Sommer-Wetter kommt nach NRW

Sieben Fehler bei der kommenden Hitze-Welle in NRW und wie man sie vermeidet

In NRW kommt die erste Hitze-Welle des Jahres. Das sind sieben Fehler, die jeder macht aber die unbedingt vermieden werden sollten.

  • Am Samstag (20. Juni) ist Sommeranfang.
  • Passend dazu steigen in der kommenden Woche die Temperaturen -  eine Hitze-Welle naht.
  • Wir haben Tipps für das warme Wetter und welche Fehler man besser vermeiden sollte.

Dortmund/NRW - Der Sommeranfang steht bevor und pünktlich dazu steigen die Temperaturen ab dem kommenden Wochenende rasant an. Neben Urlaubsgefühlen sorgt das bei vielen Menschen aber vor allem für eines: Gesundheitsprobleme. RUHR24.de* verrät, welche Fehler bei Hitze viel zu häufig gemacht werden und wie sich vermeiden lassen.

Wetter-Form

Hitze

Eigenschaften

Hohe Temperaturen, unbehinderte Sonneneinstrahlung, schwacher Wind, hohe Luftfeuchtigkeit

Ab wann

30 Grad

Auswirkungen von Hitze

Gesundheitsprobleme, Landwirtschaft, Tiere

Besonders von Hitze betroffen

Alte Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke

Hitze: Warmes Sommer-Wetter in der letzten Juni-Woche

Laut Berichten des Deutschen-Wetterdienstes (DWD) steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen immer weiter an. Während es am Wochenende, rund um den Sommeranfang am Samstag (20. Juni), noch bei angenehmen 24 bis 26 Grad bleibt, könnte die 30-Grad-Marke noch in der letzten Juni-Woche geknackt werden.

Ab Mittwoch (24. Juni) sagt der DWD hohe Temperaturen von bis zu 32 Grad für Nordrhein-Westfalen voraus. Dazu strahlend blauer Himmel und starke Sonneneinstrahlung.

Hitze: Juni 2019 war extrem warm - Hitze-Rekord gebrochen

Scheint ganz so, als würde sich das Wetter an den Werten des Vorjahres orientieren. Im Juni 2019 war es so warm wie noch nie in einem Juni in Deutschland. In Ostdeutschland konnte mit 38,6 Grad Celsius sogar ein Hitze-Rekord* gebrochen werden. Aber auch in NRW war es mit rund 35 Grad extrem heiß.

Hitze: Gesundheitsprobleme, Schlafmangel und Schwitzen

Für die einen bedeuten solche Temperaturen Sommer-Feeling pur. Für die anderen ist Hitze einfach nur eine lästige Nebenerscheinung des Sommers, die Gesundheitsprobleme und Schlafmangel verursacht.

Um bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke nicht zusätzlich zu leiden, sollten die folgenden häufigen Fehler bei Hitze unbedingt vermieden werden.

Hitze: Fehler Nummer 1 - eisgekühlte Getränke trinken

Raus aus dem Kühlschrank, rein in den Mund. Was gibt es Angenehmeres, als sich bei Hitze ein eisgekühltes Getränk zu genehmigen? Auch wenn es noch so verlockend klingt, kalte Limos oder Wasser sind im Sommer keine gute Idee.

Der Körper muss die Flüssigkeit nach dem Trinken nämlich auf normale Körpertemperatur aufwärmen. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt und man schwitzt noch mehr. Besser sind lauwarme Getränke oder Tees mit Pfefferminze, die kühlend wirken. Beim Trinken bei großer Hitze gibt es zahlreiche Dinge, die man richtig oder falsch machen kann - einige Getränke sind zum Beispiel sinnvoll, andere wiederum nicht. 

Hitze: Fehler Nummer 2 - Alkohol trinken

Im Sommer erleben vor allem Biergärten und Cocktailbars einen regelrechten Boom. Doch Vorsicht - Hitze und Alkohol ist keine gute Kombination.

