Neues Konzept für Möbel-Riesen

Neue Ikea-Filialen eröffnet: das Konzept überrascht die Kunden

Ikea kennen viele Kunden als riesigen Möbel-Container. Doch die großen Filialen könnten bald Geschichte sein. 
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Ikea kennen viele Kunden als riesigen Möbel-Container. Doch die großen Filialen könnten bald Geschichte sein. 

Das dürfte viele Kunden von Ikea überraschen. Das Möbelhaus eröffnet neue Filialen in Deutschland und fährt dabei einen reduzierten Kurs. 

  • Ikea verbinden viele neben den Möbel-Designs und Köttbullar eben auch mit den großen Filialen.
  • Jetzt geht der Möbelriese in Deutschland einen drastischen Schritt.
  • Die großen Filialen sind zukünftig kein Muss mehr für Ikea.

Berlin/Deutschland - Sich in einer Filiale von Ikea zu verlaufen ist bei den riesigen Möbelhäusern gar nicht so unwahrscheinlich. Den Einzelhändler mit dem blau gelben Logo verbinden viele mit seinen großen, containerartigen Stores. Ändert sich dieses Image bald?

Unternehmen

Ikea

Gründer

Ingvar Kamprad

Gründung

28. Juli 1943, Älmhult, Schweden

Zentrale

Delft, Niederlande

Neues Konzept und Revolution: Ikea eröffnet bald auch kleinere Stores

Vielleicht, denn der schwedische Möbelhändler verabschiedet sich offenbar von der Strategie, ausschließlich große Filialen eröffnen zu wollen. Stattdessen verändert Ikea die Größe seiner Läden radikal, wie Merkur berichtet. Der Grund: Man wolle auf veränderte Gewohnheiten der Kunden reagieren.

Statt den halben Samstag im Möbelhaus zu verbringen, soll man in einer neuen Ikea-Filiale locker durch spazieren können. Sie ist nur 450 Quadratmeter groß und eröffnete bereits am 1. September in Berlin-Pankow.

Änderung für Kunden: Ikea eröffnet seine bislang kleinste Filiale

Zum Vergleich: Der nahe gelegene Ikea-Store in Tempelhof bietet dagegen 35.000 Quadratmeter Fläche und ist damit knapp 77-mal so groß. Die neue Filiale in Berlin ist damit der bislang kleinste Ikea in Deutschland.

"Wir sehen, dass sich Kundenverhalten und -bedürfnisse gewandelt haben. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte, immer weniger Menschen besitzen ein Auto", heißt es von Ikea in einer Pressemitteilung. Im innerstädtischen Raum will die schwedische Kette "zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar" sein.

Ikea setzt auf drastische Änderungen und plant, noch mehr Filialen zu eröffnen

Setzt sich das Konzept der kleinen Ikea-Filialen bald überall durch? Erstmal ist diese Änderung wohl nur für Großstädte angedacht. Berlin sei eine von 40 Metropolen weltweit, in denen die neue Strategie erprobt wird, um "den Fokus künftig auf Metropolregionen und Innenstädte zu legen."

Doch bei einer kleinen Filiale in der Hauptstadt soll es laut Ikea längst nicht bleiben. Bis Ende 2021 sollen in Berlin und Brandenburg noch bis zu fünf kleiner Stores, die auch Planungsstudios genannt werden, eröffnen, wie der Tagesspiegel berichtet.

Ikea-Filialen kennt man durch seine großen Beispiel-Wohnwelten. In den neuen Stores fehlen diese.

Ikea: So soll das neue Konzept für die Filialen in der Realität aussehen

Doch was wird in den verkleinerten Stores von Ikea überhaupt geboten? Die Planungsstudios sollen laut Unternehmen überwiegend mit Terminvergaben arbeiten, um zu den Themen Küchen, Schränke und mehr zu beraten. Doch auch spontane Besuche sollen grundsätzlich möglich sein.

"Im Gegensatz zu dem bekannten Format des Einrichtungshauses wird in den Planning Studios nicht das gesamte Sortiment gezeigt. Ausgewählte Teile des IKEA Kernsortiments in Kombination mit ergänzenden Produkten werden auf inspirative Weise präsentiert", so Ikea.

Innenstadt-Ikea bald auch im Pott? In Essen funktioniert das Konzept

Bereits Anfang des Jahres kündigte Ikea  an, sein Konzept auch verstärkt in Innenstädte zu verlagern. So manchen Leerstand im Ruhrgebiet könnte der schwedische Möbelhändler damit wieder beleben. In Essen funktioniert der Ikea in der Innenstadt bereits: Dort ist ein Möbelhaus schon lange sehr zentral gelegen.

Die neuen, kleineren Filialen sind allerdings nicht die einzige Veränderung, auf die Kunden des Möbelriesen sich einstellen müssen. Auch der Katalog von Ikea soll nicht mehr erscheinen, wie bisher gewohnt. Der Grund dafür ist die hohe Belastung für die Umwelt, die das Unternehmen schlichtweg vermeiden möchte.