Mit diesen Tipps bleibt es in eurer Wohnung auch bei 38 Grad noch erträglich

Sommer-Wetter in NRW bringt Hitze. Foto: dpa
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Sommer-Wetter in NRW bringt Hitze. Foto: dpa

Der Sommer ist da und mit ihm die Hitze. In unseren Tipps lernt ihr, wie die Wohnung auch bei mehr als 30 Grad bewohnbar bleibt.

Die zweite Hitzewelle des Jahres rollt an und es wird immer heißer zuhause. Müssen wir uns dem Ganzen etwa hingeben? Nein! Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt Tipps, wie es in der Wohnung auch bei Hitze erträglich bleibt.

  • Richtig Lüften und Dunkelheit machen die Hitze in der Wohnung erträglich
  • Standby-Geräte sind versteckte Hitzequellen
  • Ventilatoren können für Erleichterung sorgen

Eigentlich ist es so einfach. Bei Hitze zweimal täglich lüften und auch nachts die Fenster auflassen. Darüber sind sich aber nicht alle Experten einig. Erst kürzlich sagte TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann, dass man die Fenster auch den ganzen Tag geöffnet lassen könne. Dem widerspricht eine Ärztin. Ihre Empfehlungen finden sich auch in den Tipps der Verbraucherzentrale wieder.

Fünf Tipps für das richtige Lüften im Sommer:

  • Tagsüber müssen Fenster und Türen geschlossen bleiben. So bleibt die warme Luft draußen und bekommt erst gar keine Chance.
  • Erst lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Das ist meistens abends und am frühen Morgen der Fall.
  • Wer nachts die Fenster auflässt, hat bessere Chancenauf eine annehmbare Wohnung. Die gespeicherte Wärme kann dann aus dem Haus entweichen. Allerdings können geöffnete Fenster nachts auch Insekten anziehen. Die Verbraucherzentrale rät zu Fliegengittern.
  • Die Fenster weit öffnen, um für Durchzug zu sorgen. Und in Wohnungen und Häusern mit mehreren Etagen gilt: Die Fenster müssen überall geöffnet werden.
  • Nicht zu kurz lüften. Am besten nutzt man die gesamte Zeitspanne, in der die Temperatur draußen kälter ist als drinnen.

Bei Hitze sind Standby-Geräte eine zusätzliche Wärmequelle

Die Verbraucherzentrale rät außerdem dazu, Geräte, die auf Standby laufen vom Strom zu nehmen. Denn auch diese produzieren im Dauerbetrieb Wärme. Bei Kühlschränken und Gefriertruen geht das natürlich nicht. Schließlich braucht der Körper bei den Extremtemperaturen viel Flüssigkeit. Aber der Fernseher kann auch mal über den Tag vom Netz.

Ein weiterer Tipp der Verbraucherzentrale ist der außenliegende Sonnenschutz. Rolläden oder Raffstores sorgen für Schutz vor der Hitze. Innenliegende Rollos oder Gardinen können damit nicht dienen. Ist die Wärme erst einmal im Haus, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

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Wer keine Rolläden hat, kann auch auf Sonnenschutzfolien zurückgreifen. Diese sind zwar nicht ganz einfach anzubringen, bieten aber eine kostengünstige Lösung, um die Hitze abzuhalten und die Wohnung abzukühlen. Problematisch ist nur, dass sie das Licht abhalten können und so für frühe Dunkelheit in der Wohnung sorgen können.

Nasse Tücher erhöhen die Luftfeuchtigkeit

Wem es zu stickig ist, im Dunkeln mit geschlossenen Fenstern in der Wohnung zu sitzen, könnte auf einen alten Trick zurückgreifen. Ein nasses Tuch im Zimmer aufhängen erhöht die Luftfeuchtigkeit. So lässt es sich auch die tropischen Nächte überstehen.

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Hängt dieses dann noch in der Nähe eines Ventilators kann das für einen Frische-Kick in der Hitze sorgen. Bewegte Luft fühlt sich kühler an als stehende, so die Verbraucherzentrale. Die Stromkosten für einen Ventilator sind ebenfalls überschaubar. Deshalb sind die Geräte auch in Büros bei der Hitze durchaus beliebt.

Das sieht bei Klimageräten schon ganz anders aus. Bei Vollbetrieb können diese für eine 600 bis 1000 Euro höhere Stromrechnung sorgen. Außerdem sind Klimaanlagen echte Gesundheits-Killer und können für Erkältungen mitten im Sommer sorgen.

Wer den Sommer trotzdem lieber draußen verbringt: Hier machen es sich die RUHR24-Leser bei der Hitze gemütlich.

Weitere Hitze-Tipps von uns

Wer es in der Wohnung nicht mehr aushält, kann übrigens auch einen der schönen Badeseen im Ruhrgebiet und Sauerland besuchen. Und egal ob drinnen oder draußen: trinken nicht vergessen! Denn sonst drohen schwere Folgen wie ein Hitzschlag oder heftige Kopfschmerzen. Apropos Kopfschmerzen: Bei Hitze kann man sie mit ein paar Tricks und ohne Medikamente vermeiden.

Wer keine Lust hat, im Sommer schwere Kästen zu schleppen, kann sich mit Wassersprudlern sein eigenes Mineralwasser machen. Aber welches Modell ist das beste? Stiftung Warentest hat sieben Wassersprudler untersucht, darunter auch Sodastream-Modelle.