Sorge ums Haustier

Coronavirus: Haustiere in Quarantäne - Meldepflicht für Hunde und Katzen soll kommen

Auch Hunde und Katzen können an Covid-19 erkranken. Deshalb soll jetzt eine Coronavirus-Meldepflicht für Haustiere kommen. Auch Quarantäne ist denkbar.

  • Auch Hund und Katze können sich mit dem Coronavirus infizieren.
  • Eine spezielle Behandlung für die Vierbeiner gibt es bisher nicht.
  • Dennoch soll eine Meldepflicht für Haustiere, die am Virus erkrankt sind, eingeführt werden.

NRW - Es soll zwar selten sein, doch grundsätzlich können sich auch Haustiere mit dem Coronavirus infizieren. Deswegen soll bald eine Meldepflicht eingeführt werden. Hund und Katze müssen außerdem in Quarantäne, wie RUHR24.de* berichtet.

Tierart

Hund

Wissenschaftlicher Name

Canis lupus familiaris

Familie

Hunde (Canidae)

Lebenserwartung

10 – 13 Jahre (kann je nach Rasse stark variieren)

Quarantäne bei Coronavirus auch für Hund und Katze: Die Meldepflicht kommt

Um zu erörtern, wie hoch das Ansteckungsrisiko bei Hund, Katze und anderen Haus- und auch Zootieren wirklich ist, soll schon bald eine Meldepflicht bei Infizierungen mit dem Coronavirus eingeführt werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) rechnet damit, dass der Bundesrat am 3. Juli grünes Licht dafür gibt. In Dortmund wird derweil getestet, ob Hunde das Coronavirus auch erschnüffeln können*.

Bekannt sind bisher Fälle bei Katzen: In einem Zoo in New York haben sich auch Löwen und Tiger mit dem Coronavirus angesteckt. Aber auch Infektionen bei Hunden sind schon vorgekommen, so Thomas Mettenleiter, Leiter des Friedrich-Loeffler-Instituts, das Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit.

Meldepflicht bei Coronavirus: Ab wann mit Hund und Katze zum Tierarzt?

Die voraussichtliche Meldepflicht, soll aber nicht bedeuten, dass Tierbesitzer gleich mit Hund und Katze zum Tierarzt müssen. Dennoch müsse man auch die Lage bei Tieren im Blick haben, so Mettenleiter. Die Meldepflicht soll vorsehen, dass der Tierarzt Fälle bei den Behörden anzeigen muss, wie N-TV berichtet.

Insgesamt werde die Pandemie aber weiterhin durch die Übertragung von Mensch zu Mensch getrieben, wie Mettenleiter erklärt. Wie Julia Klöckner betont, gebe es bisher auch keine Hinweise darauf, dass Haustiere ihre Halter anstecken (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de*).

Coronavirus: Übertragung von Hund und Katze auf den Mensch ist möglich

Grundsätzlich ist eine Übertragung von Tier zu Mensch aber möglich, denn der Ursprung des Coronavirus wird auch auf eine sogenannte Zoonose zurückgeführt. In den Niederlanden gab es bei Nerzen, die zu der Familie der Hunde gehören, ebenfalls Hinweise darauf, dass sich Menschen bei den Tieren angesteckt haben.

Eine Testpflicht neben der Meldepflicht sei bei Hund und Katze vonseiten der Bundesregierung nicht geplant. Sinnvoll sei es laut Julia Klöckner (CDU) aber, insbesondere Katzen testen zu lassen, die in Haushalten mit mindestens einer mit dem Coronavirus infizierten Person leben.

Meldepflicht für Hund und Katze - auch Haustiere können das Coronavirus bekommen.

Coronavirus bei Hund und Katze: Kosten für Test werden nicht in allen Fällen übernommen

Allerdings werden die Kosten für den Test nur übernommen, wenn ein Veterinäramt ihn anordnet. Wer Hund und Katze freiwillig testen lassen will, muss auch selbst dafür aufkommen. Die Kosten dafür sollen "im unteren zweistelligen Bereich" liegen, wie Mettenleiter erklärt. Anti-Körpertests seien etwas teurer.

Das Problem: Ähnlich wie bei vielen Menschen können Infektionen mit dem Coronavirus auch bei Haustieren komplett ohne Symptome verlaufen. Es könne aber auch zu Atemwegserkrankungen kommen. Gerade bei Katzen sei die Krankheit kaum vom verbreiteten Katzenschnupfen zu unterscheiden. Auch gängiges Tierfutter kann Hund und Katze krank machen*.

Das kommt auf Haustierbesitzer zu, wenn Hund und Katze sich mit dem Coronavirus anstecken

Und auch, wenn der vierbeinige Liebling sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert hat, gibt es nicht viele Handlungsmöglichkeiten. "Eine spezielle Behandlung für Tiere gibt es nicht", so Mettenleiter. Der Kontakt zum Haustier solle aber so gut es geht abgebrochen werden.

Soll bedeuten: Auch Hund und Katze müssen in eine Quarantäne. Wenn das nicht in einem eigenen Zimmer möglich sein, gebe aus auch spezielle Quarantänestationen beim Veterinäramt. Die Quarantänezeit liegt, ähnlich wie beim Menschen, bei etwa zwei Wochen. Entwarnung gibt es nur für alle, die Ratten oder Mäuse halten: Sie können sich nach bisherigem Kenntnisstand nicht infizieren.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst /Gemunu Amarasinghe/dpa; Collage: RUHR24

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