Kochen im Herbst

Kürbis einfrieren: Wichtige Tipps helfen dabei, ihn haltbar zu machen

Die Sorte Hokkaido eignet sich für eine besonders einfache Zubereitung einer Kürbissuppe.
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Die Sorte Hokkaido eignet sich für eine besonders einfache Zubereitung einer Kürbissuppe.

Kürbis, der bei den gewählten Rezepten übrig bleibt, lässt sich mithilfe einiger Tipps wiederverwenden.

NRW - Der Beginn des Septembers läutet langsam die Herbstzeit ein, auch wenn das Wetter sich nochmal sommerlich zeigt. In vielen Haushalten darf daher passend zur kommenden Jahreszeit und Saison der Kürbis nicht fehlen. Angefangene Produkte müssen dabei nicht in den Müll wandern.

PflanzengattungKürbisse
Wissenschaftlicher NameCucurbita
FamilieKürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Niedrige Klassifizierungen\tHokkaido-Kürbis, Butternut-Kürbis, Moschus-Kürbis, Riesen-Kürbis, Gartenkürbis, und mehr

Kürbis einfrieren statt kochen: wichtige Regeln bei der Zubereitung beachten

Egal, ob als klassische Kürbissuppe oder als Dessert in Form von Kürbiskuchen und Pumpkin Pie - das orange Gemüse erfreut sich hierzulande vor allem im Herbst großer Beliebtheit. Bleibt vor oder nach dem Kochen etwas übrig, kann man den Kürbis in verschiedener Form einfrieren.

Dabei kommt es zunächst darauf an, in welchem Zustand man den Kürbis im Gefrierschrank verwahren möchte. Eine Möglichkeit ist es, den nicht benötigten Teil des Gemüses schon vor der Zubereitung, also in roher Form, in die Kühlung zu stecken. Dazu ist es zunächst entscheidend, um welche Sorte es sich handelt.

Beim beliebten Hokkaido-Kürbis ist die Schale zum Verzehr geeignet. Andere Sorten, wie der Spaghetti-Kürbis sollten vor der Zubereitung geschält werden. Die Schale bei der Sorte Buttercup ist laut dem Portal Utopia zwar grundsätzlich essbar, jedoch dauert es lange, bis die harte Umhüllung aufgeweicht ist. Wer sie entfernen möchte, kann dafür zum Kartoffelschäler greifen.

Hokkaido-Kürbis einfrieren: Tipps für die weitere Verwendung

Der Stielansatz und die Kerne sollten nicht mit eingefroren und daher entfernt werden. Die Kürbiskerne können hingegen für einige Rezepte noch verwendet werden und müssen nicht im Müll landen. Das übrig gebliebene Fruchtfleisch anschließend in Würfel schneiden und auf mehreren Portionen verteilt in Frischhaltefolien oder Brotdosen füllen.

Die Portionen können etwa drei bis vier Monate lang im Gefrierschrank aufbewahrt werden. Wer genügend Platz dort hat, kann mit folgendem Trick verhindern, dass die Stücke beim Kühlen aneinander kleben:

  • Backpapier auf ein Backblech legen.
  • Kürbis-Würfel auf dem Blech verteilen.
  • Das Backblech mit den Stücken für mehrere Stunden ins Gefrierfach packen.
  • Die bereits gefrorenen Würfel in die passenden Behälter umfüllen und im Behältnis gelagert zurückpacken in die Kühlung.

Um die Übersicht zu behalten, wann man welche Behälter eingefroren hat, ist es hilfreich, die jeweiligen Dosen und Tüten mit Etiketten zu versehen. Auf die Schilder kann man dann das Datum des Einfrierens notieren.

Hokkaido und Buttercup: Kürbis für klassische Suppe haltbar machen

Sorten, wie der Hokkaido-Kürbis oder der Buttercup können aber nicht nur roh eingefroren werden, sondern auch in Form von Püree. Dies ist besonders sinnvoll, wenn die Reste später für ein Rezept zu klassischer Kürbissuppe gedacht sind. Dafür die aus dem Kürbisfleisch gefertigten, rohen Stücke mit etwas Wasser für circa 20 Minuten garen.

Ist der Kürbis weich genug, einfach das Wasser abgießen und die Stücke pürieren. Aber Achtung: Das Gemisch muss zunächst ordentlich abkühlen, bevor es umgefüllt und in Vorratsdosen in das Gefrierfach gesteckt werden kann. Wer diese Schritte befolgt, kann das Püree etwa vier Monate lang eingefroren aufbewahren.

Kürbis macht sich nicht nur als Suppe gut, sondern auch in süßen Desserst wie zum Beispiel einem Kürbiskuchen. Hmmm, lecker!

Das Portal Utopia weist darauf hin, dass sogar die Reste der bereits fertig zubereiteten Kürbissuppe im Gefrierschrank verwahrt werden können. Fällt die Wahl doch auf die Würfel, rät Brotdosen-Hersteller Tupperware allerdings davon ab, den Kürbis vor dem Einfrieren zu blanchieren oder zu kochen. Ansonsten können die Stücke „nach dem Auftauen durchweicht und matschig“ sein.

Video: Kürbis ernten und verwenden - wichtige Tipps helfen bei der Auswahl

Kürbiskuchen und Pumpkin-Pie: Kürbis muss nicht frisch sein für Verarbeitung

Als dritte Variante empfiehlt das Portal Brigitte, das Fruchtfleisch nicht in kleine Würfel zu schneiden, sondern den Kürbis fein zu raspeln. Das klappt am besten mit einer Küchenreibe. Auch bei dieser Version sollte das herbstliche Gemüse zunächst von Stiel, Kernen und gegebenenfalls auch von der Schale befreit werden.

Damit das Raspeln gelingt, ist es hilfreich, den Kürbis zuvor in mehrere große Stücke zu zerteilen. Diese Variante ist sinnvoll, wenn man plant, später ein Rezept für Kürbiskuchen, Pumpkin Pie oder Kürbisbrot zu verwenden. Auch Kürbismarmelade oder Risotto lässt sich aus den Raspeln herstellen.

Wichtig beim Einfrieren des orangen Gemüses bleibt daher, dass man sich schon vor dem Kochen darüber klar sein muss, wie viel man für das Rezept braucht und welcher Teil eingefroren werden muss. In welcher Form man den Kürbis gefroren aufbewahrt, kann für die weitere Verwendung entscheidend sein. So lassen sich typische Fehler im Umgang mit dem Kürbis vermeiden und die Gerichte gelingen auch mit nicht-frischen Varianten.

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