Zum einen verstärkt die Wärme den Effekt von Alkohol und es kommt schneller zu Kreislaufproblemen. Zum anderen entzieht Alkohol dem Körper genau wie beim hitzebedingten Schwitzen viel Wasser und wichtige Mineralien. 

Biergärten erfreuen sich im Sommer großer Beliebtheit. Doch bei starker Hitze sollte man besser auf den Genuss von Alkohol verzichten.

Hitze: Fehler Nummer 3 - eiskalt vor dem Schlafengehen duschen

Eigentlich klingt es so schön: Eiskalt duschen und dann ab ins Bett. Doch von Erfrischung kann hier kaum die Rede sein. Genau wie bei kalten Getränken steigert auch das eiskalte Duschen den Stoffwechsel des Körpers und man kommt schneller ins Schwitzen.

Besser ist es, vor dem Schlafen eine lauwarme Dusche zu nehmen und sich anschließend nur leicht abzutrocknen (nicht reiben!). Wer kann, verzichtet außerdem auf Hitzespender wie einen Föhn. Dann heizt es sich auch in der Wohnung* nicht ungewollt weiter auf.

Hitze: Fehler Nummer 4 - dauerhaft die Klimaanlage nutzen

In Deutschland verfügen nicht viele Wohnungen und Häuser über eine Klimaanlage. Wer trotzdem eine hat und diese gerne bei Hitze einsetzt: Achtung! Durch die hohen Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen wird der Körper extrem belastet. In Folge kann es zu Kreislaufproblemen oder Erkältungen kommen.

Besser ist es, die Klimaanlage - auch im Auto - ab und an mal auszuschalten. Oder so einzustellen, dass der Temperaturunterschied zwischen innen und außen nur wenige Grad beträgt. 

Hitze: Fehler Nummer 5 - wenig Bewegung mit viel Sitzen und Liegen

Zugegeben: Sport macht bei Hitze wenig Spaß. Man kommt schneller ins Schwitzen und alles ist irgendwie anstrengender. Auf Bewegung verzichten sollte man jedoch trotzdem nicht.

Der Grund: Durch die fehlende Bewegung fährt der Körper den Kreislauf runter. Im Anschluss kommen einem selbst kleine Aktivitäten noch anstrengender vor. Außerdem lagert der Körper bei Bewegungsmangel, gerade wenn man viel sitzt oder liegt, Wasser ein. Das führt zu unangenehmen dicken Beinen und Füßen.

Wer dem entgegenwirken will, sollte sich also trotz Hitze bewegen. Am besten eignen sich dafür kleine Spaziergänge oder Fahrradfahren.

Hitze: Fehler Nummer 6 - schweres und fettiges Essen am Abend

Bei besonders hohen Temperaturen bleibt der Appetit auf warme Mahlzeiten tagsüber meist aus. In Folge essen wir erst abends - im Sommer gerne beim Grillen oder im Urlaub beim üppigen Buffet.

Doch besonders sinnvoll ist diese Überlegung nicht: Fettiges Essen liegt schwer im Magen und kann uns in den Sommermonaten, wo es im Schlafzimmer ohnehin wärmer werden kann*, um wertvollen Schlaf bringen. 

Besser ist es also, entweder früher zu essen oder am Abend auf leichte Speisen wie Salate umzusteigen. 

Wenn schon grillen, dann bei Hitze lieber nur Gemüse. Das liegt nicht so schwer im Magen wie Fleisch.

Hitze: Fehler Nummer 7 - die Sonnencreme vergessen oder bewusst weglassen

Dass starke Sonneneinstrahlung der Haut schadet, weiß eigentlich jedes Kind. Und doch hatten rund 41 Prozent der Deutschen im Jahr 2015 einen Sonnenbrand

Viele von ihnen cremen sich wenig oder gar nicht ein. Dabei fördert jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko. Und davon ab - rote Haut sieht nicht nur unschön aus, sondern ist dazu auch noch richtig warm und kann beim Schlafen für Schwitzen sorgen. Das will doch wirklich niemand.

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Rubriklistenbild: © Sebastian Kahner/dpa; Collage: RUHR24