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Käse-Rückruf: fiese Bakterien gefunden – Unternehmen warnt vor Verzehr

Aktuell ist ein Käse von einem Rückruf betroffen. Verbraucher sollten das Produkt auf keinen Fall verzehren, warnt der Hersteller.

Dortmund – Das Unternehmen Cahill‘s Farm Cheese Ltd. ruft gleich zwei Sorten Käse zurück. Das Produkt ist sowohl online als auch über den Großhandel erhältlich und ist somit bundesweit im Umlauf.

BakterienListerien
FamilieListeriaceae
KlasseBacilli

Käse im Rückruf: Listerien wurden nachgewiesen – fiese Symptome möglich

In den Käsesorten des Herstellers wurden Listeria monocytogenes-Keime, auch bekannt als Listerien, nachgewiesen. Diese sind in erster Linie in tierischen Produkten zu finden, können durch falsche Bewässerung aber auch auf Obst und Gemüse auftauchen. Bei Aufnahme können Listerien starke Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie hohes Fieber hervorrufen.

Auch ein grippeähnlicher Krankheitsverlauf oder Magen-Darm-Beschwerden sind möglich. In Einzelfällen kann die Aufnahme von Listerien sogar lebensbedrohlich sein. Menschen mit Immunschwäche, Ältere, Kranke, kleine Kinder oder schwangere Frauen sind besonders gefährdet. Wer den Käse bereits verzehrt hat, sollte bei Symptomen einen Arzt aufsuchen.

Rückruf von Käse: Verbraucher sollten das Produkt nicht mehr essen

Diese Produkte sind von dem Rückruf betroffen:

  • Cahill´s Ireland Original Irish Whiskey, 200 Gramm
  • EAN: 5390274111768
  • Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): 20.09.2021 und 05.10.2021
  • LOT: 21110 und 21125
  • Cahill´s Ireland Original Irish Porter 145 Gramm
  • EAN: 5390274000826
  • MHD: 26.09.2021
  • LOT: 21116
Der Käse von Cahill‘s Farm Cheese wird zurückgerufen.

Der Hersteller warnt explizit davor, die betroffenen Produkte zu essen. Andere Chargen oder Losnummern des Käses werden nicht zurückgerufen. Das Produkt solle entweder selbst vernichtet werden oder beim Händler zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24 lesen).

Immer mehr Rückrufe in Deutschland: Daran liegt es

Inzwischen kommt es häufiger dazu, dass Produkte wegen eines Rückrufs aus dem Verkauf genommen werden. Das liegt allerdings nicht an der schlechten Qualität der Artikel.

Hersteller stehen aber wesentlich stärker in der Pflicht als früher. Jährlich werden über 500.000 Betriebe der rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen kontrolliert. Bei dem Wissen oder der Vermutung, dass Gefahr vom Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/Fabian Sommer/dpa; Collage: RUHR24

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