Kaffeegenuss

Ekel-Kaffee: Schimmel in der Kaffeemaschine entfernen und vorbeugen

Kaffee kann schimmeln und Kaffeemaschinen nach gewisser Zeit dadurch befallen. Mit einfachen Tricks können Kaffeefans ihre Maschinen säubern.

NRW – Für einen guten Start in den Tag geht doch nichts über eine Tasse heißen Kaffee. Das bei Deutschen so beliebte Getränk gehört für Viele nicht nur zur Morgenroutine, sondern kann auch im Haushalt wahre Wunder bewirken. Doch wenn Schimmel die Kaffeemaschine, sei es den Vollautomaten, Filtermaschinen oder Kapsel-/Pad-Geräten, bevölkert, sollten Kaffeegenießer schnell handeln.

Kaffeeje nach Röstgrad ein braunes bis schwarzes, koffeinhaltiges Getränk
Zutatengeröstete und gemahlene Kaffeebohnen und heißes Wasser
EntdecktZwischen dem 9. und 15. Jahrhundert (Brockhaus)

Neun von zehn Deutschen trinken gerne Kaffee – 85 Prozent der Haushalte haben eine Kaffeemaschine

Deutsche lieben Kaffee – neun von zehn Bundesbürger sind Statistiken zufolge Kaffeetrinker, berichtet „coffee-perfect“. Hinzu kommt, dass jeder Bundesbürger im Jahr etwa 150 Liter des meist koffeinhaltigen Getränks konsumiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts findet man in rund 85 Prozent deutscher Haushalte mindestens eine Kaffeemaschine.

Doch wenn sich plötzlich Schimmel bildet, sei es im Inneren der Maschine oder beispielsweise im Tropfwasser- oder im Auffangbehälter für den Kaffeesatz, sollten Kaffeegenießer handeln. Schließlich könne der Pilz laut Ökotest „nicht nur die Kaffeebohnen verunreinigen, sondern auch den Weg in den Morgenkaffee finden“.

Schimmelpilze fühlen sich in Kaffeemaschinen pudelwohl und breiten sich schnell aus

Fast nirgendwo sonst könnten Bedingungen für Schimmelpilze besser sein, als in einer Kaffeemaschine. Im Mahlwerk von Vollautomaten findet der Pilz beispielsweise ideale Bedingungen vor, um sich ausbreiten. Dort ist es warm und feucht und Lebensmittelabfälle wie Kaffeepulver und Kaffeesatz lassen sich ungestört besiedeln, erklärt Ökotest.

Die Folgen dürften Kaffeegenießern überhaupt nicht schmecken. Denn nicht nur der Geschmack verändert sich durch den unerwünschten Schimmel-Zusatz zum negativen, vielmehr geben gesundheitliche Bedenken einen Anlass zur Sorge. Wie Ökotest erklärt, können Schimmelsporen schließlich „nicht nur Allergiker belasten, sondern auch zu verschiedenen Gesundheitsproblemen beitragen“.

Schimmel in Kaffeemaschine nicht nur für Allergiker gefährlich – Mykotoxine teils krebserregend

Laut Experten könne es durch die Aufnahme des Schimmels zu Magendarmproblemen kommen. Zudem können Schimmelpilze giftige und krebserregende Mykotoxine bilden. Dabei handelt es sich um von Schimmelpilzen gebildete Stoffwechselprodukte.

Dank einfacher Hausmittel sind die Schimmelspuren schnell beseitigt und die Kaffeemaschine erstrahlt schnell wieder im neuen Glanz. Dazu empfiehlt Ökotest, die betroffenen Stellen mit Haushaltsessig auszuwischen. Alternativ könne man, sofern möglich, auch die entsprechenden Teile ausbauen, um ihnen ein Essigbad zu gönnen (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Haushaltsessig gegen den Schimmelbefall – Reinigung von Vollautomaten teils aufwändiger

Sofern die entsprechenden Teile spülmaschinentauglich sind, sollten man sie anschließend im Geschirrspüler reinigen. Nur weil der Schimmel an anderen Stellen vielleicht nicht so sichtbar ist, heißt das nicht, dass diese von der Reinigung ausgenommen werden können.

Auch der Rest des Geräts könne laut Ökotest von zurückgebliebenen Schimmelsporen befallen sein. Entsprechend gründlich sollte man auch sie mit Haushaltsessig abwischen. Zwar bringen Vollautomaten häufig den Vorteil eines intensiveren Kaffeegeschmacks mit sich, allerdings kann die Reinigung aufwändiger sein als beispielsweise von Filtermaschinen.

Kaffeemaschinen sollten regelmäßig gereinigt und entkalkt werden.

Regelmäßige Reinigung der Kaffeemaschine beugt Schimmelbefall vor

Wer an bestimmte Stellen nicht herankommt, sollte bei einem erhärteten Schimmelverdacht den Hersteller für eine Inspektion kontaktieren, empfiehlt Ökotest. Bei Vollautomaten sei zudem „besonders die sogenannte Brühgruppe, in der Kaffeepulver und heißes Wasser zusammenkommen, ein Keim-Hotspot“. Dieser lässt sich aber herausnehmen und reinigen.

Um einem möglichen Schimmelbefall vorzubeugen, sollten Kaffeegenießer laut Ökotest ihre Maschinen regelmäßig und nicht erst dann reinigen, wenn sich bereits Schimmel gebildet hat. Dabei sollten Kaffepulver-Reste beseitigt und die Kaffeemaschine regelmäßig entkalkt werden.

Als Vorbeugemaßnahme sollten man zudem darauf achten, „keine benutzten Kaffeefilter oder Pads in der Maschine zu vergessen“, sondern diese direkt nach der Benutzung zu entfernen. Manche Maschinen bieten zudem ein Reinigungsprogramm an. Dieses sollte in dem empfohlenem Rhythmus durchlaufen werden.

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