Blähton

Topfpflanze schimmelt? Grund für den weißen Belag ist nicht so wie gedacht

Wer Blähton statt Blumenerde verwendet, kennt das Phänomen vielleicht: Nach einiger Zeit kann sich ein unschöner weißer Belag darauf bilden.

Deutschland – Wenn die bunten Blumen im Garten in der kalten Jahreszeit verblüht sind, bringen Zimmerpflanzen etwas Farbe auf die Fensterbank. Bestimmte Pflanzen bevorzugen statt Blumenerde eine Hydrokultur. Auf den braunen Kügelchen des Substrats kann sich ein weißer Belag bilden. RUHR24 erklärt, was es damit auf sich hat.

Topfpflanzen: Weißer Belag auf der Hydrokultur – Schimmel, oder nicht?

Der Name Hydrokultur beinhaltet den Begriff Wasser (Hydro = Wasser). Die Bezeichnung meint, dass die Pflanzen in Wasser kultiviert werden. Denn Pflanzen benötigen nicht unbedingt Erde, um gedeihen zu können.

Stattdessen bietet sich für einige Topfpflanzen eine Hydrokultur mit Blähton an. Dabei geben die Blähton-Kugeln den Pflanzen Halt und über eine Nährlösung erhalten sie ihre Nährstoffe.

Auf den Blähton-Kugeln bildet sich nach einiger Zeit nicht selten ein weißer Belag. Viele Pflanzenbesitzer denken beim Anblick der weiß gefärbten Hydrokultur als Erstes an Schimmel. Tatsächlich ist der Grund für die Verfärbung aber völlig harmlos (Garten-News auf RUHR24).

Zimmerpflanzen: Weißer Belag im Blumentopf – der Grund ist völlig harmlos

Wie ein Experte für Hydrokultur gegenüber Öko-Test erklärt, handelt es sich bei dem Belag um Salzreste der Nährstofflösung. Diese wird in den Blähton-Kugeln gespeichert und langsam abgegeben. Weiter führt der Experte aus, auf Blähton könne gar kein Schimmel entstehen, da es sich nicht um organisches Material handele.

Die Ablagerungen sind demnach völlig harmlos. Wen sie optisch störe, der könne die oberste Schicht des Substrats einfach waschen, rät Öko-Test.

Pflanzen mit Wurzeln und Blähton – auf den Kugeln bildet sich häufig ein weißer Belag. (Symbolbild)

Blähton statt Blumenerde: Diese Zimmerpflanzen sind ideal für Hydrokultur

Laut Mein-schöner-Garten.de kann grundsätzlich jede Pflanze statt in Blumenerde in Wasser kultiviert werden. Besonders gut geeignet für die Hydrokultur sind laut den Garten-Experten beispielsweise diese beliebten Zimmerpflanzen:

Ein Vorteil einer solchen Hydrokultur ist es, dass die Pflanzen seltener gegossen werden müssen. Auch Staunässe und Pilzkrankheiten sind kein Problem. Daher eignet sich Hydrokultur beispielsweise auch für Zimmerpflanzen in Büroräumen oder Arztpraxen perfekt.

Rubriklistenbild: © Firn/dpa; Collage: RUHR24

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