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Sparkasse „räumt auf“: Kunden müssen sich beim Online-Banking umstellen

Bei den Sparkassen gibt es derzeit viele Änderungen. Eine davon betrifft das Online-Banking: Millionen Nutzer müssen sich auf die Neuerung einstellen.

Berlin/Dortmund – Die Sparkasse wartet beim Online-Banking mit großen Änderungen auf, die Millionen von Kunden betreffen. Die Digitalisierung in Deutschland hinkt in zahlreichen Bereichen hinterher, doch viele Branchen bemühen sich nachzuziehen: Auch die Sparkassen in Deutschland wollen ihr digitales Angebot erweitern und verbessern.

FinanzgruppeSparkasse
Kundenrund 50 Millionen
Anzahl der Kreditinstitute376

Sparkasse: Änderung beim Online-Banking – Millionen Nutzer betroffen

An einigen Automaten kann bereits jetzt Bargeld mit dem Handy abgehoben werden. Nun gibt es zudem Änderungen der Sparkassen beim Online-Banking: Sie sollen die Nutzung verschiedener Funktionen erleichtern – für alle Generationen. Insbesondere ältere Kundinnen und Kunden stehen bei Online-Angeboten immer wieder vor Schwierigkeiten, wie kreiszeitung.de berichtet.

Das Sparkassen-Online-Banking wurde überarbeitet. Durch die Änderungen sind Millionen Kunden betroffen. Nach Auskunft der Sparkasse selbst fanden im Zuge der Optimierungen viele Wünsche von Kundinnen und Kunden Gehör bei der Umsetzung.

Vor allem die Benutzerfreundlichkeit des Online-Angebots soll sich verbessern: Unter anderem wird das Online-Angebot für den Webbrowser und die Sparkassen-App im Design angeglichen, das vereinfacht die Benutzung. Die App soll darüber hinaus weiter ausgebaut werden, um die Funktions- und Daten-Gleichheit zu steigern. Dies kann unter anderem Überweisungsvorlagen betreffen, aber auch andere Bereiche.

Sparkassen-Kunden müssen sich umstellen: Online-Banking ändert sich

Durch die Updates soll die Nutzung intuitiver werden, alle wesentlichen Funktionen der Sparkasse sollen auf einen Blick sichtbar sein. Das Design wird daher etwas „aufgeräumt“, die Bedienbarkeit steht im Fokus. Zu diesem Zweck gibt es unter anderem neue, schlankere Navigations- und Bedienelemente. Auch bei Zeilenabständen, Klick- und Touchflächen gibt es Änderungen bei Sparkasse, damit auch ältere Kunden die Funktionen einfach bedienen können.

Springer Professional berichtet, dass Nutzer in Umfragen zu knapp 80 Prozent Bewertungen zwischen „gut“ und „ausgezeichnet“ für das neue Online-Banking Design vergaben. Noch sind die Änderungen nicht überall eingeführt, bis Ende des Jahres 2022 soll die Einführung allerdings bei allen Sparkassen vollzogen werden.

Sparkasse online: Millionen Nutzer von Änderungen beim Online-Banking betroffen

Von den Änderungen bei der „Sparkasse online“ sind Millionen von Kundinnen und Kunden betroffen. Eine Studie der Beratungsfirma Barkow-Consulting hat laut Springer Professional ergeben, dass mittlerweile 25,9 Millionen Menschen die Mobile und Online-Banking Funktionen der Sparkasse nutzen. Einige Verbraucher wickeln ihre Überweisungen und Transaktionen dabei über den Browser ab, andere über die App. Insgesamt sind es über die Hälfte aller Sparkassen-Kundinnen und Kunden, die die Online-Funktionen nutzen.

Zwar greifen immer mehr Menschen auf Digital-Angebote zurück, doch es sind bei weitem nicht alle. Besonders für ältere Kundinnen und Kunden bleibt es wichtig, dass sich bestimmte Dinge nicht ändern: Die Möglichkeit, Bargeld am Schalter, statt am Bankautomaten abzuheben, ist vielen wichtig – um nur ein Beispiel zu nennen.

Zahlreiche Bankhäuser schränken diese Möglichkeit zunehmend ein, bei der Sparkasse soll das Bargeld vom Schalter indes noch nicht vor dem Aus stehen. Von den Sparkassen in Köln etwa hieß es: „In allen 116 Filialen haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, über die Kasse Geld abzuheben.“

Sparkassen-Kunden müssen sich erneut auf eine Änderung einstellen

Sparkassen mit weiteren Neuerungen bei der die EC-Karte – auch Negativzinsen betroffen

Doch es gibt noch weitere Veränderungen bei der Sparkasse, sie betreffen unter anderem die EC-Karte. Insgesamt steht die klassische Girocard zunehmend auf dem Abstellgleis. Laut Handelsblatt planen die Sparkassen, ihre Girokarte mit der Mastercard-Debitkarte zu kombinieren.

Das Ende der Girocard ist trotzdem noch nicht gekommen: In viele Behörden, Apotheken und ähnlichen Institutionen werden nach wie vor nur EC-Karten zum bargeldlosen Bezahlen akzeptiert. Nachteile gibt es bei ihnen vor allem bei der Nutzung im Ausland und bei Online-Einkäufen. Eigentlich gilt die EC-Karte nur in Deutschland, doch viele Kreditinstitute haben Partner, um die Verwendung auch im Ausland zu ermöglichen.

Änderungen gibt es zudem im Bereich der Negativzinsen: Verschiedene Sparkassen schaffen das Verwahrentgelt ab, zumindest vorerst. Dazu gehören unter anderem die Sparkassen in Mittelthüringen, Frankfurt oder Hamburg. In Niedersachsen hatte auch die Sparkasse Hannover Änderungen in Aussicht gestellt. Die Lage bei der Sparkasse bleibt dynamisch – in vielen Bereichen.

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