Fitness während Pollen-Saison

Heuschnupfen und Sport im Freien? So klappt das Training draußen trotz Allergie

Trotz der Pollen-Saison und Heuschnupfen wollen Allergiker im Freien Sport machen. Mit einigen Tipps klappt die Bewegung auch draußen.

  • Mit dem Frühling kommt auch die Pollen-Saison nach Deutschland.
  • Allergiker müssen sich mit quälendem Heuschnupfen rumschlagen.
  • An Sport im Freien ist nicht zu denken - oder doch? Mit den richtigen Tipps ist er möglich.

Dortmund - Der Frühling ist da und mit ihm hält auch die alljährliche Pollen-Saison ihren Einzug. Millionen Allergiker kämpfen in dieser Zeit mit nervigem Heuschnupfen. An Sport ist da eigentlich nicht zu denken, doch gerade jetzt, wenn es draußen wieder wärmer wird, zieht es die Menschen zum Sporteln an die frische Luft.

Ist das trotz Pollen-Allergie sinnvoll oder gar gesundheitsgefährdend? Tipps zum Umgang gibt das Unternehmen Tempo, wie RUHR24.de* berichtet.

Pollen-Allergie: Sport trotz Heuschnupfen bitte nur mit Vorsicht

Grundsätzlich gilt: Allergiker sollten im Frühjahr und Sommer, also dann, wenn die meisten Pollen fliegen, bei Sport im Freien besonders vorsichtig sein. Das gilt vor allem dann, wenn die Allergie ungewöhnlich heftig ist und sie sich stark auf das tägliche Leben auswirkt. 

Bei Sport während einer Pollen-Allergie werden die Atemwege, die wegen des Heuschnupfens ohnehin angegriffen* sind, zusätzlich belastet. Die Nasenschleimhaut schwillt an und das Atmen durch die Nase wird schwieriger. Die Konsequenz: Der Sportler atmet vermehrt durch den Mund ein. Die Pollen gelangen dadurch in die tieferen Atemwege. 

Wer also dauerhaft draußen Sport trotz Pollen-Allergie macht, riskiert ernsthafte gesundheitliche Schäden wie eine Entzündung der Bronchialschleimhäute oder allergisches Asthma

Pollen-Allergie: Wann ist draußen Sport bei Heuschnupfen tabu?

Ob auf Sport bei Heuschnupfen verzichtet werden sollte, hängt demnach von der Intensität der Allergie ab. Sie ist messbar an den folgenden Symptomen (die bei einer Pollen-Allergie auftreten können, aber nicht müssen):

  • laufende Nase
  • Niesen, vor allem Niesattacken
  • Beschwerden beim Atmen
  • tränende, geschwollene und juckende Augen
  • brennender und juckender Rachenbereich
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit

Sollten diese Symptome besonders stark und vor allem wiederkehrend auftreten, sollte auf Sport an der frischen Luft besser verzichtet werden. Auch andere körperliche Aktivitäten wie Gartenarbeiten oder Spaziergänge sind in diesem Fall nicht ratsam.

Pollen-Allergie: Diesen Sport kann man trotz Heuschnupfen machen

Treten die Symptome hingegen nur sporadisch oder vergleichsweise schwach auf, ist Sport im Freien unbedenklich. Allerdings sollte auch hier darauf geachtet werden, welche Art von Sport man machen möchte. Verzichten sollte man auf besonders anstrengende Sportarten wie Fußball oder Tennis und stattdessen auf Ausdauersport umsteigen:

  • Laufen 
  • Radfahren
  • Schwimmen

Aber auch hier gilt: Darauf achten, wenn es zu anstrengend wird. Zudem ist es ratsam, Pflanzen, auf die man allergisch reagiert, zu meiden. Wer also beispielsweise gegen Roggen oder Gräser allergisch ist, sollte nicht an Feldern entlang laufen oder radeln.

Heuschnupfen: Sport mit dem Pollen-Flugkalender abstimmen

Bei Unsicherheit darüber, welche Pollen gerade am stärksten fliegen, empfiehlt sich der Blick auf den Pollen-Flugkalender*. Dieser gibt Auskunft darüber, welche Pflanzen wann ihre Blütezeit haben. Außerdem steht dort auch, wie hoch die Pollen-Konzentration in der Luft ist. 

Merke: Der Pollenflug ist meist besonders schlimm, wenn es draußen heiß und trocken ist. Regen hingegen hilft, den Pollenflug einzudämmen und spült den Blütenstaub von Gehwegen und Gegenständen. Wer also gerne draußen trainieren möchte, sollte dies am besten an regenreichen oder kälteren Tagen machen.

Pollenflug-Vorhersage per App mit dem aktuellen Blüten-Flugkalender.

Pollen-Allergie: Dauerhaft ohne Heuschnupfen draußen Sport machen

Nicht alle Sportler wissen, wogegen sie genau allergisch sind. In solchen Fällen ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Insbesondere dann, wenn die Symptome ungewöhnlich stark sind und den Alltag beeinflussen. 

Ein Allergologe kann helfen, die Heuschnupfen-Symptome mit entsprechenden Medikamenten zu lindern, falls Hausmittel wie Honig oder Kochsalzlösungen* keine Wirkung zeigen. Außerdem kann er auch Tipps zum Umgang mit einer Pollen-Allergie bei Sport geben. 

Für eine dauerhafte Linderung sind Medikamente wie Antihistaminika allerdings nicht geeignet. Wer langfristig ohne Heuschnupfen leben möchte, kommt um eine Hyposensibilisierung nicht herum. 

Pollen-Allergie: Diese allgemeinen Maßnahmen helfen bei Heuschnupfen 

Eine solche Immun-Therapie dauert jedoch Jahre. Zudem ist nicht gewährleistet, ob sie wirklich hilft. Ein Arzt kann in solchen Fällen weiterhelfen und Sie umfassend beraten.

Wer auf schnelle Hilfe setzt und sich die kommende Allergie-Saison mit einfachen Mitteln* etwas einfacher gestalten möchte, setzt auf diese Maßnahmen:

  • Verzicht auf Zigaretten
  • eine tägliche Nasendusche
  • Kleidung nicht im Freien trocknen lassen
  • Bettwäsche, Kleidung und Handtücher öfter als sonst waschen
  • Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Haare vor dem Schlafengehen waschen
  • Luftreiniger und Pollenfilter im Haus oder im Auto
  • Fenster nicht unnötig lang offen lassen

Wir wünschen allen Pollen-Allergikern gute Besserung. Sollten die Symptome anhalten oder sich verschlimmern: ab zum Arzt! ahi

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa/Christin Klose/Bodo Marks Collage: RUHR24

Mehr zum Thema