Vorsicht geboten

Hyazinthen sind giftig: Menschen und Tiere müssen im Garten vorsichtig sein

Hyazinthen sind zwar schön, können aber auch gefährlich werden. Deshalb sollten Hobbygärtner aufpassen.

Dortmund – Hyazinthen gehören zu den Klassikern in deutschen Gärten. Für Menschen und Tiere ist die Pflanze allerdings nicht ganz ungefährlich. Vor allem bei Kindern kann das Verschlucken der Blüten und Blätter ernste Probleme verursachen.

PflanzeHyazinthen
Wissenschaftlicher NameHyacinthus
FamilieSpargelgewächse

Hyazinthen sind giftig: Schwere Nebenwirkungen nach dem Verzehr

Aufgrund des Giftstoffs Salizylsäure in den Blättern und im Blütenstiel kann es nach dem Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen kommen, wie gartenjournal.net berichtet. Wer schwere Symptome erleidet, muss mit Nierenschäden und Lähmungserscheinungen rechnen. Sobald die Zwiebel der Pflanze verschluckt wird, können dieselben Symptome auftreten (mehr Garten-News auf RUHR24).

Auch Hautreizungen und Entzündungen gelten als typisches Anzeichen für eine Vergiftung. Diese entsteht durch den Giftstoff Saponine, der sich ebenfalls in der Blume befindet. Doch nicht nur Menschen sind anfällig für eine Vergiftung.

Für Tiere wie beispielsweise Hunde, Katzen, Kaninchen und Hamster kann es nach Angaben von botanikus.de zu Durchfällen, Erbrechen und Magen-Darmbeschwerden kommen. Doch auch bei anderen Pflanzen ist Vorsicht geboten.

Giftige Hyazinthen: Erste Hilfe nach einer Vergiftung durch die Pflanze

Betroffene, die nur eine kleine Menge der Pflanze aufgenommen haben, sollen kaum Beschwerden merken. Nur in größeren Mengen sollen Symptome auftreten. Generell gilt jedoch: Wer die Hyazinthe verschluckt hat, sollte im Anschluss viel klares, kaltes Wasser ohne Kohlensäure trinken.

Dies soll nach Angaben von gartenournal.net dazu beitragen, dass die Giftkonzentration verdünnt wird. Wurden große Mengen eingenommen, sollte ein Arzt kontaktiert werden. Wenn es sich bei dem Opfer um ein Kind handelt, sollte ebenfalls schnell professionelle Hilfe hinzugezogen werden.

Die Hyazinthe macht sich im Beet und im Glas gut.

Hyazinthen sind giftig: Wie Hobbygärtner die Gefahr vermeiden

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Verbraucher beim Pflanzen und Pflegen der Knolle Handschuhe tragen. Zusätzlich kann darauf geachtet werden, dass Haustiere mit der Knolle, den Blüten oder der Blätter nicht in Kontakt kommen.

Außerdem sollte dafür gesorgt werden, dass kleine Kinder die Pflanze nicht in die Finger bekommen. So kann eine Vergiftung durch Hyazinthen ganz einfach ausgeschlossen werden.

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