Überall ausverkauft

Ikea löst mit neuer Produkt-Serie Hype aus – inklusive Kunden-Ansturm und Ärger

Seit diesem Sommer verkauft Ikea ein neues Geschirr mit dem Namen "Gladelig". Das Produkt wurde schnell zum Trend und hat einen wahren Ansturm ausgelöst.
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Seit diesem Sommer verkauft Ikea ein neues Geschirr mit dem Namen "Gladelig". Das Produkt wurde schnell zum Trend und hat einen wahren Ansturm ausgelöst.

Ikea hat im Sommer 2020 neue Produkte herausgebracht, die nach kürzester Zeit ausverkauft waren. Die Kunden sind sauer.

  • Ikea hat im Sommer 2020 sein Sortiment um viele neue Produkte erweitert.
  • Unter anderem ist die trendige Gladelig-Serie dazu gekommen, die nun für einen enormen Ansturm sorgt.
  • Es ist nicht das erste Mal, dass Ikea-Produkte für so einen Hype sorgen.

Dortmund - Dass sich Ikea-Produkte großer Beliebtheit erfreuen, ist kein Geheimnis. Billy, Kallax und Lack gehören zu den meistgekauften Möbelstücken aller Zeiten. Für viele Menschen ist der Schwede die erste Anlaufstelle in Sachen Einrichtung und Wohn-Accessoires. Vor allem, weil das Unternehmen gerne mit den Trends geht. Mehrere hippe, neue Küchen-Produkte sorgen momentan für extra viel Aufregung.

Unternehmen

Ikea

Gründer

Ingvar Kamprad

Gründung

28. Juli 1943, Älmhult, Schweden

Umsatz

41,3 Milliarden EUR

Ikea: Neue Produkte sorgen für extremen Hype - sie sind überall ausverkauft

Hellgraues Geschirr mit abgesetztem goldenem Rand  - mehr braucht es offenbar nicht, um Ikea-Kunden in Deutschland zu begeistern und in helle Aufregung zu versetzen.

"Gladelig", so der Name des neuen Geschirrs, ist seit diesem Sommer im Sortiment und zu gewohnt günstigen Ikea-Preisen zu haben. So jedenfalls die Theorie. Denn die Teller, Schüsseln und Platten sind überall ausverkauft. Und im Online-Shop ist Gladelig erst gar nicht verfügbar. Die Kunden ärgern sich. (alle Service-Artikel bei RUHR24.de)

Ikea: Gladelig-Geschirr ist kaum zu bekommen - verkauft wird es nur in den Einrichtungshäusern

"Das Geschirr ist auf der Homepage aber nicht verfügbar, oder? Hab es in Ulm leider nicht gesehen" - Kommentare wie diese sind auf dem Instagram-Account von Ikea keine Seltenheit. 

Warum man Gladelig nicht bestellen kann, erklärt das Unternehmen nicht. "Nein, die gibt es nur im Einrichtungshaus", so die kurze Antwort des Möbelhauses. 

Ikea: Ungewöhnlicher Schritt des Schweden - Geschirr wird normalerweise online verkauft

Eigentlich ein ungewöhnlicher Schritt, denn normalerweise verkauft Ikea sein Geschirr auch im Onlineshop und nicht nur vor Ort in den Filialen. Will man mit Gladelig etwa ein bisschen Exklusivität herzaubern? Erreichen, dass es nicht jeder kaufen kann? Bewusst einen Hype auslösen?

Zumindest auf Instagram hat es das schwedische Unternehmen bereits geschafft, einen regelrechten Hype auszulösen. Eine Influencerin aus dem Ruhrgebiet fuhr vergangene Woche sogar bis nach Wuppertal, um das Geschirr zu kaufen. Überall sonst war Gladelig restlos ausverkauft

Wegen des Coronavirus hatte Ikea lange Zeit geschlossen. Die Nachfrage im Onlineshop stieg deswegen rasant an. Das Geschirr "Gladelig" ist online aber nicht zu bekommen.

