Probleme rund um Jahreswechsel

Während Corona-Lockdown: Ikea-Angebot verärgert Kunden

Ikea-Filiale in Dortmund
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Trotz Corona-Lockdown will Ikea den Möbelverkauf nicht komplett einstellen.

Ikea will auch im Lockdown für die Kunden da sein. Doch jetzt gibt es wegen der Corona-Regeln Ärger für das Möbelhaus.

Dortmund - Für das Möbelhaus Ikea scheint es aktuell im Lockdown alles andere als rund zu laufen. Anstatt sich über zufriedene Kunden freuen zu können, laufen viele Konsumenten aktuell Sturm gegen das Möbelhaus.

UnternehmenIkea
GründerIngvar Kamprad
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden
CEOJesper Brodin (1. Sept. 2017–)
HauptsitzDelft, Niederlande
DachorganisationIngka Foundation

Ikea-Ärger für Kunden im Lockdown: Beschwerden über „Click & Collect“-Option von Möbelhaus

Die Filialen von Ikea sind aufgrund des Lockdowns derzeit geschlossen. Lediglich um bestellte Artikel per „Click & Collect“-Bestellung abzuholen, können Kunden die Geschäfte betreten. Doch diese Variante verärgert nun zahlreiche Besucher.

Die Ware online bestellen und dann im nahe gelegenen Laden direkt abholen - dieses sogenannte „Click & Collect“-System bieten aktuell auch im Ruhrpark Bochum viele Geschäfte an.

Da das Paket nicht individuell nach Hause gebracht werden muss, bieten einige Unternehmen eine kostenlose oder sehr günstige Lieferung an. Bei Ikea sieht das allerdings anders aus - zum Unmut der Kunden.

Ikea: Möbelhaus reagiert auf Corona-Maßnahmen - Erfahrungen von Kunden unterschiedlich

Auf Instagram häufen sich aktuell Beschwerden über die Corona-Maßnahmen, mit denen das Möbelhaus eigentlich den Kunden helfen wollte. Ein Kritikpunkt dabei sind die vergleichsweise hohen Kosten, die Kunden zahlen sollen, um ihre gekauften Artikel vor Ort abzuholen. Momentan berechnet das schwedische Unternehmen für den Service etwa zehn Euro pro Bestellung, wie es auf der Homepage heißt. Bis Ende des Jahres sind es wegen der Mehrwertsteuer-Senkung noch 9,75 Euro.

„Ich finde es unmöglich, für das Selbstabholen zu zahlen“, meint eine Instagram-Nutzerin. Und weiter: „Zahlen dafür, dass ich bei euch einkaufe und zusätzlich den Weg fahren muss... Lieber warten bis wieder alles aufhat“, lautet ihr Fazit. Und mit der Meinung ist sie nicht alleine. „Dieses Jahr wollte ich mich für Click & Collect entscheiden, aber 9,75 Euro dafür zu verlangen, ist echt happig“, meint eine andere Userin.

Kunden können im Lockdown beim Möbelhaus Ikea nur online einkaufen.

Allerdings gibt es auch Kunden, die mit der Option bislang zufrieden sind. „Wir waren in Kiel und haben über Click & Collect unsere Sachen abgeholt, hat super geklappt“, berichtet eine Person. „Das ist wirklich eine tolle Sache, dass man vor Ort abholen kann“, meint eine Instagram-Nutzerin. Auch im Ruhrgebiet hat eine Kundin mit dieser Variante bereits gute Erfahrungen gemacht. „Das Click & Collect in Kamen hat sehr gut geklappt. Sehr gute Idee, wie sie es machen. Ganz ohne aussteigen und anstehen.“

Neben „Click & Collect“ - weiterer Ärger für Möbelhaus Ikea

Doch die „Click & Collect“-Kosten bleiben nicht der einzige Kritikpunkt. Mehrfach kritisieren Kunden unter einem Instagram-Beitrag, dass sie seit längerer Zeit auf eine Antwort vom Online-Kundenservice warten. Seitens Ikea gibt es daraufhin den Hinweis, es mal über eine Facebook-Nachricht zu probieren.

Ein weiteres Problem sehen viele Kunden außerdem bei ihrem Ikea-Adventskalender. Das Produkt erfreut sich in der Zeit vor Weihnachten oft großer Beliebtheit, was auch an dem Gutschein liegt, der darin enthalten ist. Diesen Gutschein können die Besitzer allerdings aktuell nicht einlösen, da dies nicht online, sondern nur in den Filialen möglich ist.

Personen, die aktuell nach neuen Möbeln und Deko-Artikeln suchen, müssen bei Ikea wie auch in anderen Geschäften momentan mit Einschränkungen rechnen. So kann sich laut den Berichten einiger Kunden die Lieferung verzögern und die Auswahl der Artikel online beschränkt sein.

Im Video: Wegen Coronavirus - Ikea schließt alle Filialen in Deutschland

Nicht nur Ärger: Zahlreiche Kunden verteidigen Ikea auf Instagram

Aber nicht nur wütende Kunden melden sich zu Wort. Zahlreiche Fans springen dem schwedischen Unternehmen zur Seite und zeigen Verständnis für die aktuelle Situation. „Es ist wirklich toll, dass ihr euch im Social-Media-Bereich so viel Mühe gebt“, lobt eine Nutzerin die Arbeit der Ikea-Mitarbeiter. Eine andere Person pflichtet ihr bei und schreibt „Jede Firma hat mit der momentanen Situation zu kämpfen“.

Auch eine andere Userin ist dieser Meinung und kann den Ärger vieler Kunden nicht verstehen. „Liebe Leute hört endlich auf, zu meckern. Es sind doch auch nur Menschen, die ihr Bestes geben. Wartet einfach mit manchen Einkäufen und behaltet euren Frust für euch“, mahnt sie.

Lange müssen Kunden, die lieber in den Filialen von Ikea einkaufen wollen, vermutlich nicht mehr warten. Nach aktuellem Stand soll das Möbelhaus ab dem 10. Januar 2021 wieder öffnen. Das hängt aber natürlich davon ab, ob der aktuelle harte Lockdown verlängert wird oder nicht.

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