Bild: Florian Forth/RUHR24

Im Kampf gegen Verschwendung hat Ikea das sogenannte Zweite-Chance-Programm ins Leben gerufen. Kunden können dabei ihre gebrauchten Möbel zurückgeben, die anschließend wieder verkauft werden.

  • Als Dank gibt es einen Gutschein.
  • Ikea testete das Möbel-Recycling fast ein Jahr in ausgewählten Filialen.

Was die schwedische Möbelkette Ikea für ihre Kunden ab dem 15. Juli (Montag) anbietet, ist nur zeitgemäß. Sie können ab dann an allen Standorten in Deutschland gebrauchte Möbel zurückgeben und bekommen dafür eine Guthabenkarte. Der Konzern sorgt mit dieser und anderen innovativen Ideen immer wieder für Schlagzeilen. Erst Ende des vergangenen Jahres teilten die Schweden mit, Möbel vermieten zu wollen.

Ikea verkauft gebrauchte Möbel vor Ort

Ikea teilte am Montag (8. Juli) mit, dass das Zweite-Chance-Programm ab Mitte des Monats bundesweit starten soll. Zuvor führte der Konzern einen zehnmonatigen Rückkauf-Test in fünf Einrichtungshäusern in ganz Deutschland durch. Filialen in Berlin-Lichtenberg, Hannover EXPO-Park, Siegen, Würzburg und Kaarst waren daran beteiligt.

Ikea. Foto: dpa
Kunden können bald gebrauchte Möbel bundesweit zurückgeben. Foto: dpa

Bei dem Test seien laut Angaben des Möbelkonzerns vor allem Klassiker wie das Billy-Regal, Kommoden und kleinere Stücke wie Stühle beliebt gewesen. Die meisten gebrauchten Möbel hätten innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer gefunden. Wie viele Möbel während der Testphase zurückgegeben und wieder verkauft wurden, gibt Ikea allerdings nicht preis.

So funktioniert der Service

Wer den Recycling-Service nutzen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Ikea nimmt nämlich nur gebrauchte Möbel in gutem Zustand zurück. Ob die Stücke, die man zurückgeben will, den Anforderungen entsprechen, kann man auf der Website von Ikea checken.

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Nachdem man dort den Zustand des entsprechenden Stücks angibt, macht die Seite einen Preisvorschlag. Ist man damit einverstanden, kann man das Produkt zusammengebaut (ganz wichtig!) im nächsten Ikea-Standort abgeben. Vor Ort werden die Möbel allerdings noch mal auf ihre Qualität überprüft. Erst danach gibt es die Guthabenkarte.

Ikea ist das erste Einrichtungshaus in Deutschland mit dieser Idee. Jüngst sorgte diese Möbel-Kette für Aufruhr, als sie dem schwedischen Konzern ordentlich Druck machte.