Ikea: Kunden können online checken, ob Gladelig im Einrichtungshaus verfügbar ist oder nicht

Immerhin: Kunden können auf der Ikea-Website checken, ob das gewünschte Produkt im Stamm-Einrichtungshaus verfügbar ist. Sollte es das nicht sein, kann man ganz einfach ein anderes der insgesamt 53 Einrichtungshäuser auswählen. 

Wer an der niederländischen Grenze wohnt, könnte sein Glück außerdem im Nachbarland versuchen. Auch dort ist Gladelig seit dem Sommer erhältlich. Auf Instagram hat ein Post mit Tellern und Schüsseln der beliebten Reihe bereits über 4200 Likes und mehr als 250 Kommentare. Ein internationaler Kassenschlager sozusagen. Doch wieso ist der Hype überhaupt so groß?

Ikea: Beliebtes Geschirr ist ein Trendprodukt für Influencer in den sozialen Medien

Zum einen hat Ikea, dessen neue Filialen laut Merkur.de einer Revolution gleichkommen*, vergleichsweise günstige Preise. Zum anderen handelt es sich bei Gladelig um ein hippes Trendprodukt im derzeit besonders angesagten minimalistischen Design. Möglichst wenig Schnickschnack und klare Farben. Ikea selbst spricht bei Gladelig vom "Handwerkslook" - ein bisschen rustikal, aber trotzdem klassisch. 

In den sozialen Netzwerken kommt das Design wahrscheinlich deshalb gut an, weil viele Influencer gerne ihr Essen fotografieren und es beispielsweise auf Instagram mit ihren Followern teilen. 

Das Geschirr "Gladelig" von Ikea eignet sich besonders gut für ästhetische Fotos.

Ikea: Geschirr ist ziemlich günstig, aber in vielen Filialen ausverkauft 

Teller mit Blumen, Smiley oder Tieren drauf? Klingt nicht gerade ästhetisch. Dazu kommt, dass vergleichbare Geschirr-Services deutlich mehr kosten. Vier Teller der Gladelig-Serie kosten gerade mal 12,66 Euro. Doch was bringt einem der geringe Preis, wenn man das Geschirr nicht kaufen kann?

Im Dortmunder Ikea beispielsweise sind die Teller und Schüsseln vorerst restlos ausverkauft. "Wir rechnen damit, dass dieses Produkt zwischen dem 30.09.2020 und 07.10.2020 wieder vorrätig ist. Bitte versuche es in einem anderen Einrichtungshaus", heißt es auf der Website.

Gleichzeitig steht dort der Hinweis, dass das Produkt "nicht geliefert" werden könne (Stand 30. August). Ob sich das zeitnah ändern wird, bleibt abzuwarten.

Video: Das Ikea-Lexikon erklärt auf: Das steckt hinter den Produkt-Namen

Ikea: Gladelig-Geschirr ist nicht das erste Produkt, das für Furore sorgt

Gladelig ist nicht das erste Ikea-Produkt, das für Furore sorgt. Der kleine Tisch mit dem prägnanten Namen "Lövbacken" sorgte zuletzt für Aufruhr, weil das schwedische Auktionshauses Barnaby's prognostizierte, das Stück könne im Jahre 2040 zwischen 6000 und 8000 Euro wert sein. Grund dafür sei das Alter des Tisches.

Lövbacken war bereits in den 50ern schon mal im Sortiment bei Ikea. Damals allerdings noch unter dem Namen "Lövet" (Schwedisch für Blatt). Im Rahmen einer Jubiläumskollektion ist Lövet dann noch einmal ins Sortiment aufgenommen worden.

Ob der Preis des Abstelltisches wirklich so heftig ansteigen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin ist Lövbacken anders als das Gladelig-Geschirr wenigstens im Onlineshop verfügbar. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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