Schwitzen in der Schule - ja oder nein? Darauf kommt es beim "Hitzefrei" an

In der Schule schwitzen oder ab ins Freibad? Ab wann es Hitzefrei an Schulen gibt - und wer darüber entscheidet. Foto: Caroline Seidel/dpa
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In der Schule schwitzen oder ab ins Freibad? Ab wann es Hitzefrei an Schulen gibt - und wer darüber entscheidet. Foto: Caroline Seidel/dpa

Bei zu hohen Temperaturen dürfen Schüler sich über "Hitzefrei" freuen. Ob die Kinder vom Unterricht befreit werden, darf nur der Schulleiter entscheiden.

Bei zu hohen Temperaturen dürfen Schüler sich über "Hitzefrei" freuen. Doch ob und wann die Kinder vom Unterricht freigestellt werden, darf nur der Schulleiterder jeweiligen Schuleentscheiden.

  • Schulleiter können ab einer Temperatur über 27 Grad "Hitzefrei" geben.
  • Bei jüngeren Schülern ist die Absprache mit den Eltern notwendig.
  • Schüler der Oberstufe müssen schwitzen.

Wenn die Sonne ins Klassenzimmer scheint und die Schüler sich vor lauter Schwitzen nicht mehr richtig konzentrieren können, dann gibt es oft nur eine Lösung: "Hitzefrei".

In den kommenden heißen Tagen dürften Schulleiterdeshalb wieder einige Gelegenheiten haben, sich bei den Schülern beliebt zu machen. Oder auch unbeliebt - das hängt von der Entscheidung der Rektoren ab.

"Hitzefrei" - ja oder nein?

"Wird der Unterricht bei heißem Wetter durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, ob Schülerinnen und Schülern Hitzefreigegeben wird", heißt es in der entsprechenden Vorschrift.

Wenn die Raumtemperatur in einer Schulemehr als 27 Grad erreicht, ist der Schulleiter angehalten, die Schüler möglicherweise vom Unterricht zu befreien. "Hitzefrei" heißt dann das Zauberwort. Doch Achtung: Bei weniger als 25 Grad Raumtemperatur darf es kein "Hitzefrei" geben.

Derzeit sorgt Hoch "Ulla" jedoch für heiße Tage. Möglicherweise wird am Mittwoch gar ein Temperatur-Rekord geknackt.

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Zumindest jüngere Schüler können im Falle einer Freistellung vom Unterricht aber nicht ohne Weiteres nach Hause: Schüler der Grundschule und der Klassen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsende entlassen werden.

In der Oberstufe gelten Ausnahmen

Pech haben diejenigen, die schon die Oberstufe besuchen. Denn für Schüler der Sekundarstufe II gibt es kein "Hitzefrei".

Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Drohen etwa Kreislaufbeschwerden oder ein Hitzestau, ist auch in der Oberstufe eine Unterrichtsbefreiung möglich. Die Vorschrift fordert außerdem, auf die "bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit" der Schüler Rücksicht zu nehmen. "Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden." Mit dpa-Material

Bereits während des Kirchentags 2019 hatten die Schüler in Dortmund zwei Tage Schulfrei.