Hausmittel gegen Allergie

Heuschnupfen-Symptome: Geheimwaffe aus dem Kühlschrank lindert Beschwerden

Eine Frau putzt sich die Nase.
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Bei Heuschnupfen oder auch Asthma helfen bestimmte Lebensmittel.

Heuschnupfen und Asthma belasten aktuell viele Leute. Einige Lebensmittel mit bestimmten Vitaminen können jedoch die Beschwerden lindern.

NRW - In NRW und vielen anderen Bundesländern Deutschlands haben unzählige Menschen durch das milde Wetter und den verstärkten Pollenflug mit den Auswirkungen von Heuschnupfen und Asthma zu kämpfen. Wer Alternativen zu Nasenspray und Tabletten sucht, könnte im eigenen Kühlschrank fündig werden.

OrganisationDeutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Gründung4. November 1953
PräsidentJakob Linseisen
SitzBonn

Heuschnupfen und Asthma: Vitamin-D als Alternative zu Nasenspray und Tabletten

Eine Studie hat nun gezeigt, dass bestimmte Lebensmittel dabei helfen können, die Symptome von Heuschnupfen zu reduzieren. Auch bei Problemen mit Asthma gibt es Hilfe für Betroffene. Doch dabei ist auch Vorsicht geboten.

Egal, ob Birke, Esche oder Gräser - die Blütenpollen sorgen bei vielen Menschen für eine heftige Allergie mit Schnupfen, juckenden Augen und Beschwerden mit den Lungen. Üblicherweise sollen spezielle Nasensprays und Allergie-Tabletten helfen, damit es den Betroffenen besser geht. Doch nun haben Untersuchungen gezeigt: Es kann helfen, auf eine Geheimwaffe zu setzen: Vitamin-D.

Heuschnupfen: Studie zeigt – Personen mit wenige Vitamin D stärker geplagt

Bei Probanden, die unter starken Symptomen oder Asthma leiden, wurde häufig ein Mangel an Vitamin-D gemessen. Und die Auswirkungen können verheerend sein. So wurde nach Informationen des Dr. Jacobs Instituts bei einer Studie mit 300.000 Teilnehmern gezeigt, dass die Personen mit zu wenig Vitamin-D eine „25 % höhere Quote für eine akute Verschlechterung ihres Asthmas aufwiesen“ – verglichen mit den Patienten mit einem durchschnittlichen Wert.

Zu einem ähnlichen Ergebnis ist eine kleinere Studie gekommen, die Patienten mit Allergischer Rhinitis, also Allergischem Schnupfen untersucht hat. Bei der Entzündung der Nasenschleimhaut treten Symptome auf wie häufiges Niesen und eine verstopfte Nase.

Betroffene klagen außerdem über juckende, geschwollene Augen. Dabei sollen der Vitamin-D-Spiegel bei diesen Personen deutlich niedriger gewesen sein als bei den Probanden ohne Allergische Rhinits.

Allergischer Schnupfen: Welche Lebensmittel gegen Pollenallergie und Co. helfen

Wie stark der Heuschnupfen ist, kann somit durch Lebensmittel beeinflusst werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt unter anderem ölhaltigen Fisch. Dazu gehören beispielsweise Thunfisch, Lachs und Makrele.

Alternativen dazu seien Eigelb, Rinderleber oder mit Vitamin-D angereicherte Margarine. Auch Speisepilze wie Pfifferlinge und Champignons sollen als Vitamin-D-Lieferanten dienen.

Einige Speisepilze liefern Vitamin-D und können somit bei Allergien wie Heuschnupfen helfen.

Vitamin D bei Heuschnupfen: Vorsicht geboten – Nebenwirkungen drohen

Trotzdem ist bei dem Verzehr von Vitamin-D Vorsicht geboten, warnt die Gesellschaft für Ernährung e.V. online. Personen, die mehr als 100 Mikrogramm des Stoffes pro Tag einnehmen, riskieren Nebenwirkungen wie Nierensteine oder eine Nierenverkalkung.

Am gesündesten ist es daher, die empfohlene Menge mit kurzen Aufenthalten an der frischen Luft zu kombinieren. Denn durch die Sonne kann der Körper eigenes Vitamin-D produzieren. Allerdings gilt auch hierbei: lieber in Maßen statt in Massen genießen.

Video: Heuschnupfen-Gefahr im Frühling - was Allergikern hilft

Den Zeitpunkt des Spaziergangs sollten Allergiker allerdings gut abpassen – und sich nicht stundenlang draußen aufhalten, wenn die Pollenzeit am stärksten ist. Coronakonforme Ausflüge ans Meer oder ins Hochgebirge sind für viele dabei eine willkommene Abwechslung.

Wichtig ist außerdem, oft das Zuhause zu saugen, die Haare und Kleidung nach Aufenthalten vor der Tür zu waschen. Bis zur Wäsche sollte die getragene Kleidung aber nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden.

Hilfreich sind zudem Pollenflugkalender und die Wettervorhersagen. Dabei helfen beispielsweise Apps für das Smartphone oder die Pollen-Prognosen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) im Internet. Auch das richtige Lüften kann entscheidend sein. Wer in der Stadt wohnt, sollte morgens lüften und Bewohner von ländlichen Gebieten lieber abends.

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