Dieses Mal keine Salmonellen

Listerien-Verdacht bei Käse: Rückruf von vier Sorten wegen Gesundheitsgefahr

Gleich vier verschiedene Käse-Sorten sind von einem Rückruf betroffen. Anders als bei den meisten Rückrufen sind Salmonellen dieses Mal nicht schuld.

Hüttenberg – Käse gehört sicherlich zu den beliebtesten Lebensmitteln überhaupt – egal, ob groß oder klein, jung oder alt: Käse-Freunde gibt es überall. Doch wer das Milcherzeugnis gerne auf dem Teller hat, der sollte jetzt aufpassen. Gleich mehrere Sorten sind von einem Rückruf wegen Listerien betroffen.

ProblemRückruf von Käse
HerstellerKäserei Wilhelm Mack GmbH & Co. KG
Grundvorbeugender Verbraucherschutz

Käse-Rückruf von vier Sorten: Bakterien sorgen für Gesundheitsgefahr

Vier verschiedene Käse-Sorten sind von einem Rückruf betroffen. Das hat der Hersteller Käserei Wilhelm Mack GmbH & Co. KG am Freitag (27. Mai) bekannt gegeben. Das Unternehmen reagiert laut eigenen Angaben „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“. Erst kürzlich gab es bereits einen anderen Käse-Rückruf durch einen Hersteller-Fehler.

Konkret von dem Rückruf betroffen sind die folgenden vier Produkte, in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, wenn sie eines von drei Mindesthaltbarkeitsdaten aufweisen:

  • Sauermilchkäse Bliestaler-Art
  • Wilma Edelharzer
  • Wilma Bauernhandkäse
  • Der echte Bauernhandkäse
  • MHD‘s: 20.06.2022, 23.06.2022, 27.06.2022
Käse-Ruckruf von vier Sorten der Käserei Wilhelm Mack

Käse-Rückruf wegen Listerien: Von den Bakterien geht Gesundheitsgefahr aus

Die vier Käse-Sorten sind womöglich durch Listerien kontaminiert. Wie die Verbraucherzentrale berichtet, handelt es sich dabei um Bakterien, die überall vorkommen können und sehr widerstandsfähig sind. Gesunde Personen müssen sich eher weniger Sorgen machen, da die Infektion meist ohne Symptome verläuft (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24).

Anders sieht es bei Personen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangeren, Babys, älteren Personen und Kranken aus. Bei ihnen kann eine Infektion sogar lebensbedrohlich werden. Die Inkubationszeit beträgt meist drei Wochen. Zu den Symptomen zählen Erbrechen, Durchfall, Fieber, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit. Ein Arztbesuch, im Falle von Symptomen, wird laut der Pressemitteilung des Unternehmens geraten.

Käse-Rückruf: Betroffene können die Produkte zurückgeben

Hat man eine oder mehrere der möglicherweise kontaminierten Produkte bereits gekauft, so wird dringend vom Verzehr abgeraten. Verbraucher können den Käse problemlos an der Verkaufsstelle zurückgeben und erhalten den Kaufpreis zurück. Ob dies ohne Kassenbon möglich ist, darüber wurde keine Auskunft erteilt.

Der Hersteller Käserei Wilhelm Mack GmbH & Co. KG entschuldigte sich zudem bei den Verbrauchern „für die entstandenen Unannehmlichkeiten“.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa/Symbolbild

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