Unklare Kennzeichnung

Edeka, Lidl und Aldi: Finger weg von bunten Ostereiern aus dem Supermarkt

Bunte Ostereier aus dem Supermarkt gehören genauso zu Ostern wie der Schokohase. Allerdings sollten Verbraucher einiges vor dem Einkauf wissen.

Dortmund – Buntgefärbte Eier sind zu Ostern eine feste Tradition. Die kann man mit einfachen Tricks entweder selber bunt anmalen und gestalten, berichtet HEIDELBERG24* oder einfach schon fertig gefärbt im Supermarkt kaufen. Das ist allerdings nicht die beste Idee.

FeiertagOstern
Datum 2021Sonntag, 17. April
BedeutungFest der Auferstehung von Jesus Christus

Ostereier kaufen: Bunte Eier stammen oft aus Käfighaltung

Nicht nur für Kindern macht es Spaß die langweiligen weißen und braunen Eier in ovale Kunstwerke zu verwandeln. Ostereier selbst färben ist ganz einfach und geht auch mit natürlichen Mitteln. Wer allerdings keine Zeit hat, Eier selbst zu bemalen, greift schnell mal im Supermarkt zu. Dort gibt es fertige, bunte Eier.

Diese Eier sind bereits gekocht und sogar schon bemalt, also spart man doppelt Zeit. Allerdings sollten Verbraucher auf diesen Osterspaß besser verzichten. Denn einige dieser Farben basieren auf umstrittenen Azo-Farbstoffen. Diese stehen unter anderem im Verdacht, Aufmerksamkeitsdefizite bei Kindern zu verursachen. Und auch wer keine Eier aus Käfighaltung kaufen will, sollte bereits gefärbte Eier meiden.

Ostereier aus dem Supermarkt müssen nicht gekennzeichnet werden

Denn anders als ungekochte Eier unterliegen die bunten Ostereier nicht der strengen Kennzeichnungspflicht, die in der EU Hinweise auf Herkunft, Haltung und Frische gibt. Produzenten und Händler müssen die Eier also nicht kennzeichnen. Für den Verbraucher ist dementsprechend nicht ersichtlich, woher die Eier eigentlich stammen und wie die Tiere gehalten wurden.

Denn obwohl Eier aus Käfighaltung kaum noch in den Supermärkten zu finden sind, da die meisten Deutschen die nicht artgerechte Hühnerhaltung ablehnen, werden zu Ostern massenhaft Käfigeier verkauft.

Wie Öko-Test berichtet, stammt ein Großteil der bunten Ostereier, die es zum Osterfest in den Supermärkten und Discountern gibt, aus Käfighaltung. Und diese Eier will eigentlich kaum ein Kunde im Kühlschrank haben. Aufgrund der fehlenden Kennzeichnung passiert das aber dann doch.

Bunte Eier zu Ostern kaufen: Kennzeichnungspflicht bei losen, bunten Ostereiern Fehlanzeige

Bei Ostereiern im Karton oder in der Plastikschale müssen nur Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH), Stückzahl, verwendete Farbstoffe und Name sowie Anschrift des Anbieters angegeben sein. Noch undurchsichtiger sieht es bei bunten Eiern aus, die lose im Einzelhandel oder auf dem Wochenmarkt angeboten werden.

Beim Kauf von Ostereiern aus dem Supermarkt sollte man einige Details beachten.

Hier reicht ein aufgestelltes Schild aus, auf dem das Mindesthaltbarkeitsdatum und der Hinweis „mit Farbstoff“ angegeben ist. Wird das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht angegeben, ist dringend vom Kauf abzuraten.

Öko-Test rät zum „KAT“-Logo bei bunten Eiern aus dem Supermarkt

Wem Transparenz und Tierwohl wichtig sind, kann sich laut Öko-Test auf das „KAT“-Logo verlassen. Das Siegel des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen garantiert dem Verbraucher, dass die Eier nicht aus Käfighaltung stammen. Generell sollte darauf geachtet werden, dass Eier nur in Bio-Qualität gekauft werden.

Immerhin werden Kunden kaum noch Eier im Supermarkt finden, die aus einer Haltung kommen, wo das Kükenschreddern noch praktiziert wird. Denn in Deutschland ist das Eier-Verbot bereits im Januar 2022 für die Supermärkte in Kraft getreten.*HEIDELBERG24 ist wie RUHR24 ein Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer via www.imago-images.de

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