Zerstörte Häuser, Autos, Wohnungen

Hochwasser-Spendenkonto: Anbieter im Überblick – hier kann man seriös spenden

Abrissreife Häuser, überflutete Fahrzeuge, zerstörte Existenzen - Sturmtief „Bernd“ hat in NRW und Rheinland-Pfalz für Verwüstung gesorgt. Für die Betroffenen gibt es jetzt Spendenkonten.

NRW/Rheinland-Pfalz - Mitte der Woche zog eines der wohl schlimmsten Unwetter der Geschichte über den Westen Deutschlands. Besonders betroffen von den Folgen von Sturmtief „Bernd“ sind der Süden NRWs, die Eifel sowie das angrenzende Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Betroffenen stehen nicht nur vor finanziellen, sondern auch existenziellen Problemen. Wer spenden möchte, kann dies über seriöse Spendenkonten machen.

Unwetter-KatastropheSturmtief Bernd
DatumMittwoch, 14. Juli
Betroffene RegionenNRW und Rheinland-Pfalz

Unwetter-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz: Spendenkonten für Hochwasser-Betroffene

Die Stadt Hagen hat für Geldspenden ein eigenes Konto eingerichtet. Unter dem Verwendungszweck „Hochwasser Hagen“ kann man über die IBAN DE 2345 0500 0101 0000 0444 Geld überweisen. Wer statt Geld lieber Sachspenden abgeben möchte, wird von der Stadt gebeten, zunächst per Mail an info@fzhagen.de oder telefonisch unter 02331/207-5199 Kontakt aufzunehmen.

Auch die Stadt Leverkusen macht sich für Betroffene stark und will Bürger, die Hilfe nach dem Unwetter benötigen und Helfer zusammenbringen. Beide Seiten können sich per E-Mail an ehrenamt@stadt.leverkusen.de wenden oder
telefonisch bei der Bürger-Hotline 0214/406-3333 melden. Die Hotline ist jeden Tag zwischen 8 und 18 Uhr besetzt. Für Geldspenden hat die Bürgerstiftung ein Konto errichtet: Die IBAN ist die DE40 3755 1440 0100 1262 26 und der Verwendungszweck: „Leverkusen hilft“.

Hochwasser-Betroffenen sicher helfen: Geldspenden sind besser als Sachspenden

Weitere Möglichkeiten zum Spenden hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) zusammengestellt. Auf der Liste sind seriöse Hilfsorganisationen zu finden, die Spendenkonten für Betroffene in den Hochwasser-Gebieten eingerichtet haben. Neben den Spendern und Kontoverbindungen sind dort auch Tipps fürs Spenden zu finden.

So wird in dem Dokument etwa darauf hingewiesen, dass Geldspenden besser als Sachspenden seien, weil sie „von Hilfsorganisationen oder direkt unterstützten Personen, Einrichtungen und Unternehmen flexibler und effizienter eingesetzt werden“. Sachgüter sollten nur dann gespendet werden, wenn die Hilfsorganisationen explizit darum bitten.

Geldspende sammelt aktuell unter anderem auch das Deutsche Rote Kreuz. Unter der IBAN DE63 3702 0500 0005 0233 07 und dem Stichwort: Hochwasser können beliebige Geldbeträge überwiesen werden.

Geldspenden nicht nur für Hochwasser-Betroffene: Auch Hilfsorganisationen benötigen Geld

Auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ruft zu Spenden auf - allerdings nicht für die Betroffenen, sondern für ihre Mitarbeiter, damit diese die notwendige Ausrüstung und alle benötigten Materialien bekommen können. Das entsprechende Spendenformular gibt es direkt auf der Website des DLRG.

Wer beim Technischen Hilfswerk (THW) den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz mit Geldspenden möchte oder die technische Ausstattung sichern will, kann dies über Geldspenden auf der offiziellen Website machen. Dort kann man auch auswählen, wie oft man spenden möchte: zum Beispiel einmalig, monatlich oder jährlich. Bezahlen kann man auch per Paypal.

Auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) benötigt Geldspenden, um ihre Helfer mit der nötigen Ausrüstung auszustatten.

Vorsicht bei Spendenaktionen im Internet: Niemals Geld an unbekannte Privatpersonen schicken

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat ein Spendenkonto errichtet, um Spenden für vom Hochwasser zerstörte denkmalgeschützte Bauten zu sammeln. Überweisungen können über die IBAN DE78 3804 0007 0555 5552 00 und das Stichwort: Soforthilfe Hochwasserkatastrophe gemacht werden.

Das DZI weist darauf hin, dass bei Spendenaufrufen im Internet und in den sozialen Medien ein „erhöhtes Risiko“ besteht - vor allem bei bisher unbekannten Spendenplattformen. Deshalb sollte man nicht einfach etwas spenden, sondern die Organisationen vorher auf Seriosität checken. Spendenaufrufe von Privatpersonen oder Firmen im Internet oder in sozialen Netzwerken sollte man nur dann folgen, wenn man die Initiatoren persönlich kennt.

Rubriklistenbild: © Harald Tittel/dpa

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