Heißer August in Deutschland

Tropennächte in NRW: So belastend ist die Hitze in der Nacht für die Gesundheit

Aktuell legt sich die Hitze wie ein Schleier über Deutschland. Jetzt folgt die nächste Stufe: Tropennächte. Experten warnen.

  • Tropennächte werden in den kommenden Tagen in Deutschland erwartet.
  • Die Hitze bleibt dann auch in den Nächten.
  • Experten warnen vor einer großen Belastung für die Gesundheit.

Dortmund - Heiß, heißer, Deutschland - von Nord bis Süd ächzt die Bundesrepublik derzeit unter den hohen Temperaturen. Herzlich willkommen im August 2020.

Name

Tropennacht

Temperatur

min. 20 Grad Celsius

Messzeitraum

18 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag

Hitze: Tropennächte in Deutschland erwartet

Immerhin konnten wir in den vergangenen Nächten die Fenster ordentlich aufreißen und die Wohnungen gut durchlüften und runterkühlen. Die Temperaturen sanken nachts unter 20 Grad und der Schlaf war dadurch - trotz Hitze am Tag - noch relativ angenehm. Doch auch das ist jetzt vorbei.

Ab Montag (10. August) werden wir in Deutschland selbst in der Nacht keine Ruhe vor der Hitze haben: Die sogenannten "Tropennächte" stehen uns bevor.

Hitze-Hammer in Deutschland: Tropennächte beginnen

Die ersten Tropennächte gab es bereits an diesem Wochenende im Westen und im Osten, stellten die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fest. Und: "In den nächsten Nächten werden wohl noch mehr Tropennächte registriert". Bis zum 14. August, so eine erste Prognose, könnten die heißen Nächte andauern.

Besonders betroffen, so der DWD, seien größere Städte und Ballungszentren sowie Hanglagen der Mittelgebirge. Heißt: Die Menschen in der Rhein-Ruhr-Region, in der Rhein-Mein-Region oder in Großstädten wie Hamburg, Berlin und München können sich auf etwas gefasst machen.

Aber was ist eine Tropennacht eigentlich? Laut einer Definition des DWD handelt es sich dabei um Nächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt. Gemessen wird zwischen 18 Uhr und 6 Uhr am Folgetag. 

Tropennächte seien in Deutschland aber sehr selten, so der DWD. An den meisten DWD-Stationen gäbe es im Mittel weniger als eine Tropennacht pro Jahr. An einzelnen sehr günstig gelegenen Stationen würden durchschnittlich zwei bis drei jährliche Tropennächte registriert. Doch einige Klima-Forscher sind sich sicher: Die heißen Nächte werden in Zukunft immer mehr.

Hitze-Sommer 2003 gab es zehn Tropennächte in Deutschland

Aber: In Jahren mit sehr heißen Sommern wie 2003 wurden an begünstigten Stationen allerdings über zehn Tropennächte beobachtet. So gab es 2003 in Kehl bei Straßburg 21 Tropennächte, berichtet der Deutsche Wetterdienst.

Muss man nun Angst vor einer Gefahr für die Gesundheit haben? Fakt ist: Die aktuelle Hitze beansprucht unseren Körper höher als sonst. Manche Menschen kommen besser damit klar, andere weniger.

Tropennächte und Hitze laut Umweltbundesamt schädlich für Gesundheit

Laut Umweltbundesamt könne die Hitze zum Beispiel zu Problemen des Herz-Kreislaufsystems führen. Typische Symptome bei Hitze sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit.

In den kommenden Nächten soll es in Deutschland Tropennächte geben. Die Hitze bleibt also auch in der Nacht.

Besonders ältere Menschen und Personen mit chronischen Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen) seien von diesen Symptomen besonders betroffen. So würden laut Umweltbundesamt während extremer Hitze vermehrt Rettungseinsätze registriert, zudem verstarben in den Hitzesommern 2003, 2006 und 2015 in Deutschland insgesamt etwa 19.500 Menschen zusätzlich an den Folgen der Hitzebelastung.

Hitze und Tropennächte: Tipps und Tricks helfen

Ganz hilflos ist man gegen hohe Temperaturen und Tropennächte aber natürlich nicht. Kopfschmerzen aufgrund von Hitze lassen sich zum Beispiel leicht vermeiden. Und was den Kampf gegen die Hitze in der eigenen Wohnung betrifft, gibt es auch einige gute Tricks. Grund zur Sorge gibt es also in den allermeisten Fällen nicht. Hinweis: Noch mehr Tipps und Tricks zur Hitze im Sommer findet ihr in unserem Service-Ressort auf RUHR24.de.

Rubriklistenbild: © d pa

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