Gesundheit in Gefahr

Ikea-Produkt schneidet bei Stiftung Warentest mies ab und sorgt für Reaktion

Nach einer schlechten Bewertung von Stiftung Warentest reagiert Ikea jetzt heftig. Es geht um den Schutz der Gesundheit.

Dortmund – Kallax-Regale, Schreibtischstuhl Markus oder einfach ein paar Kerzen: Wer zu Ikea geht, der verlässt das Möbelhaus meist nicht mit leerem Einkaufswagen. Doch ein beliebtes Produkt wurde jetzt aus dem Sortiment genommen. Es ist gesundheitsgefährdend.

UnternehmenIkea
GründerIngvar Kamprad
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden

Ikea-Küchenarmatur kassiert nur „mangelhaft“ von Stiftung Warentest: Trinkwasser unsauber

Das ist sicherlich keine Bewertung, die dem schwedischen Möbelhaus Ikea in den Kram passt: Als Stiftung Warentest 15 Küchenarmaturen testete, belegte die des Möbelriesen nur den vorletzten Platz – mit einer Gesamtbewertung von 5,0 - mangelhaft.

Die Stiftung hat über 16 Wochen das Wasser, das aus den Wasserhähnen kam, auf Metalle und Halbmetalle wie Nickel, Blei oder Arsen überprüft. Der Grund für das schlechte Ikea-Ergebnis ist schockierend.

Ikea: Möbel-Unternehmen belegt nur vorletzten Platz bei Küchenarmatur-Test – Nickel im Trinkwasser

Die getestete Küchenarmatur Nyvattnet gab auch 16 Wochen nach Installation noch mehr Nickel ab, als im deutschen Trinkwasser erlaubt ist. Der Stoff kommt meist aus der Chrom-Nickelschicht (mehr Testberichte bei RUHR24).

Zwar könne bei guter Trinkqualität und wenn man das Wasser vor Verzehr etwas laufen lässt, es trotzdem getrunken werden. Jedoch stellt ein hoher Anteil des Schadstoffs ein Gesundheitsrisiko für Menschen mit einer Nickel-Allergie dar.

Ikea nimmt eine Küchenarmatur aus dem Sortiment – der Grund ist eine schlechte Bewertung von Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Küchenarmaturen im Test – Ikea-Produkt bekommt mangelhaft nach Gesundheitsgefahr

Selbst durch Trinken kann ein Hautausschlag entstehen. Neben der Küchenarmatur von Ikea, zeigte auch das Wasser, das aus dem Hahn von Grohe kam, einen hohen Nickel-Anteil vor.

Immerhin: Sowohl bei der Küchenarmatur von Ikea als auch bei der von Grohe waren die Mengen von Arsen, Bismut oder Antimon unbedenklich. Das sind die Verlierer im Trinkwasser-Test – alle Gewinner und Verlierer gibt es bei Stiftung Warentest (Bezahlartikel):

  • Mida HD Chrome von Blanco (4,0)
  • Nyvattnet von Ikea (5,0)
  • Minta von Grohe (5,5)

Ikea reagiert nach Küchenarmaturen-Test: Möbelriese zieht drastische Konsequenz – Produkt aus Sortiment

Diese Bewertung konnte der Möbelriese Ikea offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Der Möbelriese zieht jetzt eine drastische Konsequenz.

Auf giga-Nachfrage verriet das schwedische Unternehmen, dass die Küchenarmatur Nyvattnet vorsorglich aus dem Programm genommen wurde. In den kommenden Wochen sollen weitere Tests und die erneute Prüfung folgen.

Reaktion auf Stiftung Warentest: Ikea nimmt nach unsauberem Trinkwasser Produkt aus dem Sortiment

Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr nimmt Ikea Artikel aus dem Sortiment – erst im Juli flogen 600 Produkte beim schwedischen Möbelriesen raus. Der Grund dafür war allerdings keine schlechte Bewertung von Stiftung Warentest, sondern die Corona-Krise.

Dieses Mal allerdings reagiert Ikea auf ein schlechtes Testergebnis. Und ist damit nicht allein: Nachdem das Mineralwasser „Marius Quelle Classic, Sachsenheim“ von Öko-Test die Note mangelhaft bekommen hatte – es kam Bor im Wasser vor – hat das Unternehmen auf RUHR24-Nachfrage geantwortet. Jedoch nicht mit einem Rückruf, sondern mit einer Klarstellung.

„In unserem Produkt Marius Quelle Classic sind 0,56 mg/l Bor enthalten. Dieser Wert liegt weit unter den von der deutsche Mineral- und Tafelwasser-Verordnung sowie der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Grenzwerten und ist deswegen unbedenklich.“

Rubriklistenbild: © Anika Hinz/RUHR24

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