Gefahr für Mensch und Tier

Hundehaufen-Warnung: Halter sollten den Kot unbedingt einsammeln

Hunde machen auch mal ein Häufchen. Und das sollen Besitzer nicht ohne Weiteres in der Natur liegen lassen.

Dortmund – Wo ein Hund ist, fallen früher oder später auch mal Häufchen an. Das ist ganz natürlich, aber aus mehreren Gründen schädlich. Hundebesitzer sind dafür verantwortlich, wie die Hinterlassenschaften des Hundes entsorgt werden und sollten sich dringend selbst darum kümmern.

Hundekot beim Gassi gehen entfernen: Ekel-Alarm sollte verhindert werden

Grundsätzlich sollte Hundebesitzern klar sein: So süß der Hund auch ist, der Kot ist einfach nur ekelig. Niemand möchte auf der Wiese im Park, beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit in ein Häufchen treten und sich damit herumärgern. Wer den Hundehaufen entfernt, ist auch solidarisch mit seinen Mitmenschen.

Darüber hinaus riecht der Kot nicht nur unangenehm, sondern kann auch gefährlich für Menschen und andere Tiere werden. Denn nicht selten tummeln sich in der Hinterlassenschaft der Fellnasen Würmer, Bakterien oder andere Keime. Infizierte Hunde können andere Haus- und Wildtiere oder sogar ihre Besitzer mit den Erregern anstecken und so eine schwere Krankheit auslösen. Kinder und immungeschwächte Menschen sind besonders gefährdet, wie utopia berichtet.

Wer einen eigenen Garten hat oder regelmäßig die gleiche Grünfläche nutzt, sollte auch Ausschau nach Tierkot von anderen Vierbeinern halten. Die Häufchen von Ratten, Igeln oder Madern lassen sich meist auch von Laien unterscheiden. Je nach Tierart besteht dringend Handlungsbedarf.

Teufelskreis Hundekot: Erreger laden immer wieder beim Hund

Doch auch indirekt kann der Hundekot das Leben der Besitzer beeinflussen. Denn es kommt immer wieder vor, dass der Hundekot auf Flächen und Feldern landet, die landwirtschaftlich genutzt werden. Wird er nicht eingesammelt, etwa mit sogenannten Kottüten, verunreinigt er zwangsläufig die angebauten Lebensmittel. Auch so können sich gefährliche Keime aus dem Kot verbreiten.

Besonders für Milchviehhöfe sind Hundehaufen gefährlich. Der Parasit Neospara Caninum wird von Hunden als dessen Endwirt ausgeschieden. Er ist der Hauptgrund für Fehlgeburten bei Kühen, gefährdet aber auch Ziegen, Schafe und Pferde. Die Tiere infizieren sich, indem sie infizierten Hundekot aufnehmen. Beispielsweise, weil dieser sich auf einer Weide erleichtert hat.

Der Teufelskreis: Vor allem Hunde, die häufig Rindfleisch fressen, sind betroffen. Denn die Haustiere infizieren sich meist selbst über das Fleisch von befallenen Kühen. Hundehaufen schaden also auch Hunden selbst.

Parasiten Hunden und Katzen – sind alle Haustiere befallen?

Würmer, Flöhe oder fiese Einzeller: Haustiere leiden nicht selten unter Parasiten. Ob das beim eigenen Hund überhaupt der Fall ist, lässt sich beispielsweise durch Kot- oder Blutuntersuchungen beim Tierarzt feststellen. Hundekot muss also nicht zwingend ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Wie der Tierarzneihersteller Anicura mitteilt, lassen sich die meisten Parasiten bei Tieren heutzutage wirksam behandeln. Damit es gar nicht erst zu einem Befall und Symptomen kommt, eignet sich auch Prophylaxe, die ebenfalls mit einem Tierarzt besprochen werden sollte.

Hundekot schadet der Umwelt – Halter sollten ihn immer einsammeln

Damit sollte auch der Irrglaube behoben sein, dass Hundekot sich als „Dünger“ sogar nützlich erweisen könnte. Wo Pferdeäpfel und Kuhfladen liegen bleiben dürfen, haben die Haustier-Häufchen nichts zu suchen. Der Unterschied: Kühe und Pferde sind reine Pflanzenfresser, die meisten Hunde werden aber vor allem mit Fleisch ernährt. Die Übertragung von Krankheiten, wie etwa auch Zoonosen, erfolgt oft durch den Kot von Fleischfressern, sogenannten Karnivoren.

Hundekot sollte nie einfach liegen gelassen werden.

Wenn Hundekot in der Natur liegen bleibt, gelangt er zwangsläufig auch irgendwann in Böden und damit ins Gewässer. Der Kot enthält große Mengen an Stockstoff und Phosphor, die eine unerwünschte Nährstoffzuname in Gewässern (Gewässerneutrophierung) auslösen können. Die Gewässer könnten dann mit Bakterien kontaminiert werden.

Hundekot entsorgen: So geht es richtig

Wenn die Gründe nicht reichen, hilft vielleicht ein finanzieller Anreiz. Denn Hundehalter sind verpflichtet, den Kot ihres Lieblings zu entsorgen. Den Haufen liegenzulassen gilt als Ordnungswidrigkeit. Mancherorts kann dafür ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro anfallen. In NRW kostet ein Hundehaufen zwischen 10 und 100 Euro.

Wichtig zu wissen: Hundekot gehört auf keinen Fall in die Biotonne, sondern in den Restmüll oder in städtische Mülleimer. In der Biotonne führt er zu bereits oben genannten Schäden. Aus hygienischen Gründen sollten die Häufchen außerdem immer in einer Kottüte eingewickelt werden.

Rubriklistenbild: ©  Martin Gerten/dpa; Collage: RUHR24

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