als Erstes zum Kaffee. Das Koffein weckt die Lebensgeister und wenn Kaffee richtig gekocht wird, ist er auch sehr lecker. Trotzdem hängt dem Heißgetränk nach, es sei schlecht für die Gesundheit. Ist dieser Tenor noch aktuell?

Kaffee erhöht den Blutdruck, stört den Schlaf, macht nervös und abhängig. Sogar das Leben solle das schwarze Getränk verkürzen. Diese Ansicht sei mittlerweile „überholt“, meint die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anna Flögel der Apotheken Umschau.

Der Grund: „In früheren Studien wurde nicht auf einen möglichen ungesunden Lebensstil geachtet“. Weitere gesundheitsschädliche Faktoren, wie beispielsweise Rauchen, seien nicht in die Statistiken von damals eingeflossen. Heute beweisen einige Studien das genaue Gegenteil. Ist Kaffee also gesünder als bisher angenommen?

Studien belegen: Kaffee ist ohne Milch gut für die Gesundheit

Dass Kaffee gut für die Gesundheit ist, darauf lassen einige Studien schließen. Dabei gilt jedoch, dass der Konsum „moderat“ sein soll. Dies ist bei zwei bis vier Tassen pro Tag der Fall, berichtet der NDR. Übrigens kann Kaffee beim Wäschewaschen wahre Wunder bewirken.

Eine wissenschaftliche Untersuchung der Harvard Universität aus dem Jahr 2017 zeigt, dass Kaffee das Risiko um 19 Prozent mindert, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Auch das Risiko für eine Krebserkrankung wird um ganze 18 Prozent und für einen Schlaganfall um ganze 30 Prozent gesenkt, schreibt der Stern.

Dr. Young Hee Lee-Barkey, leitende Oberärztin am Herz- und Diabeteszentrum NRW bestätigt außerdem, dass das Diabetesrisiko durch angemessenen Kaffeegenuss, geringer ist. „Wer Kaffee trinkt, lebt länger“. Dieser Ansicht ist nicht nur Dr. Anna Flögel, sondern auch internationale Studienergebnisse aus 2017.

Gesundheitsfördernde Wirkung bei Kaffee: Milch macht sie zunichte

Kaffee ist also im Allgemeinen gesund. Wer diesen gesundheitsfördernden Effekt erreichen möchte, der sollte den Muntermacher pur und schwarz trinken. Enthält der Kaffee Milch und darüber hinaus auch noch Süßungsmittel, drohen gesundheitliche Schäden.

Kaffee kann gesundheitsfördernd sein. Dafür am besten schwarz genießen.

„Durch all die Dinge, die Menschen in Kaffee tun, kann daraus schnell ein Junk Food mit 500 oder 600 Kalorien werden“, gibt Walter C. Willett, Forscher der Harvard-Universität zu bedenken (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Außerdem hemmt Kuhmilch die gesundheitsfördernde Wirkung des Kaffees, durch das Milchprotein. Dieses bindet die sogenannten Phytonährstoffe des Kaffees. Der Körper kann diesen Nährstoff somit nicht mehr aufnehmen.

Kaffee schwarz trinken: Nebenwirkungen und Alternativen

Wer seinen Kaffee nicht schwarz trinken möchte, der kann auch auf pflanzliche Milchalternativen zurückgreifen, wie der Ernährungsexperte Dr. Michael Greger beschreibt. Diese enthalten keine bindenden Milchproteine und seien demnach unbedenklich.

Für jedermann ist der Konsum von schwarzem Kaffee aber nicht komplett unbedenklich. Beispielsweise greifen die Bitterstoffe im Kaffee die Magenschleimhaut an, erklärt Dr. Flögel. „Empfindliche Menschen, können Magenschmerzen bekommen.“

Auch Schwangeren wird der Konsum abgeraten. Studien zeigen laut dem Stern einen Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum und Frühgeburten sowie zu einem niedrigen Geburtsgewicht.

Rubriklistenbild: © Vaivirga/Panthermedia/Imago

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