Heimat für Mecki

Igel im Garten füttern: Sieben Tipps helfen den Tieren

Wenn man seinen Garten Igel-freundlich gestaltet, findet der Nützling dort den idealen Lebensraum und verputzt zum Dank zahlreiche Schnecken.

Dortmund – Der Herbst ist der Zeitpunkt für den Igel, um sich Reserven für den Winterschlaf zu futtern. Schnecken und Insekten findet der kleine Nützling im Garten in der Regel erstmal genug, aber für einen wärmeren Unterschlupf, der sie vor Feinden schützt, können sie die menschliche Hilfe gut gebrauchen, berichtet 24garten.de.

Im Garten kann man Igeln kann einfach helfen.

Igel anlocken: Sieben Tipps für den tierfreundlichen Garten

Ab Mitte November bis in den März oder April verschlafen Igel die kalte Jahreszeit in einem Winterquartier. Bei milden Temperaturen werden sie manchmal auch zwischenzeitlich wach und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Damit sie diese auch vorfinden, ist es sinnvoll, den Garten schon das ganze Jahr über tierfreundlich zu gestalten.

Der Naturschutzbund Deutschland hat eine Menge Vorschläge, wie man die Igel in den Garten lockt und ihnen dort einen guten Lebensraum bietet:

  • 1. Ein Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub bietet den Tieren einen Unterschlupf. Auch sogenannte, mit Laub gefüllte Igelhäuser werden gerne angenommen.
  • 2. Insektenfreundliche Pflanzen vergrößern das Nahrungsangebot der Igel, auch wenn er im Winter wach wird und insgesamt weniger vorfindet. Im Herbst bieten sich Staudenbeete mit Anemonen, Schafgarbe, Fetthenne oder Storchschnabel an.
  • 3. Zugang zum Garten bieten: Mehrere bodennahe kleine Lücken im Zaun ermöglichen den Tieren, in und aus dem Garten zu schlüpfen.
  • 4. Umsicht bei der Gartenarbeit: Wenn überhaupt sollte man beim Mähen, Laubsaugen oder Hecken schneiden vorsichtig sein sowie Laub- oder Reisighaufen ab November nicht mehr umschichten. Stattdessen lieber ein bisschen Unkraut, Gräser und Laubhaufen stehen lassen.
  • 5. Fallen aller Art, wie Kellerschächte, Gruben können den Tieren zum Verhängnis werden und sollten daher regelmäßig kontrolliert oder am besten abgedeckt werden.
  • 6. Nicht nur Futter, auch Wasser anbieten: Die Trinkschale oder ein kleiner Teich sollten so gestaltet sein, dass die Tiere nicht hineinfallen. Wichtig ist auch die tägliche Reinigung der Tränken.
  • 7. Bei der Schädlingsbekämpfung unnötige Chemie im Garten vermeiden und stattdessen auf natürliche Maßnahmen zurückgreifen.

Übrigens, wenn man in milden Wintern noch Igel auf der Suche nach Nahrung sichtet, sollte man diese am besten in Ruhe lassen. Nur auffallend unterernährte oder kranke Tiere sind ein Fall für eine Igelberatungsstelle oder Igelstation. Unterkühlte Igel wärmt man mit einer lauwarmen Wärmflasche, die man mit einem Handtuch umwickelt.

Rubriklistenbild: © F. Hecker/Imago

Mehr zum Thema