Sonne gut geschützt genießen

UV-Index aktuell: Ab diesem Wert steigt die Gefahr für Sonnenbrand extrem

In dieser Woche kommt die erste Hitzewelle des Jahres auf NRW zu. Wer sich angemessen vor der Sonne schützen will, dem kann der UV-Index ein Anhaltspunkt sein.

Deutschland – Endlich Sommer! Nach gefühlt unzähligen kalten Monaten im Lockdown freuen sich die meisten Menschen auf warme Sonnentage. Aber die Sonne bringt bekanntlich auch Schattenseiten mit sich. Jedes Kind weiß bereits: Der richtige Sonnenschutz ist in der warmen Jahreszeit ein Muss. Ab wann welcher Schutz nötig ist, dafür ist der sogenannte UV-Index ein Indikator. An ihm lässt sich auch ablesen, ab wann ein Sonnenbad besonders gefährlich wird, berichtet RUHR24.*

Bundesamt für Strahlenschutzdeutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Gründung1. November 1989
SitzSalzgitter, Niedersachsen

Hitzewelle in NRW: UV-Index zeigt, wie groß die Sonnenbrand-Gefahr ist

Die Corona-Zahlen sinken und die Temperaturen steigen: Die erste Hitzewelle rollt in dieser Woche auf NRW* zu. Viele freuen sich derzeit auf unbeschwerte Stunden im Freien.

Um sich zugleich ausreichend vor schädlichen UV-Strahlen schützen zu können, gibt es den UV-Index (UVI). Dabei handelt es sich um ein internationales Maß für die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke.

UV-Index: Gesundheitsgefahr durch UV-Strahlung hängt von vielen Faktoren ab

Mit anderen Worten: Wer einen Sonnenbrand vermeiden und sich vor schädlichen Strahlen schützen will, der kann diesen Index als einen Indikator hinzuziehen. Denn je höher der UVI ist, desto eher können gesundheitliche Schäden durch Strahlung auftreten.

Der UVI-Wert beschreibt immer den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an einem Ort/Gebiet. Dabei lässt sich eben nicht einfach sagen: je heißer, desto größer die Gefahr. Vielmehr ist der Wert auch abhängig von dem Sonnenstand (Tageszeit und Breitengrad), der Bewölkung, der Ozonschicht sowie der Höhe des jeweiligen Ortes.

Gefahrenidex zur UV-Strahlung: Wetterdienste zeigen regelmäßig Warnkarten

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht von April bis September jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag entsprechende 3-Tages-UV-Index-Prognosen für die 10 Vorhersagengebiete in Deutschland. Der Wert wird außerdem auch auf speziellen Wetterkarten der Wetter-Dienste angegeben.

Eine entsprechende Karte, die den Gefahrenindex zur UV-Strahlung zeigt, findet man beispielsweise beim Deutschen Wetterdienst oder den Wetterportalen wie Wetter .de.

In der Sonne besser geschützt: WHO empfiehlt Maßnahmen gemäß dem UV-Gefahrenindex

Aber wie helfen diese Werte im Wetterbericht nun bei der konkreten Wahl des Sonnenschutzes? Ganz einfach: Dem UV-Gefahrenindex sind – je nach Wert – entsprechende Schutzmaßnahmen zugeordnet.

Diese Zuordnung passiert in Anlehnung an die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Maßnahmen. Die entsprechende Übersicht über die Sonnenschutzempfehlungen entsprechend dem UV-Index bietet der Deutsche Wetterdienst auf einer Übersichtsseite.

Hier ist Folgendes direkt erkennbar:

  • Bei einem UV-Gefahrenidex von 1 und 2 sind noch keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
  • Ab einem Wert von 3 sollte man zu Sonnencreme und Sonnenbrille greifen.
  • Ab einem Wert von 6 wird es gefährlich: Die WHO rät neben Maßnahmen wie Sonnenschutzmittel und Sonnenbrille hier bereits, mittags einen Schattenplatz zu suchen.
  • Bei dem Höchst-Wert von 11 sollte man sich dann gar nicht mehr in der Sonne aufhalten.

Eine entsprechende Infografik über die konkreten Maßnahmen zum Schutz vor schädlichen UV-Strahlen gemäß der jeweiligen UV-Indizes ist auch bei der Deutschen Presseagentur (dpa) unter Bezugnahme auf das Bundesamt für Strahlenschutz zu finden:

Der UV-Index und entsprechende Schutz-Empfehlungen gemäß der WHO.

Wetter in NRW: Yona sorgt für heiße Sonnenstunden – so groß ist die Gefahr

Wie auch Wa.de* berichtet, heizt Hoch Yona NRW in dieser Woche ordentlich ein.* Dementsprechend ist auch die Sonnenbrandgefahr gemäß dem UV-Gefahrenidex in den nächsten drei Tagen (14. Juni bis 16. Juni) erhöht.

Der UVI liegt in NRW zwischen 6 und 8. Da 8 schon als sehr hoch gilt, gilt laut Empfehlung der WHO: Zwischen 11 und 16 Uhr sollten wir uns besser nicht im Freien aufhalten. Aber auch im Schatten sollten sonnendichte Oberbekleidung, lange Hosen, Sonnencreme und Sonnenbrille zum Outfit gehören. Für Kinder gibt es beispielsweise spezielle UV-Schutz-Kleidung mit integrierten UV-Filtern.

Übrigens: Richtung Wochenende (19. bis 20. Juni) soll die Hitze noch extremer werden. Daher lohnt es sich, am Freitag noch einmal auf die UV-Gefahrenkarte der Wetterdienste zu schauen.

Urlaub in der Sonne: Auch für das Reiseziel lässt sich die UV-Gefahr anzeigen

Auch wer in den Urlaub fahren will, kann sich zuvor über die Sonnenbrandgefahr im jeweiligen Reiseziel erkundigen. Da die Gefahr mit zunehmender Höhe steigt, ist besonders im Bergland und den Alpen Vorsicht geboten.

Bekannte Wetterportale bieten entsprechende Warnkarten, die den UV-Index am gewünschten Reiseziel zeigen. So findet man eine Übersicht über die UV-Gefahr beispielsweise bei Wetter.de für zahlreiche Länder. Auch das Wetterportal Wetter.com bietet entsprechende Warnkarten zum UV-Index auch in Urlaubsregionen wie zum Beispiel Italien,* die Kanarischen Inseln und viele weitere Reise-Destinationen weltweit. *RUHR24 und Wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl

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