Huawei-Kunden müssen wohl bald auf WhatsApp verzichten - das steckt dahinter

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Im Handelskonflikt mit China setzten die USA ihre Maßnahmen gegen den chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei am heutigen Freitag in Kraft. Der Konzern und etliche seiner Tochtergesellschaften weltweit werden damit auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Foto: Andy Wong/AP/dpa

Huawei-Handys müssen wohl bald ohne WhatsApp, Instagram und Co. auskommen. Grund dafür ist der Handelskrieg zwischen den USA und China.

Huawei-Handys sind eigentlich die günstige Alternative für gute Smartphones. Durch den Handelskrieg zwischen den USA und China könnte es aber schon bald keine amerikanischen Apps mehr für die beliebten Smartphones geben. Davon betroffen wären unter anderem Anwendungen wie WhatsApp, Instagram und Facebook.

  • Huawei soll keinen Support mehr von Google bekommen
  • Auf den Geräten sind amerikanische Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook bald verboten
  • Smartphone-Geschäft könnte vor dem Aus stehen

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das chinesische Unternehmen keinen Support mehr von Google für das Android-Betriebssystem erhalten soll. Das chinesische Unternehmen arbeitet seitdem mit Hochdruck an der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems.

Huawei-Handys bald ohne WhatsApp und Co.

Allerdings müsste das wohl ohne amerikanische Apps auskommen. Denn die Regierung untersagte Huawei die Installation von Apps aus den USA. Davon wäre dann unter anderem der beliebte Messenger WhatsApp betroffen. Und das hätte auch Auswirkungen auf deutsche Kunden.

Auf internationale Apps wie Spotify aus Schweden könnte der Handelskrieg keine Auswirkungen haben.

Hier ist der Messenger-Dienst sehr beliebt. Laut Berechnungen von YouGov nutzen 56 Prozent der Deutschland WhatsApp mehrmals am Tag. Achtung: Erst kürzlich wurde bei WhatsApp eine wesentliche Sicherheitslücke entdeckt- bei uns könnt ihr prüfen, ob eure App ebenfalls betroffen ist.

Und auch Huawei-Handys waren eigentlich bis vor Kurzem im Kommen. Weltweit nutzen etwa 17 Prozent der Smartphone-Besitzer ein Gerät des chinesischen Unternehmens. Die meisten Handys weltweit verkauft allerdings Samsung. Stiftung Warentest hat gerade drei Geräte der Südkoreaner zum Testsieger erklärt.

Chip-Hersteller ARM will Zusammenarbeit einstellen

Durch das Ende des Supports von Google steht Huawei jetzt vor großen Herausforderungen. Aber damit nicht genug. Wie die BBC berichtet, könnte Chipentwickler ARM die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen einstellen.

Die Chips befinden sich in nahezu allen modernen Smartphones und Tablets. Experten vermuten, dass Huawei das Geschäft mit Smartphones außerhalb von China ohne die ARM-Chips auf Eis legen müsste.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat somit auch Auswirkungen auf den deutschen Markt. US-Präsident Trump setzte Huawei auf eine Schwarze Liste für den Handel. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete daraufhin, dass „Huawei nur noch die Open-Source-Variante von Android nutzen und nicht mehr auf herstellereigene Apps und Dienste von Google zugreifen könne“.

Bislang hatten Google und das chinesische Unternehmen zusammengearbeitet, um so ein leistungsfähiges Betriebssystem für die Smartphones zur Verfügung zu stellen.

Erst kürzlich hat WhatsAppaus Versehen zwei Änderungen veröffentlicht, die Nutzer eigentlich noch gar nicht sehen sollten. Offenbar kommen bald der Dark-Mode und eine Bezahlfunktion.

Bei einer europaweiten Störung wurden zudem Push-Benachrichtigungen nicht angezeigt.

Jetzt müssen auch Unternehmen Einschränkungen fürchten, zumindest wenn sie sich nicht an die Nutzungsbedingungen halten und weiterhin Newsletter verschicken. Denn das ist verboten.