Winterhart oder nicht?

Hortensien überwintern: Fehler kann Blüte im nächsten Jahr verderben

Hortensien brauchen im beziehungsweise vor dem Winter eine spezielle Pflege. Mit einigen Tipps kann die Pflanze am besten überwintern. 

Dortmund – Hortensien gehören zu den beliebtesten Blumen im Garten. In der Regel blühen die Pflanzen von Juni bis September in unterschiedlichen Farben. Ihre üppigen Blumendolden sind nicht nur schön anzusehen, sondern können auch Schattenspender für kleine Tiere oder andere Blumen sein. Wenn der Winter bevorsteht, braucht die Hortensie auch nochmal Pflege.

NameHortensie
Wissenschaftlicher NameHydrangea
FamilieHortensiengewächse (Hydrangeaceae)

Hortensien im Garten überwintern: Halbstrauch braucht im Winter-Pflege

Grundsätzlich sind Hortensien winterhart, wie Mein schöner Garten berichtet. Wenn der Winter besonders kalt oder der Frost besonders streng ausfällt, kann man das Gehölz der Blume durchaus mit einem Haufen Reisig schützen.

Alternativen bieten sich auch weitere Gartenerde, Kompost, Rindenmulch oder Torf an. Der Wurzelhals sollte zwischen zehn und 20 Zentimeter hoch abgedeckt werden. Wer den Halbstrauch im Beet besonders gut schützen möchte, kann die Hortensie zusätzlich mit einem Leinensack umhüllen. Die Pflanze ist so ideal für den Winter gewappnet.

Das Praktische: Zurückschneiden muss man die Hortensie vorher nicht. Das Laub der Pflanze kann Tieren wie Igeln sogar noch nützlich sein. Die Gartenschere muss erst im Frühjahr gezückt werden. Es kann sogar schädlich sein, die Hortensie zum falschen Zeitpunkt zu schneiden.

Hortensie im Topf überwintern: Weder Balkon noch Wohnung funktionieren

Hortensien sind möglicherweise auch deshalb beliebt, weil sie sowohl im Topf als auch im Beet schön gedeihen können. Um die Pflanze im Topf zu überwintern, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Wichtig vorab: Weder Wohnung noch Balkon noch ideal zum Überwintern. Während die Topfpflanze draußen der Witterung zu stark ausgesetzt ist, ist es in der geheizten Wohnung zu warm für die Hortensie.

Ideal wäre es, die Hortensien im Kübel in einem unbeheiztem Gewächshaus überwintern zu lassen. Weil nicht jeder ein Gewächshaus oder gar einen eigenen Garten hat, gibt es hierfür eine Alternative. Der Keller ist ein geeigneter Ort, um die Hortensie durch den Winter zu bringen.

Wenn der Winter kommt, brauchen Hortensien besonders Pflege.

Dort ist die Pflanze vor Frost und Regen geschützt, auch die Temperatur schwankt im Keller nicht so stark wie auf dem Balkon. Das fehlende Licht sorgt außerdem dafür, dass der Halbstrauch seinen Stoffwechselkreislauf herunterfährt und quasi Winterschlaf hält. Die Temperatur sollte im Keller aber möglichst stabil bleiben und nicht unter 5 Grad fallen.

Fehler beim Überwintern: Der Hortensie kann schnell geschadet werden

Was passiert, wenn es zu kalt für die Hortensie ist? Wenn die Pflanze zu lange sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, können Hortensien beschädigt werden. Im schlimmsten Fall blühen sie im darauffolgenden Jahr dann nicht mehr. Doch auch wer den Halbstrauch im Beet abgedeckt, etwa mit einem Leinensack, kann der Pflanze schaden.

Bei höheren Temperaturen sollte die Pflanze nicht ins Schwitzen geraten, sonst könnte sie unter der Abdeckung schimmeln. Sollte das passieren, kann die Pflanze schnell von Schädlingen wie der Schildlaus befallen werden. Die Abdeckung sollte also vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn der Wetterbericht starken Frost ankündigt.

Rubriklistenbild: © Waldmüller/Imago

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