Blumen-Debatte erhitzt Gemüter

Ikea: Frühlings-Aktion sorgt für Kosten-Debatte unter Kunden

Nach weißer Winterlandschaft bahnt sich jetzt das Grün des Frühlings an. Deswegen startet das Möbelhaus Ikea eine besondere Aktion – und löst eine Debatte aus.

Deutschland – Die Schneemassen sind von den Straßen und der Frühling kommt jetzt mit voller Wucht – das Wetter in NRW soll sogar von einem Temperatur-Phänomen bestimmt werden. Das Möbelhaus Ikea reagiert und läutet mit einem besonderen Hinweis jetzt auch die warme Jahreszeit ein. Doch einige Kunden äußern ihren Frust.

MöbelhausIkea
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden
GründerIngvar Kamprad
HauptsitzDelft, Niederlande

Ikea: Zoff auf Facebook – Kunden bemängeln bei Frühlingsaktion das neue System „Click & Collect“

Ob Monstera, Ficus, Kakteen oder andere Zimmerpflanzen. Der Frühling naht und es wird Zeit wieder Farbe in die eigenen vier Wände zu bringen. Auch bei Ikea freut man sich offenbar auf „Frühlingsgefühle“.

Am schnellsten ginge das mit „frischen Pflanzen in der Wohnung“, so schrieb der Möbel-Riese auf Facebook und warb: „Unsere große Auswahl an Topfpflanzen lässt sich jetzt ganz bequem per Click und Collect bestellen“ (alle News zu Ikea auf RUHR24.de).

Ikea-Aktion zum Frühling: Kritik an „Click und Collect“ auf Facebook

Click und Collect“ ist eine neue Methode, um im Corona-Lockdown trotzdem noch beliebte Ikea-Verkaufsschlager wie das Kalax-Regal, den Pax-Kleiderschrank oder eben Dekoration kaufen zu können. Zum letzteren zählen sicherlich auch die Zimmerpflanzen und deren Pflegeutensilien, wobei Ikea erst kürzlich wegen eines Pflanzengift-Skandals einen drastischen Schritt gehen musste.

In Zeiten, in denen das Einkaufen in Geschäften nicht mehr möglich ist, bekommen Kunden immerhin ein bisschen Shopping-Flair, wenn sie ihre bestellte Ware abholen. Und das Angebot von Ikea kommt gut an. Unter den Facebook-Post zu den Zimmerpflanzen kommentierte eine Userin: „Ganz großes Lob an Ikea, Regal bestellt, Bestätigung sofort bekommen zu meinem Wunschabholtermin, hingefahren, Bestellnummer angegeben, Ware war sofort da, heimgefahren.“

Ikea läutet den Frühling mit Pflanzen-Aktion ein: Doch Kunden schießen gegen „Click und Collect“

Doch so voll des Lobes sind nicht alle Stimmen. Eine Nutzerin bemängelte beispielsweise, dass die Gebühr von zehn Euro, die bei „Click und Collect“ anfällt, für Kleinteile, wie zum Beispiel Blumen, „zu viel“ sei. „Die Verhältnismäßigkeit passt hier nicht.“

Weitere Facebook-User nannten diese Gebühr trotz Selbstabholung „dreist“ und eine „Frechheit“. Es ist nicht das erste Mal, dass das Ikea-Angebot „Click & Collect“ in der Kritik steht.

Ikea: Doppel-Zoff nach Facebook-Post – Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Aktion infrage gestellt

Offenbar ist die Ikea-Community hier zweigeteilter Meinung was die „Click und Collect“-Gebühr angeht. Denn ein Großteil hält die Gebühr insbesondere bei einer Bestellung für Dekoration für angemessen. Ein Nutzer kommentierte: „Kleinkram muss zusammen gesammelt werden in den Abteilungen. Und zehn Euro für den Service finde ich nun wirklich nicht zu viel.“

Über „Click und Collect“ diskutieren die Ikea-Kunden. Anlass zur Debatte ist die Gebühr von zehn Euro.

Außerdem könne man besagte Kleinteile „später kaufen oder sogar secondhand“, ist eine Kommentatorin der Meinung. Und läutete damit einen weiteren Kritikpunkt ein. Denn wenn Ikea den Frühling schon mit bunten Pflanzen einläuten will, sind einige Kunden der Meinung, dies solle auch nachhaltig geschehen.

Ikea-Aktion zum Frühling: Kunden fragen nach Herkunft der Pflanzen

„Mich würde interessieren von wo ihr eure Grünpflanzen bezieht. Gerade die nicht einheimischen und wie diese angebaut werden. Kann man das eventuell auf eurer Homepage oder so nachvollziehen bzw. nachlesen“, fragte eine Kundin unter dem Facebook-Post bei Ikea nach. Eine weitere meinte dazu, dass man nicht mit regionaler Pflanzenkultur werben sollte, wenn zehn Prozent aus Deutschland kommen würden.

Der Konzern antwortete direkt auf die Nachfrage: „Wir versuchen unsere Grünpflanzen so lokal wie möglich zu beziehen, deshalb werden sie hauptsächlich in derselben Region produziert, in der sie dann auch verkauft werden. Für Europa wird die Mehrheit unserer Pflanzen in den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Deutschland angebaut“ erklärte Ikea.

Der Möbel-Riese jedenfalls scheint gerüstet zu sein, einen bunten Frühling einzuläuten. Auch die Kunden können sich ausrüsten, sofern sie dazu bereit sind, die „Click und Collect“-Gebühr zu zahlen und es mit ihrem grünen Gewissen vereinbar ist.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/Frank Rumpenhorst/dpa; Collage:RUHR24

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